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05.07.2010
 

Aussichtsplattform am Berg

Alpspix raubt den Atem

Aussichtsplattform Alpspix: Tausend Meter über dem Höllental
Fotos
REUTERS

Schwindelerregender Blick in tausend Meter Tiefe: Über dem Höllental ist die Aussichtsplattform Alpspix eröffnet worden. Die Stahlkonstruktion bei Garmisch-Partenkirchen ragt 13 Meter ins Nichts - und wird von Naturschützern als "Verunstaltung der bayerischen Gebirgswelt" gerügt.

Garmisch-Partenkirchen - Sie bietet einen grandiosen Blick in die Bergwelt: Die umstrittene Aussichtsplattform Alpspix auf der Alpspitze in Bayern ist am Sonntag offiziell eröffnet worden. Die neue Plattform "trägt dazu bei, die Attraktivität des Wettersteingebirges gerade im Sommer weiter zu steigern", sagte Oberbayerns Regierungspräsident Christoph Hillenbrand bei der Einweihungsfeier. "Die sichere Plattform bietet atemberaubende Ausblicke in die Tiefe, wie es bisher fast nur Extrembergsteigern vorbehalten war." Sie ermögliche ein Naturerlebnis, das nicht nur in Oberbayern seinesgleichen suche.

Auf der Plattform über der Bergstation der Alpspitzbahn - Gipfelhöhe 2628 Meter - hoch über Garmisch-Partenkirchen kann man durch den aus einem Gitterrost bestehenden Boden tausend Meter in die Tiefe blicken - passenderweise ins Höllental. Bei schönem Wetter haben die Besucher einen weitreichenden Blick in die Bergwelt und vor allem auf die Zugspitze (2962 Meter).

Alpspix soll Kassen klingeln lassen

Möglich machen dies zwei je 24 Meter lange Stahlarme. Die beiden futuristisch anmutenden Stege sind x-förmig angelegt - daher der Name Alpspix. Jeweils 13 Meter ragen sie ins Nichts und geben den Blick frei in die Tiefe und die Alpenwelt. Die restlichen jeweils 11 Meter sind fest im Fels verankert und garantieren die nötige statische Sicherheit. Die außergewöhnliche Architektur der Plattform werde sich bald zu einem ganz eigenen touristischen Markenzeichen entwickeln, sagte Hillenbrand laut Mitteilung.

Massive Kritik kam im Vorfeld von Naturschützern. "Der Alpspix ist eine unnötige Verunstaltung der schönen bayerischen Gebirgswelt", sagte der Landesbeauftragte Richard Mergner vom Bund Naturschutz in Bayern (BN).

Die Zugspitzbahn als Erbauer von Alpspix und Gipfelweg macht kein Geheimnis daraus, dass die neuen Anlagen die Kassen klingeln lassen sollen. "Diese neuen Bergerlebnisse werden die Attraktivität des Kreuzeck- und Alpspitzgebiets im Sommer deutlich steigern", meint Peter Theimer von der Zugspitzbahn.

abl/dpa

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insgesamt 13 Beiträge zum Forum...
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10.07.2010 von blue0711: Harte Realität, keine Romantik

Sehr schön, sie beschreiben gerade perfekt die Idiotie eines immer mehr wachsenden Tourismusgenres, das genau denselben Fehler macht: Zu glauben, dass man das zähmen könne. Kann man eben nicht. Man kann nur mit hohem Aufwand [...] mehr...

06.07.2010 von libertarian: .

Also ich find es durchaus gelungen. Selbst zu Zeiten der Romantik und des Biedermeier war die “Natur” in Mitteleuropa schon lange erobert, veraendert, ueberbaut und groesstenteils gezaehmt. Zum Glueck! Dieses Naturromantikgerede [...] mehr...

06.07.2010 von Hador: Nein, keinen Titel....

Mir sind die Probleme der Energieversorgung aus Windkraft wohl bekannt und ich halte diese auch nicht für irgendein Allheilmittel, allerdigns sollten wir das glaube ich nicht hier im Thread diskutieren. Was mein Post [...] mehr...

06.07.2010 von rainman_2: ...

Wenn diese Windkraftwerke "offshore" sind habe ich nichts dagegen einzuwenden, jedoch muss ich zu meinem Bedauern immer wieder neu erbaute Windräder oder erweiterte Anlagen entdecken wenn ich mal wieder in den [...] mehr...

06.07.2010 von RogerT: Das Problem ist der Tourismus allgemein

Richtig. Das fällt schon richtig auf, scheint aber eine deutsche Eigenart zu sein; auch wenn es off topic ist, hauptsache darüber meckern. ---Zitat--- 2. Ist die Alternative zu den Windparks der Neubau von Kohle- bzw. [...] mehr...

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