Düsseldorf - Flugreisende müssen sich bis zum Wochenende an den Airports in Düsseldorf und Köln/Bonn auf Verspätungen und Flugausfälle einstellen. Hintergrund ist ein Streik des Sicherheitspersonals. Am Donnerstagmorgen legten insgesamt rund 370 Mitarbeiter ihre Arbeit nieder, wie eine Sprecherin der Gewerkschaft Ver.di bestätigte.
Am Düsseldorfer Flughafen fielen bis zum Nachmittag 147 Flüge aus, berichtete ein Sprecher. "Die Maschinen, die rausgehen, sind oftmals auch leer." Am Köln/Bonner Flughafen wurde knapp ein Drittel der insgesamt 170 Flügen abgesagt. In erster Linie musste die Lufthansa ihren Flugplan zusammenstreichen.
Der Flugverkehr sei erheblich beeinträchtigt, sagte ein Sprecher des Flughafens Köln/Bonn. Auch hier starteten leere Maschinen, um wenigstens die Anschlussflüge an anderen Airports zu bewältigen.
"Wir werden die Branche, wenn es sein muss, auch durch mehrtägige Streiks aus dem Niedriglohnsektor herausholen", hatte Andrea Becker, Ver.di-Fachbereichsleiterin für die Sicherheitsbranche in NRW, angekündigt. Im NRW-Sicherheitsgewerbe arbeiten nach Verdi-Angaben 34 000 Beschäftigte.
Die Streikbeteiligung habe die Erwartung der Gewerkschaft übertroffen, sagte Becker. In Düsseldorf hätten 95 Prozent der Frühdienst-Beschäftigten ihre Arbeit niedergelegt, in Köln 80 Prozent. Wie vergangene Woche in Hamburg will Ver.di den Druck für die Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft erhöhen.
dkr/cte/dapd/rtr
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