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Kölner Multikulti-Stadttour: In fünf Stunden um die Welt

Von Simon Riesche

Kubanische Zigarren, türkische Popmusik, jüdischer Schmortopf: An einem einzigen Nachmittag können Köln-Besucher auf einem Stadtrundgang die multikulturelle Vielfalt der Stadt erleben - und sich wie auf einer Weltreise fühlen.

Mutikulti-Stadt Köln: Grenzgang mit Kölsch Fotos
Kulturkluengel

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Havanna liegt in der Venloer Straße 213, mitten in Köln-Ehrenfeld. Karibische Musik tönt aus den Lautsprechern, die Gäste lassen sich auf schwere Ledermöbel fallen. "Möchte jemand einen neun Jahre alten Rum probieren?", fragt Reiseleiter Thomas Bönig. Viele Hände gehen hoch. Herzlich willkommen im "La Galana", einer Zigarrenmanufaktur mit angeschlossenem Ladenlokal. Ein Bildnis von Che Guevara hängt an der Wand, ein altes Klavier steht in der Ecke. Draußen Köln, drinnen Kuba. "Wirklich eine andere Welt", staunt ein Gast und nippt an seinem Rum.

Im Nebenzimmer zeigt Yanegsi Garcia aus Venezuela unter dem Applaus der anderen Reisenden, wie man echte kubanische Zigarren rollt. Die Profis rollen etwa 150 bis 200 Zigarren am Tag, sagt sie. Ob es auch Bio-Zigarren gebe, will eine besonders interessierte Besucherin wissen. "Zigarren sind doch immer Bio", antwortet Garcia. Gelächter, Verabschiedung, dann geht es wieder raus auf die Straße.

Was kostet die Welt? Genau 16 Euro, wenn man sie bei Thomas Bönig kauft. Seit zwei Jahren bietet der 35-jährige Kölner seine inzwischen stadtbekannten "Kulturwanderungen" an. In unregelmäßigen Abständen durchquert der freiberufliche Reiseleiter, der sonst viel in Südostasien unterwegs ist, mit interessierten Gruppen die Multikulti-Viertel seiner Heimatstadt. Mit Hilfe von Eingeweihten aus den jeweiligen Kulturkreisen stellt er dann das türkische, indische, afrikanische oder lateinamerikanische Köln vor. Fast jeder dritte Einwohner der Stadt hat einen Migrationshintergrund und sehr viele Zuwanderer eine interessante Geschichte zu erzählen. Das ist die einfache Rechnung hinter seinem Projekt, das er "Kulturklüngel" genannt hat.

DJ statt Dom

"Sie sind hier auf keiner normalen Stadtführung", sagt Bönig - gleich nachdem jeder Teilnehmer seine Eintrittskarte, den sogenannten Boarding Pass, abgegeben hat. Weder Dom noch Rhein bekommen sie heute zu Gesicht, dafür gibt es viele unerwartete Begegnungen. Zum Beispiel mit Burak, dem sympathisch-flippigen DJ, der in Kölns Kneipen regelmäßig türkische Musik der sechziger Jahre auflegt und dazu anatolische Science-Fiction-Filme zeigt. Man solle doch mal auf einen Raki oder ein Kölsch vorbeikommen, sagt er lachend.

"Die Idee, auf so einer Stadtwanderung seinen eigenen Horizont zu erweitern, ist einfach großartig", sagt die Pädagogin Gabriele Jancke. Es sind ältere Bildungsbürger wie sie, die zu Bönigs besten Kunden gehören. Als vor einem Jahr eine große Zeitung über den Kulturklüngel berichtete, habe er sich vor Anfragen kaum retten können, erinnert sich der Stadtführer. Immer noch sind die meisten seiner Führungen bereits Wochen im Voraus ausgebucht. Auch Touristenbüros anderer Städte haben sich bereits an Bönig gewandt, wollen mit ihm zusammenarbeiten.

Weiter geht die Reise, kurzer Zwischenstopp an der Baustelle der neuen Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld: "Viele Deutsche meinen, alles über den Islam zu wissen", sagt Bönig, "bis hin zum Sexualleben verschleierter Frauen." Dabei seien sie aber noch nie in einer Moschee gewesen. Auf seinen Wanderungen besucht er daher auch immer wieder islamische Gotteshäuser. "Ich wusste gar nicht, dass man als Frau da überhaupt rein darf", wundert sich Sylvia Nogens aus dem Bergischen Land, die gemeinsam mit vier Freundinnen an der Tour teilnimmt.

Wenn es um das Thema Integration geht, ist häufig von Parallelgesellschaften die Rede. Und natürlich gibt es auch in Köln Zuwanderer, die sich abschotten. Aber es stehen auch immer viele Türen offen, wie der Kulturklüngel-Rundgang beweist. Zu türkischen Teeküchen etwa, zu afrikanischen Friseursalons oder indischen Kulturzentren. Die Deutschen, so die Botschaft, müssen nur neugierig sein und eintreten. "Ich bin hier doch schon so oft vorbeigelaufen, aber einfach nie reingegangen" - diesen Satz hört man häufig auf Bönigs Touren, auch an diesem Abend.

Diskussion über Sinti und Roma

Inzwischen hat es angefangen zu regnen, doch kaum jemand merkt es. Eine feste Route gibt es bei den Weltreisen durch Köln nicht, dafür immer wieder neue Stationen. Heute besucht die Reisegruppe das Haus Amaro Kher, eine Schule für Roma. Kinder sind keine da, schließlich ist Wochenende, dafür hat Bönig den Schauspieler Nedjo Osman zum Gespräch geladen. Es geht um Abschiebungen, die Begriffe Sinti, Roma und Zigeuner wabern durch das Klassenzimmer. Es ist keine einfache Diskussion, aber sie wird von allen Seiten engagiert geführt. "Es ist wichtig, dass wir miteinander sprechen", sagt Nedjo Osman.

Vorurteile abbauen, Bewusstsein schaffen - darum gehe es ihm, erklärt Bönig. Natürlich werbe er für ein harmonisches Miteinander, gleichzeitig aber legt er Wert darauf, dass sein Kulturklüngel ein touristisches Vorhaben ist, kein gemeinnütziger Verein. An aktuellen politischen Debatten beteiligt er sich eher ungern. Nur so viel: Auch Thilo Sarrazin dürfe bei ihm mitlaufen, um sich ein besseres Bild über das Einwanderungsland Deutschland zu machen.

Nach fünf Stunden endet die Wanderung heute in einem jüdischen Restaurant. Inhaber Sergey Kiselev kam vor elf Jahren aus Sankt Petersburg nach Köln, heute hat er Tscholent gekocht, einen Schmortopf mit Rind. Dazu gibt es endlich das lang ersehnte Kölsch und einen Hebräisch-Blitzkurs: Ma shimkha? Shemi Winfried!

Müde, aber zufrieden sitzen die gut 20 Multikulti-Touristen über ihren Tellern. Manch einer hat noch die Zeilen des persischen Dichters Saadi im Kopf, die ihnen im Buchladen um die Ecke von einer deutsch-iranischen Studentin vorgelesen wurden: "Die Menschenskinder sind ja alle Brüder, aus einem Stoff wie eines Leibes Glieder." Das hätte wohl auch ein Kölner nicht schöner sagen können.

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1. ...
seine_unermesslichkeit 02.11.2010
Zitat von sysopKubanische Zigarren, türkische Popmusik, jüdischer Schmortopf: An einem einzigen Nachmittag können Köln-Besucher auf einem Stadtrundgang die multikulturelle Vielfalt der Stadt erleben - und sich wie auf einer Weltreise fühlen. http://www.spiegel.de/reise/deutschland/0,1518,726171,00.html
Zitat: "Die Menschenskinder sind ja alle Brüder, aus einem Stoff wie eines Leibes Glieder." Das hätte wohl auch ein Kölner nicht schöner sagen können. Wo bleibt hier die Beleidigung der Berufsempörten? So ein Ausspruch beleidigt doch alle Schwestern im arabischen Raum. Aber Frauen zählen im islamischen Raum ja schliesslich nicht zu den Menschen!
2. Tja Herr Reiseleiter
susi_sonicht, 02.11.2010
ich würde schon - aber ihre Auswahl lässt zu wünschen. Zu einer bunten Kulturszene gehört m. E. auch der Kölner Dom. Ich denke, wenn ich nach Köln fahre dann werde ich den Dom zuerst sehen wollen. Denn deshalb komme ich nach Köln - nicht nur, aber zuallererst. Fazit dieses Artikels: Multi-Kulti-Brei-Rezept Nummer 2, 28, oder auch 45.
3. Putzig
Der Horizont, 02.11.2010
Der Bericht ist ja richtig putzig! Wer "Multikulti" so darstellt, als lustiges Stadtfest der verkleistert nur die Augen! Führte der Rundgang auch durch sogenannte "Problemviertel"? Tja, nichts weiter als ein weiteres sinnfreies "Event".
4. Der Autor.....
Kurt G, 02.11.2010
.....muss sich irren. So etwas existiert nicht. Denn: "Multikulti ist tot", sagt Frau Merkel. Oder ist doch anders herum ? Mittelfristig ist jeder Humanoide tot, aber die Kulturen konvergieren weiterhin . Und hier und da gibt es Mitgleider einer seltsamen Kaste, die zunehmend die Realität ignorieren.
5. Das nicht
susi_sonicht, 02.11.2010
Zitat von Kurt G.....muss sich irren. So etwas existiert nicht. Denn: "Multikulti ist tot", sagt Frau Merkel. Oder ist doch anders herum ? Mittelfristig ist jeder Humanoide tot, aber die Kulturen konvergieren weiterhin . Und hier und da gibt es Mitgleider einer seltsamen Kaste, die zunehmend die Realität ignorieren.
Aber der Autor verkauft mir Multi-Kulti als ein fröhliches Happening der Kulturen. Und das ist es nicht. Es ist ein Zusammenleben das von guten Seiten, von schlechten Seiten und von verschwiegenen Seiten lebt. Das Problem ist nur dass dort wo Menschen leben Reibungen entstehen. Erst Recht dann dort wo die Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen kommen und sich zusammen raufen müssen. Diese Reibungen werden verschwiegen weil es eben nicht nur Friede, Freude und Glücklichsein umfasst. Und das ist das ganze Geheimnis. Mir wird von oben eine Sache schöngeredet von der ich genau weiss dass sie eben auch ihre dunklen und negativen Seiten hat. Und dagegen verwahre ich mich, ich werde für doof verkauft und veralbert. Es gibt sehr gute und gedehiliche Enwicklungen und ein friedliches Zusammenleben und es gibt Probleme und Problemviertel und Leute, und nicht gerade wenige, die unsere Gesellschaft und die Gesellschaftsform ablehnen. Wo ist das Problem wenn ich das beim Namen nenne. Der Autor hat mir aber immer noch nicht erklärt warum die Moschee Köln-Ehrenfeld besichtigt werden kann aber der Kölner Dom im Programm nicht dabei ist. Die Moschee wird sicher wenn sie fertig ist sehr schön - aber das der Dom ausgeklammert wird wenn es um die Multi-Kulti-Szene von Köln geht das kann ich nicht nachvollziehen. Gehört denn wenn wir schon von einer interkulturellen Szene sprechen die einheimsiche Kultur nicht dazu?
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Zeitleiste: Chronik der Integration in Deutschland

Das sagen die Parteien zum Thema Integration
Hehre Ziele, schwammige Konzepte: Beim Thema Integration haben die Parteien ehrgeizige Pläne, doch Ideen zur Umsetzung sind rar. SPIEGEL ONLINE gibt einen Überblick über die verschiedenen Positionen.
CDU: Zuwanderung nur in Maßen
"Deutschland ist ein Integrationsland", hält die CDU in ihrem Grundsatzprogramm fest. Darin sprechen die Christdemokraten von einem "fortschreitenden positiven Prozess in der Verantwortung der Migranten, der Politik und der gesamten Gesellschaft".

Im Integrationskonzept der Partei heißt es: "Integration bedeutet nicht, dass alle gleich werden, sondern dass alle gleiche Chancen auf Bildung und Wohlstand besitzen." Der Grundsatz laute "Fördern und Fordern". Zuwanderung müsse gesteuert und begrenzt werden. Zudem fordert die CDU von Migranten gute Deutschkenntnisse ein und will dies mit Integrationskursen und dem Ausbau von Ganztagesschulen erreichen.

Bei zwei Themen zeigen sich die Christdemokraten strikt: Ein generelles kommunales Wahlrecht für Ausländer lehnt die Partei ab. Auch die Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft will sie nicht generell zulassen: "Die Einbürgerung ist das Bekenntnis zu Deutschland. Wer Rechte beansprucht, muss auch Pflichten erfüllen."
CSU: Integrationsfähigkeit hat Grenzen
Die CSU will beim Thema Integration eigene Akzente setzen und pocht auf die Anstrengung der Migranten: "Die CSU steht dafür, die Integrationsverpflichtung der Zuwanderer klar auszusprechen und einzufordern", heißt es.

Die Partei sieht die Bundesrepublik keinesfalls generell als Zuwanderungsland. "Die Integrationsfähigkeit unseres Volkes hat Grenzen", schreibt die Partei. "Unser Land muss für Spitzenkräfte zugänglich sein. Wir wollen aber keine Zuwanderung, die unsere Sozialsysteme einseitig belastet."
SPD: Integration betrifft nicht nur Migranten
"Es geht um die Schaffung einer Kultur der Anerkennung", schreiben die Sozialdemokraten in der Einführung zur "Zukunftswerkstatt Integration". "Integration heißt für uns, dass Menschen in unserem Land unabhängig von ihrer Herkunft am Haben und Sagen teilhaben können."

Die Sozialdemokraten fordern, das Thema nicht ausschließlich auf Menschen mit Migrationshintergrund zu beschränken. "Integration ist in erster Linie eine soziale Frage." Konkret will die Partei kostenfreie Bildungs- und Betreuungsangebote: "Wir wollen Aufstieg fördern und dort, wo er aufgrund von Herkunft nicht entwickelt ist, den Aufstiegswillen wecken", kündigt die SPD an. "Bildung, Sprache, Qualifizierung, Arbeit und kulturelle Anknüpfungspunkte sind dabei die entscheidenden Stellschrauben."

Beim Thema Integration sieht die SPD noch viel Diskussionsbedarf, den sie in ihrer "Zukunftswerkstatt" kanalisieren will. Das hehre Ziel der SPD: "Langfristig geht es uns um nicht weniger als eine grundsätzliche Veränderung des gesellschaftlichen Klimas."
Grüne: Besonderes Augenmerk auf Frauen
Für die Grünen steht fest, dass Deutschland ein "Einwanderungsland" ist. "Förderung des Spracherwerbs und Zugang zum Arbeitsmarkt sind Schlüsselaufgaben der Integrationspolitik", erklärt die Partei auf ihren Internetseiten. Sie will ein besonderes Augenmerk auf Migrantinnen legen, denn diese Frauen sind nach Ansicht der Grünen "Hauptträgerinnen des Integrationsprozesses".

Die Grünen fordern das kommunale Wahlrecht für Zugewanderte und die doppelte Staatsbürgerschaft. Zudem verlangen sie eine großzügige Bleiberechtsregelung. "Kettenduldungen", also die immer wieder verlängerte Aussetzung der Abschiebung, sollen der Vergangenheit angehören.
FDP: Gezielt Fachkräfte ins Land holen
Auch die Liberalen sehen die Bundesrepublik als Einwanderungsland. "Menschen unterschiedlicher Herkunft sind fester Bestandteil einer zukunftsweisenden liberalen Gesellschaft und unserer kulturellen Vielfalt", heißt es. Ziel der FDP sei es, Menschen mit Migrationshintergrund gleiche Bildungs- und Berufschancen in Deutschland zu verschaffen, schreibt die Partei. Sie greift in einem Positionspapier zur Integrationspolitik zum selben Slogan wie die CDU: "Fordern und fördern." Es müsse verdeutlicht werden, "dass der Aufenthalt im Zuwanderungsland nicht nur mit Rechten, sondern auch mit Pflichten verbunden ist".

Auch Selbstkritik ist in ihrem achtseitigen Papier aus dem Jahr 2007 enthalten: "Lange Jahre hat die Politik - auch die FDP - geglaubt, Integration geschehe von allein. Dies hat sich als Irrglaube erwiesen. Auch der deutsche Pass ist keine Gewähr für Integration."

Konkret schlagen die Liberalen eine gezielte Sprachförderung ab dem Kindergarten vor, aber auch für Erwachsene. Anders als der Koalitionspartner CDU spricht sich die FDP für ein kommunales Wahlrecht aus. Mit einem Punktesystem will die Partei gezielt Fachkräfte ins Land holen.
Linke: Lohndumping bei Migranten stoppen
Die Linkspartei fasst ihre Ziele weit: "Deutschland braucht eine offene Migrations- und Integrationspolitik, die auf Ausgrenzung verzichtet und die Rechte und soziale Lage von Migrantinnen und Migranten verbessern will."

Für die Linke gibt es "keine deutsche Leitkultur, sondern Grund- und Menschenrechte, die alle binden".

Die Partei sieht Migranten vor allem auf dem Arbeitsmarkt durch Lohn- und Sozialdumping benachteiligt und fordert dagegen gesetzliche Regelungen. Als konkrete Integrationsmaßnahme fordert die Partei für alle dauerhaft in Deutschland Lebenden ein Wahlrecht über die kommunale Ebene hinaus.

"Jeder, der in der Bundesrepublik geboren wird und dessen Eltern hier leben, soll die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten", heißt es weiter. Einbürgerungen sollen nach Ansicht der Linkspartei erheblich erleichtert und mehrfache Staatsbürgerschaft ermöglicht werden. Migranten sollten in Schule, Ausbildung und Beruf besonders unterstützt werden, meint die Linke.