Von Nordsee bis Bayern Die 15 besten Hofcafés und Gartenlokale

Der schönste Ausflug wird gekrönt durch das Kuchenfuttern auf Sonnenterrassen. Vor allem in Deutschlands Norden haben Hofcafés und Gartenlokale Tradition, doch auch im Süden gibt es die ganz besonderen Idyllen.

Michael Holz für der Feinschmecker

Herrenhaus Hoyerswort, Nordfriesland: Feines vor Renaissance-Kulisse

Die Kulisse dieses Cafés in Oldenswort zwischen Husum und Sankt Peter-Ording bildet eine eindrucksvolle Anlage mit Renaissance-Gutshaus und großem reetgedecktem Bauernhaus. Ausflügler und Stammgäste wissen die ehemalige Vorstube mit altem Gebälk und die Sonnenterrasse samt großem Garten zu schätzen.

Fotostrecke

16  Bilder
Ausflugslokale: Sommerfrische mit Friesentorte

Die Kuchen und Torten überzeugen durch Handwerkskunst und feinen Geschmack. Auch die hausgemachten Kekse sind sehr gut, ein Muss ist allerdings der reich belegte Apfelkuchen mit gebrannten Mandeln. Fast noch besser als Kaffee passt dazu ein Glas Apfelwein aus Früchten von der eigenen Streuobstwiese.

www.hoyerswort.de

Café Cupedia, Dänischer Wohld: Cupcakes und Motto-Torten

Dass der Name dieses Cafés in Wulfshagen zwischen Eckernförde und Kiel Programm ist, kann jeder Gast bestätigen, der die saftigen Kuchen und kreativen Cremetorten probiert hat: "Cupedia" ist lateinisch für "Köstlichkeiten". Zu denen zählen nicht nur die vielen ausgefallenen und akkurat verzierten Mottotorten, die es auf Bestellung gibt, sondern auch die cremigen, mit Blüten dekorierten Cupcakes (Foto) und die frischen Obsttörtchen.

Gefunden in

Sehr gut und angenehm natürlich schmeckt hier zum Beispiel die Erdbeer-Quark-Torte mit ganzen Früchten. Dazu bekommt man im Landhaus-Ambiente ausgezeichneten Kaffee in Barista-Qualität, bei schönem Wetter auch draußen im gekiesten Garten mit Blick in den Wald. Täglich wird ein sehr gutes Frühstück angeboten, am Wochenende ist es ein üppig bestücktes Brunchbuffet.

www.cafe-cupedia.de

Landcafé Engelau, Holsteinische Schweiz: einfach in die Küche spazieren

Wie bei Freunden spazieren Gäste in die Küche und suchen sich eine der verlockenden Torten aus: Eierlikör-Haselnuss, Friesentorte, Preiselbeer-Mohn oder Pfirsich Melba (Foto), gebacken nach Rezepten der Inhaberin Gisela Terjung und ihrer Enkelin Sophie mit Eiern von eigenen Hühnern.

Erst 2010 hat die Familie den idyllischen Hof mit großem Garten gekauft und saniert - im schönen Landhausstil mit Backstein und Pastelltönen in den Stuben. Längst hat das Café in Engelau nahe der Hohwachter Bucht eine große Fangemeinde: An Regentagen ist drinnen bald jeder Platz besetzt, an den großen Tischen kommt man schnell ins Gespräch. Am schönsten aber sitzt man im Garten. Wer sich nicht trennen kann: Es gibt auch Zimmer und Ferienwohnungen.

www.ferienhof-engelau.de

Bauernhofcafé am Dodauer Forst, Eutin: kleine Auswahl feiner Torten

Nicht weit vom Schloss Eutin tummeln sich auf dem Hof in Dodau Ziegen, Kaninchen und auch Kinder, die in der Heuherberge übernachtet haben. Am Wochenende öffnet um 14 Uhr das beliebte Café. Umgeben von Wiesen und Wäldern, suchen hier viele Ausflügler bei einem ordentlichen Stück Torte und frischer Landluft Erholung.

Die Auswahl ist recht klein, dafür backt Familie Biss jede Torte selbst. Das merkt man gleich, etwa bei der umwerfenden Pflaumen-Mohn-Torte oder der Erdbeer-Sahne-Torte. Die ist nicht überzuckert und enthält viel Frucht - wunderbar!

www.dodau.de

Hofcafé Klinder, Mecklenburgische Seenplatte: Der beste Kuchen an der Müritz

In Dahmen gibt es die besten Torten und Kuchen an der Müritz. Die Dielen des Fachwerkhauses knarren, wenn Birgit Klinder das Backwerk aus der Küche in den wilden Bauerngarten bringt, wo die Gäste unter alten Apfelbäumen sitzen.

Ist viel los, packen die Nachbarinnen mit an: Man hilft sich in dieser spärlich besiedelten Gegend. Mehl, Milch, Eier, Obst - so gut wie alles stammt vom Biohof am Malchiner See, so auch Boskoop, Cox Orange und Goldrenette für den fantastischen Apfelkuchen. Schöner Hofladen, gemütliche Stuben.

www.hofcafe-klinder.de

Hofcafé Ottilie, Altes Land: sortenreines Apfelmus

Michael Holz für der Feinschmecker

Ottilie heißt eigentlich Kerstin Hintz und betreibt mit viel Leidenschaft ihren Biohof mit Café, Imkerei und Manufaktur. Sie arbeitet in einer Idylle: Bienen summen umher, im Garten wachsen Wildkräuter, im Frühling blühen überall Obstbäume. Für die saftigen Kuchen und Torten fahren die Hamburger liebend gern nach Mittelnkirchen.

Im Caféhäuschen oder im lauschigen Garten entspannen sie sich bei einem großen Stück Heidelbeer-Quark-Sahne-Torte oder einem wunderbar lockeren Käsekuchen - unser Favorit ist aber Ottilies cremig-frische Apfeltorte. Im Laden gibt es Chutneys, Aufstriche und auch sortenreine Apfelmus-Sorten aus der Hofmanufaktur.

www.biohof-ottilie.de

Café Augustenhöh, Lüneburger Heide: verwunschene Jugendstilvilla

Michael Holz für der Feinschmecker

Wie verwunschen steht die Jugendstilvilla in Hanstedt am Waldrand im Norden der Lüneburger Heide. Einst Landsitz einer Hamburger Reederfamilie, dient sie heute als kleines Bed & Breakfast mit Café im Erdgeschoss. Besonders im großen Garten vor dem Haus rasten viele Spaziergänger gerne.

Herzlich werden sie von Donnerstag bis Sonntag mit einem kostenlosen Glas Brunnenwasser empfangen und danach mit selbst gemachten Tartes und Kuchen von bester Qualität versorgt. Unser Tipp: der italienische Schoko-Mandel-Kuchen. Am Morgen gibt's Frühstück oder Brunch.

www.augustenhoeh.de

Mutter Fourage, Berlin-Wannsee: Sommerfrische mit Friesentorte

Heribert von Reiche

Im Hof klappern Kuchengabeln, summen Hummeln, blühen Stockmalven: Die 118 Jahre alte "Fourage" ist ein zauberhaftes Ziel in Berlins Sommerfrische-Stadtteil. Einst wurde Pferdefutter verkauft, heute bekommt man Pflanzen und Feinkost; auch Konzerte und Ausstellungen finden statt.

Im Hofcafé hofft Chefin Dagmar Wohlgemuth von Reiche, dass die beliebte Friesentorte mit Pflaumenmus und Sahne nicht ausgeht. Ein Dutzend Torten und Kuchen der Biokonditorei "Tillmann" ist stets im Angebot, etwa Donauwelle, Bienenstich oder Schoko-Trüffel-Torte. Badesachen einpacken, der Wannsee ruft!

www.hofcafe-berlin.de

Vennekenhof, Münsterland: Bauerncafé im Kuhstall

Der Hof in Raesfeld ist perfekt für einen Ausflug ins Münsterland: Im ehemaligen Kuhstall hat die Familie Bleker ein beliebtes Bauerncafé eingerichtet. Ob Himbeer-Schmand-Schokoladen-Torte, Stachelbeer-Baiser oder Erdbeer-Quark-Sahne-Torte, alles kommt frisch aus der eigenen Backstube.

Pfannkuchen gibt es zur Saison mit Blaubeeren oder Pflaumen, Kaffee liefert die Privatrösterei "Küper" aus dem nahen Heiden. Ist es zu frisch für Terrasse und Bauerngarten, bietet ein lichter Wintergarten Aussicht ins Grüne. Dazu ein Hof- und Blumenladen.

www.vennekenhof.de

La Chocolaterie, Leipzig: Elsässer Eis mit Salzkaramell

Seit Isabelle Léonard und Alexandra Picouays in den grünen Stadtteil Schleußig gezogen sind, gehört zu ihrer Chocolaterie eine zauberhafte Terrasse hinter dem Haus, von der ein Weg direkt in den großen Stadtpark führt.

Entrückt vom Trubel der Innenstadt, kann man hier zur heißen Schokolade einen gâteau de voyage bestellen, einen mit Nuss-Nougat gefüllten Biskuitkuchen. Die beiden Französinnen stellen feine Trüffeln und Macarons her, backen Crêpes, Tartes und coulants (mit flüssigem Schokokern). Bestens schmeckt auch das Elsässer Eis, etwa mit Salzkaramell.

www.la-chocolaterie.de

Mühle Schmilka, Sächsische Schweiz: wagenradgroße Kuchen

Albergo GmbH

Unmittelbar vor der deutsch-tschechischen Grenze steht die Schmilk'sche Mühle aus dem 17. Jahrhundert, um die später die Siedlung Schmilka entstand, heute ein Ortsteil von Bad Schandau. 2012 wurde die Mühle wiederbelebt, nun gehören auch ein Hotel und eine Biobäckerei mit Café dazu.

Neben der Terrasse rauscht das Quellwasser und treibt das Mühlrad an. Radler auf Elbtour Richtung Prag machen hier gerne Halt. Spezialität des Hauses sind wagenradgroße Kuchen mit Obst oder herzhaften Zutaten, auch Quark- und Streuselkuchen und Hefestückchen sind im Angebot. Die Früchte kommen meist von den nahen Streuobstwiesen; gebacken wird, bis es aufgebraucht ist, mit eigenem Biomehl.

www.mühle-schmilka.de

Patisserie Bergmann, Thüringen: opulente Torten und feine Macarons

Doreen Bergmann (Foto) backt liebend gern und hat sich in einer restaurierten Scheune an der Talsperre Zeulenroda im Südwesten Thüringens den Traum von der eigenen Patisserie erfüllt.

Mit einem Repertoire von 100 Rezepten, Früchten aus dem Garten und auch mal ungewohnten Zutaten wie Rosmarin und Chili bietet sie saftige Blechkuchen, opulente Torten und feine Macarons an, denen man sich am besten im großen Innenhof des Fachwerk-Ensembles widmet.

www.sweet-and-tasty.de

Hofgut Dapprich, Westerwald: Schichttorte mit Pflaumen und Zimtsahne

Ein 500 Jahre altes Fachwerkhaus zeugt von der langen Tradition des Hofguts in Seck an der Holzbachschlucht, das Petra und Bernd Schneider (Foto) in fünfter Generation betreiben. Landwirte sind sie nicht mehr, dafür Wirte eines gemütlichen Hofcafés mit zwei Terrassen. Es gibt auch Blechkuchen, besonders beliebt aber sind die selbst gebackenen Torten.

Wenn möglich, werden die mit frischem Obst aus der Region bereitet. So ist im Herbst zum Beispiel die Schichttorte mit Pflaumen und Zimtsahne ein Renner. Klassiker sind die ganzjährig vorrätige Stachelbeer-Baiser-Torte und am Sonntag die Schwarzwälder Kirschtorte. Beliebt sind auch die Waffeln, etwa mit Zimt-Eis und karamellisierten Mandeln.

www.hofgut-dapprich.de

Lagerhaus an der Lauter, Schwäbische Alb: Idyll mit Terrasse am Fluss

Der unscheinbare Name bezeichnet ein Idyll in Gomadingen-Dapfen im Großen Lautertal. Im Café mit Garten und Terrasse direkt am Fluss genießen Ausflügler die Erzeugnisse des "Lagerhauses": Kaffeespezialitäten aus der eigenen Rösterei, Trinkschokolade und Pralinen aus der eigenen Chocolaterie mit ungewöhnlichen Zutaten wie der regionalen Kornelkirsche sowie mit Dinkelmehl gebackene Kuchen und Torten.

Stets eine gute Wahl sind die Varianten mit Schokolade, aber auch der Birnen-Mohn-Kuchen schmeckt köstlich. In einem gläsernen Anbau werden Naturseifen hergestellt.

www.lagerhaus-lauter.de

Café Winklstüberl, Oberbayern: sündigen im ehemaligen Klostergasthaus

Marcella Merk

Wunderbarer Bergblick, urig-bayerisches Ambiente und eine atemberaubende Auswahl an Kuchen und Torten - das "Stüberl" in Fischbachau östlich von Tegernsee und Schliersee ist ein Kultort. Es gibt sogar einen "Winklstüberl"- Song, und Chefin Thekla Mairhofer genießt Promi-Status.

Schon um 1300 wurde das Gasthaus in Schriften erwähnt. Lange gehörte es zum Kloster Fischbachau, heute darf hier gesündigt werden: Bayerische Creme, Schwarzwälder Kirsch oder Flockensahne (Foto) sind im Angebot, gebacken wird nach überlieferten Rezepten. Blickfang sind rund 700 Kaffeemühlen. Der Stopp mit großem Biergarten lohnt jeden Umweg für Wanderer, Auto- und Motorradfahrer .

www.winklstueberl.de

Mehr zum Thema
Newsletter
Die schönsten Reiseziele: Nah und Fern


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.