Deutsche Bahn Lagezentrum soll für mehr Pünktlichkeit sorgen

81 Prozent pünktliche Züge: Dieses Ziel musste die Bahn bereits kassieren. Nun soll laut einem Zeitungsbericht ein neues "Lagezentrum Pünktlichkeit" helfen. Zudem kündigt Bahnchef Lutz an, digitale Check-ins einzuführen.

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Die Deutsche Bahn will ihre Züge pünktlicher machen und plant deshalb ein neues Lagezentrum. Außerdem sollen Fahrkartenkontrollen zukünftig teilweise überflüssig werden. Das Zugpersonal soll sich stattdessen besser um die Fahrgäste kümmern - und guten Kaffee servieren.

"Für ein Unternehmen, das viel unter freiem Himmel arbeitet, ist die Zunahme extremer Wetterphänomene eine echte Aufgabe. Wir bauen deshalb derzeit mit Hochdruck ein 'Lagezentrum Pünktlichkeit' auf", sagte Bahnchef Richard Lutz der "Bild am Sonntag". Dort sollen künftig alle Informationen zusammenlaufen, die die Bahn brauche, um die Pünktlichkeit zu verbessern.

Bei Unwettern soll es so zu weniger Ausfällen kommen. Zuvor hatte Lutz bereits eine bessere Kontrolle der Vegetation an den Gleisen angekündigt. So sollen Streckensperrungen durch umgestürzte Bäume verhindert werden.

"Einen guten Kaffee servieren"

Gerade Stürme haben laut Lutz dafür gesorgt, dass die Bahn ihr Pünktlichkeitsziel von 81 Prozent im vergangenen Jahr nicht einhalten konnte. Hinzu kam die wochenlange Sperrung der Rheintalbahn. Für dieses Jahr peilt Lutz eine neue Marke an: "Unser Ziel im Fernverkehr liegt für bei 82 Prozent. In den ersten zwei Monaten haben wir über 81 Prozent Pünktlichkeit erreicht."

Auf der neuen ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-München liegt die Pünktlichkeit mittlerweile bei rund 85 Prozent, besser als im Rest der Republik. Die Zahl der Fahrgäste habe sich dort von täglich 5000 auf 10.000 verdoppelt.

Lutz will außerdem Fahrkartenkontrollen teilweise überflüssig machen. Helfen soll ein neues digitales Check-in. Wer einen Platz reserviert hat, soll sich künftig selbst über das Smartphone einchecken können. Die Zugbegleiter würden dadurch automatisch erfahren, dass der Fahrgast auf seinem Platz sitzt. "So kann sich das Zugpersonal anstelle der Fahrscheinkontrolle mehr um die individuellen Wünsche der Fahrgäste kümmern. Etwa darum, einen guten Kaffee zu servieren", sagt Lutz.

koe

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