Sächsische Schweiz Basteifelsen bekommt schwebende Aussichtsplattform

Mehr als eine Million Touristen besuchen jährlich den Basteifelsen in der Sächsischen Schweiz. Doch der Fels ist porös, betreten verboten. Nun haben Ingenieure eine Lösung gefunden.

SIB

Zwei Jahre werden die Bauarbeiten dauern, dann soll die Aussicht wieder top und vor allem sicher sein: Der berühmte und aus Sicherheitsgründen derzeit teilgesperrte Basteifelsen in der Sächsischen Schweiz bekommt eine neue Aussichtsplattform. Künftig werden Besucher über einen schwebenden Steg gehen, um ins Elbsandsteingebirge oder in die Tiefe auf die Elbe zu schauen.

Die knapp 200 Meter hohe Basteiaussicht ist mit jährlich mehr als einer Million Touristen eine beliebte Sehenswürdigkeit. Seit Mitte 2016 aber sind die vorderen zehn Meter des Felsens aufgrund des schlechten Zustandes des Untergrundes gesperrt. Nach Einschätzung der Fachleute ist der Sandstein dort porös.

In drei Phasen werden nun ab Dezember der Fels gesichert und die Plattform gebaut. Die Konstruktion wird sich im hinteren Bereich des Felsens abstützen und nach vorn hin in geringer Höhe frei hängen. Der Freistaat Sachsen investiert eine Million Euro in das Projekt. Bis 2019 müssen Touristen auf die Wiederherstellung der beliebten Basteiaussicht noch warten.

ele/dpa



insgesamt 16 Beiträge
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herwescher 13.11.2017
1. Früher war der Basteifelsen noch in Ordnung ...
... und ich habe - trotz Höhenangst - auf ihm gestanden. Zugegeben: Nicht ganz vorne ... Durch den Klimawandel ist er aber inzwischen so bröckelig geworden, dass ein Betreten tatsächlich nicht mehr ratsam ist. Ob es allerdings ästhetisch von Vorteil ist, einen solch exponierten Felsvorsprung durch eine Plattform zu überdachen, kann wohl guten Gewissens verneint werden ...
bajanibash 13.11.2017
2. Die vorderen 10 Meter NATUR
können nicht mehr betreten werden? Da muss man wirklich mit einer Terasse aushelfen. Warum nicht gleich ein Skywalk wie am Grand Canyon?
Frankonia 13.11.2017
3. Sehe ich auch so,
schön ist das nicht aber bei dem Konstrukt geht es halt um Geld und eher nicht obe es ästhetisch von Vorteil wäre. Und vielleicht hat man dabei an ein Amerikanisches Vorbild gedacht. US Indianer, die Hualapai, verwalten dort den weltweit bekannten Grand Canyon Skywalk. Und in einem heutigen TV Beitrag darüber war zu hören dass sich auch die Indianer bis heute uneins sind ob man das hätte machen sollen. Hier mal ein Auszug im Original aus http://www.grand-canyon.de/grand-canyon-skywalk: "...Darüber hinaus stellt das Projekt um den Nervenkitzel ein ausgesprochen wiedernatürliches Erlebnis inmitten einer grandioser Naturlandschaft dar. Auch Teile der Hualapai beklagen die Entweihung ihres angestammten Landes durch derart kommerzielle Vergnügungseinrichtungen. Nicht zuletzt bleibt zu befürchten, dass der Grand Canyon Skywalk bei entsprechendem wirtschaftlichen Erfolg nur der Anfang einer ganzen Reihe weiterer touristischer Einrichtungen sein könnte. Bereits jetzt wird über eine Gondel vom Rand hinunter zum Grund des Grand Canyons nachgedacht..." MfG
th.diebels 13.11.2017
4. Natur ist Natur
bitte die Natur nicht weiter mit irgendwelchen "Plattformen" verschandeln ! Fels ist brüchig ? kostengünstige Lösung: einfach das Absperrgitter ein paar Meter zurücksetzen !
herwescher 13.11.2017
5. Eine sehr einseitige Betrachtungsweise ...
Zitat von Frankoniaschön ist das nicht aber bei dem Konstrukt geht es halt um Geld und eher nicht obe es ästhetisch von Vorteil wäre. Und vielleicht hat man dabei an ein Amerikanisches Vorbild gedacht. US Indianer, die Hualapai, verwalten dort den weltweit bekannten Grand Canyon Skywalk. Und in einem heutigen TV Beitrag darüber war zu hören dass sich auch die Indianer bis heute uneins sind ob man das hätte machen sollen. Hier mal ein Auszug im Original aus http://www.grand-canyon.de/grand-canyon-skywalk: "...Darüber hinaus stellt das Projekt um den Nervenkitzel ein ausgesprochen wiedernatürliches Erlebnis inmitten einer grandioser Naturlandschaft dar. Auch Teile der Hualapai beklagen die Entweihung ihres angestammten Landes durch derart kommerzielle Vergnügungseinrichtungen. Nicht zuletzt bleibt zu befürchten, dass der Grand Canyon Skywalk bei entsprechendem wirtschaftlichen Erfolg nur der Anfang einer ganzen Reihe weiterer touristischer Einrichtungen sein könnte. Bereits jetzt wird über eine Gondel vom Rand hinunter zum Grund des Grand Canyons nachgedacht..." MfG
Warum sollte es so sein, dass die "Bio-Amerikaner" ein Privileg auf bestimmte Regionen haben. Die Neu-Amerikaner waren ja Flüchtlinge aus den Armuts-Regionen Europas. Nach so vielen Generationen sollten sie aber die gleichen Rechte besitzen, wie die sog. "Ur-Einwohner". Alles andere wäre undemokratisch, nationalistisch und durch nichts gerechtfertigt. Dann könnte man auch besondere Rechte für "Bio-Deutsche" fordern. Die AfD würde sich freuen ...
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