Hamburg feiert 826. Hafengeburtstag Tuuuuut, Tuuuuut!

Schlepper, Jachten, Großsegler: Rund eine Million Menschen sind am Wochenende nach Hamburg gekommen, um den Geburtstag des Hafens zu feiern.

DPA

Regenschirme, Windjacken, Mützen - die Menschen, die an diesem Wochenende nach Hamburg gekommen sind, haben sich dick eingepackt. Es regnete viel, als die Hansestadt den Hafengeburtstag feierte - erst am Sonntagnachmittag klarte es auf. 826 Jahre soll es her sein, dass Kaiser Friedrich Barbarossa 1189 mit einem Freibrief den Handel ermöglicht haben soll. Den Hafengeburtstag in seiner jetzigen Form gibt es aber erst seit 1977.

Am Sonntag schloss die Auslaufparade die Feiern ab. Rund 300 Schiffe fuhren bei Sonnenschein elbabwärts an den Zehntausenden an den Landungsbrücken vorbei. Zu dem Lied "Time to Say Goodbye" führte der polnischen Großsegler "Dar Mlodziezy" die Formation an.

Zehntausende Besucher sahen dabei zu, wie die bis zu 5000 PS starken Schiffe trotz starkem Wind, Flut und Wellengang zu klassischem Walzer und Rockmusik ihre Pirouetten drehten: Das traditionelle Schlepper-Ballett war am Samstag der Höhepunkt des Hafengeburtstags. Prominente Gäste waren zudem das Segelschulschiff "Gorch Fock", das die Einlaufparade anführte sowie das Kreuzfahrtschiff "Queen Elizabeth".

Dem Veranstalter zufolge waren an den drei Tagen wie erwartet insgesamt eine Million Menschen gekommen - trotz Befürchtungen, Unwetter und Bahnstreik könnten Gäste fernhalten. "Wir sind sehr zufrieden", sagte eine Sprecherin der Hamburg Messe und Congress.

Am späten Samstagabend erleuchtete ein Feuerwerk den Himmel über dem Hafen, das Museumsschiff "Cap San Diego" wurde für Partygänger in die "Cap San Disco" umgewandelt - mit Musik auf vier Ebenen.

kha/fdi/dpa



insgesamt 17 Beiträge
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Trondesson 10.05.2015
1.
Schon wieder? Gefühlt feiert Hamburg irgendwie dreimal im Jahr den Geburtstag dieses großen Binnenhafens. Liegt vielleicht daran, daß man den Ablauf der Zeit anders wahrnimmt, wenn man älter wird. Na ja, als Seehafen ist Hamburg ein Auslaufmodell, und da würde die geplante Elbvertiefung, die weitaus mehr Schaden anrichten wird als sie Nutzen hat, auch nur temporär Abhilfe schaffen.
thore.ankersen 10.05.2015
2.
So, so... Der Hamburger Hafen ist also ein "Auslaufmodell" als Seehafen und ein "Binnenhafen" (ohne Bedeutung, oder was will der Vorposter uns mitteilen damit?). Kurz zu Ihrer Erinnerung: dieses "Auslaufmodell" trägt mit 750 Millionen EUR jährlich zu den Steuereinnahmen bei und über 250.000 Arbeitsplätze hängen bundesweit direkt und indirekt mit diesem Binnehafen zusammen. Mit über 20 Milliarden trägt dieser Hafen zum BSP der Bundesrepublik bei. Bis 2015 wird sich der Umschlag an Containern mutmaßlich noch einmal verdoppeln. Wir können nichts dafür, dass Sie anscheinend aus Bremerhaven kommen, aber lassen sie die Hamburger doch einmal im Jahr ihren erfolgreichen Hafen feiern...
thore.ankersen 10.05.2015
3.
Zitat von thore.ankersenSo, so... Der Hamburger Hafen ist also ein "Auslaufmodell" als Seehafen und ein "Binnenhafen" (ohne Bedeutung, oder was will der Vorposter uns mitteilen damit?). Kurz zu Ihrer Erinnerung: dieses "Auslaufmodell" trägt mit 750 Millionen EUR jährlich zu den Steuereinnahmen bei und über 250.000 Arbeitsplätze hängen bundesweit direkt und indirekt mit diesem Binnehafen zusammen. Mit über 20 Milliarden trägt dieser Hafen zum BSP der Bundesrepublik bei. Bis 2015 wird sich der Umschlag an Containern mutmaßlich noch einmal verdoppeln. Wir können nichts dafür, dass Sie anscheinend aus Bremerhaven kommen, aber lassen sie die Hamburger doch einmal im Jahr ihren erfolgreichen Hafen feiern...
...es muss natürlich 2025 heißen.
countzero 11.05.2015
4. war wieder super...
obwohl das feuerwerk am samstag abend ins wasser geflogen ist. dafür war die auslaufparade am sonntag beim besten wetter zu geniessen. überall bewundernde und lächelnde gesichter. so macht der hafengeburtstag viel spass.
Ursprung 11.05.2015
5. Itzehoe gegen Rotterdam
Zitat von thore.ankersenSo, so... Der Hamburger Hafen ist also ein "Auslaufmodell" als Seehafen und ein "Binnenhafen" (ohne Bedeutung, oder was will der Vorposter uns mitteilen damit?). Kurz zu Ihrer Erinnerung: dieses "Auslaufmodell" trägt mit 750 Millionen EUR jährlich zu den Steuereinnahmen bei und über 250.000 Arbeitsplätze hängen bundesweit direkt und indirekt mit diesem Binnehafen zusammen. Mit über 20 Milliarden trägt dieser Hafen zum BSP der Bundesrepublik bei. Bis 2015 wird sich der Umschlag an Containern mutmaßlich noch einmal verdoppeln. Wir können nichts dafür, dass Sie anscheinend aus Bremerhaven kommen, aber lassen sie die Hamburger doch einmal im Jahr ihren erfolgreichen Hafen feiern...
Hafenstaedte sind weltweit out und nur noch was fuer Seemannslieder oder Geburtstagsfeiern. Warten Sie noch ein bisschen zu, bis Ihr Vorposter Recht haben wird. Denn Hamburg wird den Weg des einst so wichtigen Hafens Itzehoe gehen. An der Nordsee einen attraktiven Seeterminal mit Verteil-Infrastruktur dahinter hat Hamburg erst in der Cuxhafengegend verschlampt, spaeter bei Wilhelmshaven. Engstirnige Hamburger Pfeffersaecke eben, seit der Hanse an Schmalspurigkeit zunehmend. Nur die niedertraechtige Abriegelung der Elbe nach oben per Sperr-Bruecken gab einen gewissen zeitweisen Aufschub, wirkt aber schon lange nicht mehr. So was war auch mal in Itzehoe so eine Schaumidee..... Wie es "bei uns" haette besser gehen koennen? Siehe die Niederlaender in Rotterdam. Dort ist das noch einzige ernstzunehmende Gegengewicht zu chinesischen Hafen- oder Oelterminals in Nahost. Die Kanalbaggerungsvertiefung der Elbe holt Hamburgs Absaufen nur 50 Jahre frueher her, bringt Rotterdam aber mit Sicherheit nicht mehr zum Wanken. Hamburg koennte allenfalls mit einem nordeuropaeischem Frachtflugdrehkreuz und attraktivem 4.0 Technologie-Standort was drehen. Doch das steht dem Hamburger Gemuet und unseren Berliner Provinzkomikern steil entgegen.
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