Nach Sicherheitspanne Weiter Ausfälle und Verspätungen am Flughafen München

Hunderte Reisende haben die Nacht auf Feldbetten am Münchner Flughafen verbracht. Nach der vorübergehenden Räumung im Terminal 2 müssen sich Passagiere auch am Sonntag auf längere Wartezeiten einstellen.

Reisende am Flughafen München
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Reisende am Flughafen München


Nach dem Chaos vom Vortag ist am Münchner Flughafen längst noch keine Normalität eingekehrt. Auch am Sonntag müssen sich Reisende in Geduld üben. Bis zum Vormittag seien bereits 19 Flüge gestrichen worden, teilte ein Sprecher des Airports mit - zwölf Landungen und sieben Starts. Passagiere müssten sich auf längere Wartezeiten einstellen. Vor der Anreise sollten sie sich bei ihrer Fluggesellschaft über mögliche Ausfälle und Verspätungen informieren.

Wegen der Räumung von zwei Abflughallen am Flughafen München waren am Samstag mindestens 200 Flüge ausgefallen. Bei rund 60 Flügen war es zu Verspätungen von mehr als einer halben Stunde gekommen. Ein Sprecher der Lufthansa sagte, bei einem derartigen Ereignis dauere es etwas, bis sich das komplexe System im Flugplan wieder eingespielt habe.

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Flughafen: Menschen. Massen. München.

Eine zunächst unbekannte Frau war am Morgen unkontrolliert in einen Sicherheitsbereich des Airports gelangt. Daraufhin hatte die Bundespolizei die Abflughallen geräumt. Für zahlreiche Passagiere verzögerte sich die Reise in den Urlaub deutlich.

Laut Bundespolizei war die Frau ordnungsgemäß an einem Bodyscanner kontrolliert worden. Jedoch beanstandeten Sicherheitsleute ihr Handgepäckstück. Später sei die Frau ohne das Gepäckstück zurückgekommen und dann ohne Kontrolle in den gesicherten Bereich gelangt. Wie das passieren konnte, blieb erst einmal unklar.

Video: Chaos am Münchner Flughafen

Entgegen einer klaren Anweisung habe das Sicherheitspersonal keinen Alarm ausgelöst, sagte eine Sprecherin. Erst nachdem die Aufsichtsbehörde, das Luftamt Südbayern, von dem Vorfall erfuhr, wurde die Bundespolizei informiert.

In der Nacht zum Sonntag mussten rund 700 Menschen am Flughafen auf Feldbetten übernachten. Hunderte weitere Passagiere wurden in Hotels untergebracht, wie ein Flughafensprecher sagte. Mindestens 2000 Fluggäste sollten auf andere Flüge umgebucht werden.

kev/dpa



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