Rappbodetal Längste Hängeseilbrücke der Welt eröffnet im Harz

Mehr als 440 Meter lang soll sie sein: Am Sonntag eröffnet die neue Hängeseilbrücke für Fußgänger im Harz. Sie wäre weltweit die längste ihrer Art.

DPA

Wenn am Sonntag die ersten Fußgänger über die neue Brücke im Rappbodetal spazieren, darf sich der Harz wohl mit einem internationalen Rekord brüsten. In Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge eröffnet am Wochenende die längste Hängeseilbrücke der Welt. Dies versprechen zumindest die Betreiber, eine Eventfirma aus der Stadt Oberharz am Brocken.

Um die genaue Längenangaben macht das Unternehmen zwar bisher ein Geheimnis, doch auf seiner Website wird der Rekord schon angepriesen. Zahlen sollen erst am Eröffnungstag bekannt gegeben werden.

Das Bauwerk mit dem Namen Titan-RT soll länger sein als die derzeit längste Hängeseilbrücke ihrer Art, die im russischen Sotschi steht und 439 Meter misst. Die Nummer zwei der Weltrangliste steht in Tirol: die highline179, sie ist 406 Meter lang.

Die Anziehungskraft von Bauwerken dieser Art zeigte sich erst kürzlich in einem Seitental der Mosel. Mitten im Hunsrück lockt seit 2015 die sogenannte Geierlay Touristen in Scharen an. Im ersten Jahr sollen es mehr als 370.000 Menschen gewesen sein, die über die bisher längste Hängeseilbrücke Deutschlands (360 Meter) gingen.

Während die Nutzung der Geierlay im Hunsrück kostenlos ist - es sind nur Parkplatzgebühren fällig-, werden Fußgänger für die Überquerung des Rappbodetals im Harz sechs Euro bezahlen müssen.

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Hängeseilbrücke im Harz: Weltrekord an der Talsperre

Die Brücke war in gut zehn Monaten Bauzeit entstanden. Sie ist 1,20 Meter breit und ist an vier Hauptseilen befestigt, die 65 Millimeter dick sind. Abenteuerlustige können sich von der Brücke auch per Pendelsprung etwa 70 Meter in die Tiefe stürzen und gesichert durchs Tal schwingen.

jus/dpa

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mischamai 05.05.2017
1. nachmachen ist albern
Unsere Brücke im Hunsrück war die Erste dieser Art,bleibt die Höchste und Schönste,das noch kostenlos inmitten einer der schönsten Regionen Deutschlands.Wir haben fast eine halbe Million Besucher bis jetzt und bei uns kann man die 6 Euro stecken lassen oder für ein leckeres Essen verwenden im Erlebnisrestaurant.
widower+2 05.05.2017
2. In Deutschland vielleicht
Zitat von mischamaiUnsere Brücke im Hunsrück war die Erste dieser Art,bleibt die Höchste und Schönste,das noch kostenlos inmitten einer der schönsten Regionen Deutschlands.Wir haben fast eine halbe Million Besucher bis jetzt und bei uns kann man die 6 Euro stecken lassen oder für ein leckeres Essen verwenden im Erlebnisrestaurant.
Die erste war Eure Brücke im Hunsrück mit Sicherheit nicht. Ich bin zum Beispiel schon von über 40 Jahren über die Capilano Suspension Bridge in Vancouver gegangen, die es seit mehr als 100 Jahren gibt.
andreasclevert 05.05.2017
3. Geyerlay...
Nachdem der Kommentar #1 so unverblümt Werbung betreibt, mache ich das. Denn ich MÖCHTE in Kürze auf meinem Papablog (www.vaterdaswein.wordpress.com) von unserm Ausflug zur Geyerlay-Hängebrücke berichten. Auszugsweise hier aber vorab: Wir waren vergangenen Sonntag bei recht frischem Wind dort. Und die Sache - auch mit Kindern - ist prinzipiell sehr cool. Ich hatte den Eindruck weniger durch den Wind als durch die Bewegungen der Leute auf der Brücke kann die Sache schon ganz nett ins Schwingen kommen (alle Schulkenntnisse zur Eigenfrequenz bei Schwingungsbewegungen wollte ich mir in diesem Moment auf der Brücke nicht wirklich überlegen). Jedenfalls gibt das der Sache noch einen Extra-Thrill, wie auch die Seitenbalken, die eher lose in ihren Schrauben liegen (das hat sicherlich einen technischen Grund...). Die Bodenplanken sind sehr stabil (ein hinter mir laufender Schreiner, ohne Witz, bestätigte mir das...), allerdings wären versenkte Schrauben wegen Stolpergefahr schon besser gewesen... Was gar nicht cool ist, ist die Infrastruktur darum herum, das Örtchen scheint durch den großen Ansturm noch überfordert zu sein, Wildparken ist gang und gäbe, obwohl auf dem (harmlos) gebührenpflichtigen Parkplatz noch Plätze sind. Abendessen sollte man dort nicht nach 19:00 Uhr versuchen, wir hatten jedenfalls keinen Erfolg damit (allerdings woanders, wofür ich jetzt KEINE Werbung machen möchte). Fazit: Die Hängerbrücke Geyerlay lohnt sich auf jeden Fall, aber die Infrastruktur darum herum ist stark verbesserungswürdig....
nunu-na 05.05.2017
4.
Verstehe ich das richtig? Es geht nur um das Überqueren der Hängebrücke, nicht unbedingt darum von A nach B zu kommen - und dafür soll man 6 Euro bezahlen? Die Aussicht ist über dem Tal bestimmt nett, aber kann man das genießen, wenn man sich mit anderen über den schmalen Weg schiebt? Der Pendelsprung klingt nach Spaß, alles andere nach einem teuren Kurzspaziergang ohne Sinn.
butzibart13 05.05.2017
5. Fast wie eine olympische Disziplin
In Deutschland ist ein Wettbewerb bei den Touristenattraktionen eingetreten, wer baut die höchsten und längsten Hängeseilbrücken über Täler. Von Brücken im Ausland wie China, USA, Russland oder im Alpenbereich sei mal ganz abgesehen. Im Rahmen einer möglichen BUGA 2031 im Weltkulturerbe Mittelrhein gibt es Gedanken, eine Hängebrücke über den Rhein zu bauen - natürlich mit Glasböden.
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