Ausflüge in Deutschland 16 Tipps für Ihren Sommer

Eine Floßparty in der Uckermark, Bergwandern an der wilden Isar: Der Sommer macht Deutschland zu einem Abenteuerspielplatz für alle, die gerne draußen sind. Eine Auswahl von Ausflugszielen für jedes Bundesland.

Ferien auf dem Floß: Swing, Snacks und Sonnenuntergang
Tourismus Marketing Uckermark

Ferien auf dem Floß: Swing, Snacks und Sonnenuntergang


"Wer bei klarem Wetter in mondlosen Nächten in den Himmel blickt, wird überwältigt sein vom Anblick unzähliger Sterne - und sich natürlich etwas wünschen." So lautet die Prognose für alle Besucher des Sternenparks Westhavelland in der Nähe von Berlin. Der Ausflug in diesen Naturpark zählt wohl zu den romantischsten Tipps in dem kürzlich erschienenen Buch "Deutschland. 500 Orte, die Sie erleben sollten".

Genauso überwältigt wie beim Anblick von Milchstraße und Co. wäre man allerdings, wenn man mal von oben herab, aus dem Himmel, auf unser Land schauen würde.

Vielleicht würde man sich dann fragen, welch aufregende Unternehmungen man dort unten machen könnte: Ob es schöner ist, auf Fehmarn das Kiten auszuprobieren oder durch den stillen Küstenwald der Ostseeinsel Poel zu spazieren? Wie erfrischend es wäre, einen Sprung in den Bodensee zu wagen?

Der über 300 Seiten dicke Deutschland-Ratgeber kann zwar nicht auf all diese Fragen Antworten geben - an manche Orte muss man einfach reisen, um ihre Schönheit zu begreifen. Aber immerhin liefert der Sammelband Ideen für Hunderte aufregende Kurztrips zwischen Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg.

Deren Auswahl scheint nach streng subjektiven Gesichtspunkten erfolgt zu sein - anders ist es nicht zu erklären, warum es das Nachttopfmuseum in Rheinland-Pfalz sowie Kamelreiten im bayerischen Mangfalltal unter die Top 500 geschafft haben. Klingt schräg, ist schräg, aber letztlich sorgen nicht nur berühmte Unesco-Welterbestätten, sondern auch die abseitigen Fundstücke dafür, dass das Buch ein interessanter Ideengeber für den Urlaub in Deutschland ist.

Welches Sommererlebnis wartet vor Ihrer Haustür? SPIEGEL ONLINE präsentiert für jedes Bundesland ein Ausflugsziel. Klicken Sie sich durch die folgenden 16 Tipps .

16 Ausflüge in Deutschland
Baden-Württemberg: Mit der Sauschwänzlebahn durchs Wutachtal

Zur Eisenbahnromantik gehören quietschende Passagierwaggons und schwere Dampflokomotiven, die kräftig qualmen und schnaufen. Einige Urahnen unserer modernen Transportsysteme konnten die Zeit überdauern und erfreuen sich im Museumsbetrieb regen Zuspruchs. Im südlichen Schwarzwald rumpelt die Wutachtalbahn auf höchst kurvenreicher Strecke über zahlreiche Brücken und durch einen einzigartigen Kreiskehrtunnel - daher der Spitzname "Sauschwänzlebahn". Entlang der Route blieben viele technische Denkmäler erhalten, beispielsweise das Reiterstellwerk am Bahnhof Blumberg-Zollhaus. Dieser beherbergt ein Eisenbahnmuseum, das sich für einen Abstecher anbietet. Der reguläre Nahverkehr zwischen Lauchringen und Hintschingen wurde bis 1976 eingestellt, doch schon ein Jahr später begannen erste Ausflugsfahrten auf der landschaftlich einmaligen Strecke.

Wutachtalbahn: April bis Oktober, Bahnhofstraße 1, 78176 Blumberg. Blumberger Eisenbahnmuseum: an Fahrtagen eine Stunde vor Abfahrt und nach Ankunft der Züge geöffnet, Preis ist im Fahrpreis enthalten. www.sauschwaenzlebahn.de

Bayern: Traumpfade auf der Karwendelbasis Krün bei Mittenwald

Der Blick geht auf saftige Wiesen, wo bulliges Rindvieh grast. Dann kommt der Wald, dahinter die Seen, das Bild krönt ein Bergring mit spitzen Zacken. Wer in der Karwendelgemeinde Krün ein Ferienquartier bezieht, mit neidvollem Blick ins Paradies, dem brennt sich das Bild wohl ein auf alle Zeit. Weit spannen sich fruchtbare Matten durch das Tal, das die Isar als Wildfluss durchströmt. Ringsum ragen die felsigen Spitzen des Karwendelgebirges auf, zwischen denen abends die Sonne als glutroter Ball versinkt. Bergseen sorgen für kanadische Impressionen: der Barmsee, der Grubsee, der Geroldsee. Dazwischen sprudeln Bächlein durch Wälder und Wiesen. Entspannungsfaktoren: Radfahren, Wandern, Joggen, natürlich Baden sowie Ausflüge ins nahe Mittenwald, nach Oberammergau und Murnau und zur Zugspitzstadt Garmisch-Partenkirchen.

Touristeninformation Krün, Schöttlkarspitzstraße 15, 82494 Krün, www.kruen.de, www.alpenwelt-karwendel.de

Berlin: Bangkok-Flair im Preußenpark

Auf der Thaiwiese im Preußenpark entspannt sich im Sommer die Berliner Thai-Gemeinde bei Snacks und Massagen. Wenn das Wetter es erlaubt, treffen sich auf dem eher schmucklosen Grün thailändisch-philippinisch-deutsche Familien und verbreiten Asienstimmung. Für wenige Euro bieten sie Papayasalat und Co. an - fast wie in Bangkoks Straßen. Über die Wiese mit der Frauenskulptur Borussia weht der Duft von gebratenem Hühnchen mit Erdnusssoße. Nicht vergessen: Decke einstecken!

Picknick im Park: Immer samstags und sonntags zwischen 10 und 21.
Adresse: Preußenpark, Brandenburgische Straße, 10707 Berlin

Brandenburg: Floßfahrt zwischen Seerosen und Haubentauchern

Flöße haben auf den uckermärkischen Seen eine lange Tradition, bereits seit 1720 ist die Flößerei in Lychen verbucht. Bei Rundfahrten genießen die Gäste die romantische Seite der Touren. Im Naturpark Uckermärkische Seen bietet das Unternehmen Treibholz individuelle und öffentliche Rundfahrten auf professionell gesteuerten Flößen mit Sonnensegel, Toilette sowie Getränken und Snacks (oder auch einem Grillbufet). Darüber hinaus hat man sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: "Musik auf dem Floß" ist ein Konzertabend - von Reggae bis Swing - auf dem Wasser. Im Juli und August legt das Musikfloß jeden Mittwochabend in Lychen ab und fährt zu einer ruhigen Bucht - malerischer Sonnenuntergang inklusive.

Rundfahrten April bis Oktober; So, Mo, Mi, Fr 10 Uhr / Musikfloß im Juli und August Mi 19.30 Uhr / Treibholz – Kanu, Floß & Herberge / Oberpfuhlstraße 3a, 17279 Lychen / www.treibholz.com

Bremen: Später Stadtpark links der Weser

Der Park Huchting ist die größte zentrumsnahe Parkanlage Bremens. Er wird von der Straßenbahn durchzogen und von einem Naturschutzgebiet umrahmt. In den Fünfzigerjahren kam die Forderung auf, endlich einen Stadtwald auf der linken Weserseite anzulegen. Die Stadt plante hier jedoch einen Friedhof, eine Autobahntrasse sowie eine Bahnlinie. Der Verein Bürgerpark von Stuhr blieb stur. Man hoffte auf die Bundesgartenschau, die Stadt auf eine Erweiterung der Flughafenstartbahn an der Ochtum. In Bürgermeister Hans Koschnick fand der Bürgerverein dann einen Partner. Die Ochtum schlängelt sich heute tatsächlich naturnah durch die Landschaft - die Vision vom Ochtumpark mit Seen und viel malerischem Grün ist Realität geworden. Heute leben im Park zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Anfahrt zwischen Wardamm und Stuhr westlich des Flughafens, Bahn 1 und 8, Bus 52, zwischen Norderländer Straße und Roland-Center

Hamburg: Anlegen und abschalten an der Rabenstraße

Das Hamburger Viertel Rotherbaum, an der Westseite der Außenalster gelegen, ist ein beliebtes Quartier, findet man hier doch schöne Altbauten, buntes Studentenleben und ein breites Kulturangebot. Auf der Alster kreisen Segler und trainieren Sportruderer. Wo der teils von noblen Stadtvillen gesäumte Harvestehuder Weg am Beginn des schönen grünen Alsterparks auf das Ufer trifft, liegt die Anlegestelle Rabenstraße. Der Bootsanleger im Jugendstil steht zwar unter Denkmalschutz, heißt jedoch noch immer unverdrossen Besucher willkommen, die mit Ausflugsdampfern ankommen oder sich am Steg ein Boot leihen möchten.

Die Außenalster ist ein beliebtes Naherholungsgebiet der Hamburger, in der Umgebung stillen Lokale den großen und kleinen Hunger.

Hessen: Baumriesen im Urwald Sababurg

Es sind schon sechs bis acht Personen notwendig, um eine Buche mit beeindruckenden acht Metern Stammumfang zu umarmen. Aber auch neben einer tausend Jahre alten knorrigen Eiche zu stehen, dürfte ein unvergesslicher Moment sein. Dieses und viele weitere faszinierende Naturerlebnisse bietet Hessens ältestes Naturschutzgebiet, das bei einem Online-Voting der Heinz Sielmann Stiftung im Jahr 2009 in die Top Ten der schönsten Naturwunder Deutschlands gewählt wurde. Der Urwald Sababurg ist durch drei verschieden lange und gut markierte Rundwanderwege hervorragend erschlossen. Um die außergewöhnliche ökologische Vielfalt und einzigartige Baumlandschaft des Waldnaturschutzgebiets noch besser kennenzulernen, empfiehlt es sich vorab beim zuständigen Forstamt nach einer Führung zu fragen.

Der Urwald liegt direkt beim Tierpark Sababurg, Sababurg 1, 34369 Hofgeismar / Forstamt Reinhardshagen: Obere Kasseler Straße 27, 34359 Reinhardshagen, www.mein-reinhardswald.de

Mecklenburg-Vorpommern: Stadt im Wasser

Mit über 112 Quadratkilometern ist die Müritz der größte See, der vollständig auf deutschem Terrain liegt. Östlich davon umfasst der Nationalpark Müritz 320 Quadratkilometer mit Wäldern, Seen, Mooren und einzigartiger Flora und Fauna. Hier geben sich Seeadler und Kraniche die Ehre, gedeihen Schneidried, Wollgras und weiße Seerosen. Als Landschaftspfleger arbeiten schwedische Fjäll-Rinder und Gotlandschafe. Unterwegs ist man hier auch mit der Weißen Flotte Müritz, die zwischen Rechlin/Hafendorf und Waren verkehrt. Die größte Stadt an der Müritz grenzt an weitere Seen und liegt eher im als am Wasser - ideal für alle, die die herrliche Landschaft am liebsten vom See aus betrachten.

Nationalparkamt Müritz: Schlosspark 3, 17237 Hohen Zieritz, Telefon 039824-2520, www.mueritz-nationalpark.de

Niedersachsen: Torfkahntour im idyllischen Teufelsmoor

Nordöstlich von Bremen liegt das "Taube Moor", dessen Name sich mit der Zeit zu "Teufelsmoor" verschliff. Seit dem 18. Jahrhundert planmäßig besiedelt, ist es heute eine weite Kulturlandschaft mit wenigen Resten einer authentischen Moorwildnis. Seine berühmteste Ortschaft ist zweifellos die Künstlerkolonie Worpswede, "ein Wunderland", wie es die Malerin Paula Becker beschrieb. Sie zählte zu den zahlreichen Künstlern, die es Fritz Mackensen gleichtaten und sich hier ab 1884 niederließen. Heute lockt der Ort mit seiner einmaligen Mischung aus Dorfidyll, Galerien, Kunstmuseen, Künstlerarchitektur und einer beeindruckenden Landschaft mit unzähligen Kanälen, die sich auch auf traditionellen Torfkähnen aus schwarzem Eichenholz mit braunen Segeln erkunden lässt.

Buchung von Torfkähnen, Führungen und Kreativkursen (Malen, Bildhauerei, Töpfern) über die Touristeninformation Worpswede: Bergstraße 13, 27726 Worpswede, Telefon 04792-935820, http://www.worpswede.de

Nordrhein-Westfalen: 17 Kilometer Kultur mit der der Tram 107

Entlang der Tramlinie 107 wartet auf den Fahrgast Kultur auf der ganzen Linie. Auf ihrer 45-minütigen Fahrt zwischen den Villenvierteln im Essener Stadtteil Bredeney und dem Gelsenkirchener Hauptbahnhof passiert die Bahn mehr als 60 kulturelle Sehenswürdigkeiten, die wenige Gehminuten von den 34 Haltepunkten entfernt liegen. Auf 17 Kilometern liegen Vergangenheit und Zukunft, Industriebrachen, Baudenkmäler und hundert Jahre alte Wälder dicht beieinander. Der Bogen spannt sich von der Philharmonie und zwei Opernhäusern über sieben Theater, zehn Museen und einen Kirchenschatz bis hin zur Alten Synagoge und zum Weltkulturerbe Zeche Zollverein.

Kultur Station für Station: Die Kulturlinie 107 in Essen verkehrt im Linienverkehr.
Fahrzeiten: www.vrr.de und www.evag.de / www.kulturlinie107.de

Rheinland-Pfalz: Hier rumort es unter der Erde

Die Vulkaneifel trägt ihren Namen wahrlich zu Recht: Zeugnisse der vulkanischen Vorgänge in der Region sind rund 350 Vulkane, trichterförmige Krater - die sogenannten Maare. Dabei handelt es sich um erkaltete Lavaströme, Mineralquellen oder auch einen Kaltwassergeysir wie den in Andernach. Von der Gewalt des letzten großen Vulkanausbruchs in der Osteifel vor ungefähr 13.000 Jahren zeugt der Laacher See: Mit einer Fläche von 3,3 Quadratkilometern ist er der größte Calderasee in Rheinland-Pfalz. Wissenswertes über die unterirdischen Vorgänge erfährt man im Eifel-Vulkanmuseum in Daun. Es gehört zum rund tausend Quadratkilometer großen Natur- und Geopark Vulkaneifel. Die faszinierende Landschaft des Vulkanfelds, seine geologischen Phänomene und die herrliche Natur entdeckt man besonders gut auf den diversen Geo-Themenpfaden in der Region. Hier kann man eine Wanderung mit Lehrreichem verbinden.

Eifel-Vulkanmuseum: Di bis Fr 11 bis 16.30 Uhr, Sa, So, Feiertage 11 bis 16 Uhr, Leopoldstraße 9, 54550 Daun, Telefon 06592-985-353, www.vulkaneifel.de, http://www.geopark-vulkaneifel.de

Saarland: Industriekultur interaktiv

In der Blütezeit der Völklinger Hütte lag stets feiner Ruß über der Stadt. Heute ist sie stillgelegt - und weltweit das einzige Eisenwerk aus dem späten 19. Jahrhundert, das samt Erzschrägaufzug und Sinteranlage vollständig erhalten ist. Ein Besuch der Hütte beginnt mit einer multimedialen Einführung in den ehemaligen Arbeitsalltag. Dann geht es tief hinein in den Bauch der Anlage und zu über hundert interaktiven Stationen, die den Prozess der Eisengewinnung veranschaulichen. Das größte Abenteuer ist der Aufstieg auf die 45 Meter hohe Aussichtsplattform am Hochofen. Auf dem Gelände der früheren Kokerei liegt heute der Landschaftsgarten "Das Paradies". In den 25 Jahren, in denen das Gelände sich selbst überlassen war, haben es Tiere und Pflanzen zurückerobert.

Buchladen und Gastronomie mit regionaler saarländischer Küche: täglich 10 bis 18 bzw. 19 Uhr, Rathausstraße 75-79, 66302 Völklingen, Telefon 06898-9100100, www.voelklinger-huette.org

Sachsen: Dorado für Wanderer und Kletterer

Schroffe Felsen, enge Schluchten, markante Tafelberge: Vor etwa hundert Millionen Jahren entstand diese bizarre Landschaft der Sächsischen Schweiz im Meer. Auf geführten Wanderungen lernt man den urwüchsigen Nationalpark ganz neu kennen. Unter dem Motto "Die schönsten Felsgebilde am Malerweg" beispielsweise entdeckt man an Originalplätzen Motive bekannter Künstler. Eine andere Tour führt durch die romantischen Schluchten zur Schrammsteinaussicht mit phänomenalem Rundblick und über Eisenleitern und Eisentreppen wieder nach unten. Nationalparkführer informieren unterwegs über Geologie, Flora und Fauna sowie die Geschichte des Parks. Wanderer, die den Nationalpark lieber auf eigene Faust erkunden wollen, können sich an den farbigen Wegemarken orientieren.

Nationalparkverwaltung: An der Elbe 4, 01814 Bad Schandau, Telefon 035022-900600,
www.nationalpark-saechsische-schweiz.de / Tourismusverband in Pirna: www.saechsische-schweiz.de

Sachsen-Anhalt: Badesee mit Aussicht

Goitzsche stand jahrzehntelang für die intensive Braunkohleförderung. Doch 1999 flutete man die Tagebaulöcher und startete das weltweit größte Landschaftskunstprojekt. Seit 2005 ist der Große Goitzschesee - auch "Bitterfelder Meer" genannt - ein beliebtes Ausflugsziel zum Sonnenbaden, Schwimmen, Bootfahren und Angeln. Radfahrer und Skater schätzen den 25 Kilometer langen Rundweg, gemächlicher lässt sich der See von den Ausflugsschiffen aus erkunden. Das Wahrzeichen des Gewässers ist der 26 Meter hohe Pegelturm, der auf der Wasseroberfläche schwimmt und über eine 190 Meter lange Pontonbrücke zu erreichen ist. Wer die Stufen der Wendeltreppe des Turms erklimmt, wird für seine Mühen mit einer großartigen Aussicht belohnt.

Goitzsche spricht man übrigens wie "Gottsche" aus. Mehr Informationen bei Goitzsche Tourismus, Bismarckstraße 17b, 06749 Bitterfeld, Telefon 03493-9292920, www.goitzsche-tourismus.de

Schleswig-Holstein: Steilküsten und Stegspaziergang

Das Naturparadies Holnis bei Glücksburg produziert regelrecht kitschige Bilder aus Steilküsten, Bootsstegen, einsamen Stränden und einem Leuchtturm. Rundwanderer haben die See immer vor Augen, das dänische Ufer grün leuchtend dahinter, zahlreich durchpflügen Segeljachten das Stahlblau der Ostsee meist hart am Wind. Auf Holnis-Spitz, dem hintersten Zipfel, ziehen Salzwiesen als Rast- und Brutstätten See- und Zugvögel magisch an. Eine Handvoll Gästehäuser sowie die putzige Ferienhaussiedlung Bockholm-Wyk bringen Gäste vor Ort unter, sonst ist Glücksburg als Standort gefragt: Seit 1852 kann das Seebad mit dem berühmten Wasserschloss aufwarten - samt Promenade, Seebrücke und Strand.

Durch das Naturschutzgebiet Holnis führen gut ausgeschilderte Wanderwege, Routenbeschreibungen gibt es bei der Touristeninformation. Schloss Glücksburg: www.gluecksburg.de.

Thüringen: Fahrradtour zur Feiningerkirche

Lyonel Feininger, ein prägender Künstler der Moderne und Mitarbeiter am Bauhaus, lebte von 1919 bis 1936 in Weimar. In dieser Zeit schuf er zahlreiche Bilder von Kirchen und Dörfern im Umland der Stadt, die er nach den Ortschaften benannte und durchnummerierte. Auf den Spuren Feiningers führt eine 30 Kilometer lange Radtour durch Weimar und dessen südliche Umgebung im reizvollen Landschaftsschutzgebiet Mittleres Ilmtal. An markanten Stationen entlang der gut ausgeschilderten Strecke stehen große Glasaufsteller, die eine Abbildung eines Feininger-Gemäldes zeigen - gleichzeitig blickt man dort auf das Originalmotiv. Die schöne Kunst-Tour führt von der Bauhaus-Universität unter anderem nach Niedergrunstedt, Gelmeroda, Possendorf, Vollersroda, Mellingen und Oberweimar.

Informationen und Karten zum Feininger-Radweg sowie über Themenführungen gibt es in der Touristen-Information, Markt 10 und Friedenstraße 1, 99423 Weimar, www.weimar.de

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Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
lyonel_q 20.07.2015
1. zum Thüringen-tip
Den Feininger-Radwanderweg habe ich auch schon vielen Gesprächspartnern vorgeschlagen. Der hier verwendete Werbetext enthält leider einen krassen Faktenfehler. Feininger blieb zwar zeitlebens im Künstlerherzen dem Weimarer Land verbunden, seine persönliche Anwesenheit war jedoch viel kürzer (die weimarer "Bauhaus"-Zeit endete bekanntlich 1925 mit dem Umzug nach Dessau).
quentinleandros 21.07.2015
2. Klasse Tipps allein beim Durchswitchen
Vielleicht hole ich mir das Buch wirklich demnächst. Danke SPON für den netten Tipp
112211 04.08.2015
3. Tipps ...
So mancher der genannten Tipps ist doch eher kein Tipp. Jene aus Bremen und Hamburg haben wohl kaum das Zeug zum Ausflugstipp, der von Berlin ist da wenigstens noch exotisch. Der Tipp für Sachsen-Anhalt erscheint einem doch etwas lächerlich, wenn man bedenkt, dass es in dem Bundesland doch weit besseres zu sehen und erleben gibt.
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