Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Deutsche Bahn: Software-Panne macht persönliche Kundendaten sichtbar

Peinliche Datenpanne bei der Deutschen Bahn: Im neuen elektronischen Ticketsystem "Touch & Travel" waren nach der persönlichen Anmeldung Kundendaten für nachfolgende Nutzer sichtbar. Das Portal wurde bis auf weiteres für Neuregistrierungen gesperrt.

Reisezentrum der Bahn: Software-Problem bei "Touch & Travel" Zur Großansicht
DPA

Reisezentrum der Bahn: Software-Problem bei "Touch & Travel"

Berlin - Das neue elektronische Ticketsystem "Touch & Travel" der Deutschen Bahn soll Buchungen noch einfacher machen - einfacher machte es jedoch zunächst das Einsehen von persönlichen Daten. Nachdem es bei der Anmeldung zum Fahrscheinsystem im Internet eine Datenpanne gab, wurde das Portal für die Registrierung von Kunden bis auf weiteres gesperrt, sagte ein Bahnsprecher am Mittwoch.

Der Hessische Rundfunk (HR) hatte über das Software-Problem berichtet. Demnach waren Daten von Kunden, die sich neu registriert hatten, in der Anmeldemaske auch für nachfolgende Kunden einsehbar. Zu den Daten gehörten Adresse, Telefonnummer und Bankverbindung.

Der Bahnsprecher sagte, ein Kunde habe am Dienstag nach dem ersten Anmeldeschritt auf seinem Computer-Bildschirm persönliche Daten eines anderen Nutzers gesehen. Daraufhin habe er den Vorgang abgebrochen und die Bahn informiert. Alle anderen Funktionen auf der Bahn-Website seien nicht betroffen und könnten genutzt werden. Die Funktion bleibe deaktiviert, "bis der Fehler gefunden ist", sagte der Sprecher.

Für "Touch & Travel" braucht man ein Handy und ein spezielles Zusatzprogramm ( App). So kann man sich bei Reiseantritt anmelden und bei Fahrtende wieder abmelden. Auf diese Weise entfällt der Kauf einer Fahrkarte, die Kosten für die Fahrt werden von dem System kalkuliert und dann in Rechnung gestellt.

Das Handy-Ticketsystem "Touch & Travel" war nach knapp vier Jahren Testphase am 1. November 2011 offiziell in Betrieb gegangen. Derzeit gibt es nach Angaben der Bahn etwa 15.000 Kunden.

lgr/dpa/AFP/dapd

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Was haben wir gelacht... Testphase - hihi
sbo 03.11.2011
Das mit der 4 jährigen Testphase finde ich am lustigsten. Wahrscheinlich wurde schon vor dem ersten iPhone eine APP und das System programmiert, um es dann nachzuberechnen und "ausführlich" 4 Jahre lang zu testen ;-) War bestimmt wieder mal T-Systems und hat Anfangs wahrscheinlich nur 4 Mio., später 8 Mio. gekostet, oder?? Ich will gar nicht wissen, wie teuer es war. Tatsache ist und war, wenn solche Projekte "oben" in Auftrag gegeben wurden, dann wurden diese auch von großen Firmen produziert. Die Qualität ist aber immer auf der Strecke geblieben. Noch ein Beispiel war damals die Internetseite der Agentur für Arbeit. Hatte damals Millionen gekostet und war höchstens ein Zehntel Wert. Armes Land der "Denker" ;-(
2. Nicht alles hat Apple erfunden...
flyhigh79 03.11.2011
Zitat von sboDas mit der 4 jährigen Testphase finde ich am lustigsten. Wahrscheinlich wurde schon vor dem ersten iPhone eine APP und das System programmiert, um es dann nachzuberechnen und "ausführlich" 4 Jahre lang zu testen ;-) War bestimmt wieder mal T-Systems und hat Anfangs wahrscheinlich nur 4 Mio., später 8 Mio. gekostet, oder?? Ich will gar nicht wissen, wie teuer es war. Tatsache ist und war, wenn solche Projekte "oben" in Auftrag gegeben wurden, dann wurden diese auch von großen Firmen produziert. Die Qualität ist aber immer auf der Strecke geblieben. Noch ein Beispiel war damals die Internetseite der Agentur für Arbeit. Hatte damals Millionen gekostet und war höchstens ein Zehntel Wert. Armes Land der "Denker" ;-(
Wieso sollte es vor dem ersten iPhone keine Apps gegeben haben? Schon mal von J2ME gehört? Damit liefen schon zur Jahrtausendwende JAVA-Apps auf vielen Handys. Apps wurden NICHT von Apple erfunden! Ganz im Gegenteil, als das erste iPhone kam, konnte man eben KEINE Apps installieren weil Herr Jobs das für unsinnig hielt. Erst die Kritik der Fachpresse und der Kunden hat zu dem Umdenken geführt...
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




SPIEGEL.TV