Neuer Park in der Eifel Die Saurier von der Teufelsschlucht

Rieseninsekten, gewaltige Mammuts und Saurier mit aufgerissenem Maul: Von Ostern an kann man mehr als hundert Urzeitwesen in der Südeifel sehen - auch ein "Eifelosaurius" gehört zu den Bewohnern des neuen Parks.

DPA

Mit aufgerissenem Maul thront der 14 Meter lange Saurier auf einer Felsmauer. Der mächtige Tyrannosaurus Rex ist schon von weitem zu sehen. Er ist das größte Modell im neuen Dinosaurierpark im Naturparkzentrum Teufelsschlucht in der Eifel, der am Karsamstag (4. April), also zu Ostern, öffnet.

"Ganz klar, der T-Rex gehört zu unseren Highlights. Den wollen alle sehen", sagt Bruno Zwank, Geschäftsführer von Felsenland Südeifel. Zur großen Dinosaurierfamilie gehören noch gut 100 weitere lebensgroße Modelle, allesamt aus glasfaserverstärktem Kunststoff.

"Es ist eine Reise durch 420 Millionen Jahre Erdgeschichte", sagt der Geograf. Sie beginnt mit Lebewesen, die vor den Sauriern auf der Erde lebten: Amphibien und Rieseninsekten. Und führt über einen 1,5 Kilometer langen Weg durch die Dinosaurierwelt - vom kleinsten 50 Zentimeter großen Modell über die ausgestorbene Flugechse bis hin zu einem der gefährlichsten fleischfressenden Saurier, dem Tyrannosaurus Rex.

Die Reise durch den "Erdzeitenpark" endet bei der Eiszeit und den Mammuts. Derzeit ist der Park rund vier Hektar groß. "Wir können aber noch wachsen", sagt Zwank. Wie viele verschiedene Arten von Dinosauriern bis zu deren Aussterben vor rund 65 Millionen Jahren auf der Erde lebten, ist nach seinen Angaben nicht bekannt. Man habe bislang Überreste von rund 2000 Arten gefunden. "Das ist aber sicherlich nur ein Mini-Anteil."

Die Rekonstruktionen rund um Felsen, Hügel und Wiesen seien alle "wissenschaftlich korrekt", sagt Sven Neumüller, Geschäftsführer der Modellbau-Firma Bernd Wolter Design aus dem niedersächsischen Rehburg-Loccum. Die Modelle würden nach Vorlagen von Wissenschaftlern gefertigt und verändert, falls neue Erkenntnisse das erforderlich machten.

Und was hat die Eifel mit Sauriern zu tun?

"Wenn man neue Knochen findet, kann es sein, dass wir ein Modell wegschmeißen, weil es nicht mehr korrekt ist", sagt Neumüller, dessen Firma seit 25 Jahren Tier-Modelle baut. Vergleichbare deutsche Parks gibt es nach seinen Angaben nur noch in Rehburg-Loccum sowie im sächsischen Bautzen.

Und was hat die Eifel mit Sauriern zu tun? "Mehr als man meint", erklärt Zwank. Im Jahr 1904 habe man bei Hillesheim in der Eifel Überreste des "Eifelosaurus" gefunden - von "einem Vorläufer der Dinosaurier". Die Ur-Echse lebte vor rund 250 Millionen Jahren in der Eifel und soll zur Eröffnung des Parks auch als Modell einziehen, wie Zwank und Neumüller ankündigen.

Zudem habe es in der Nähe der Teufelsschlucht einen weiteren Fund gegeben: Vor wenigen Jahren seien im Luxemburger Sandstein Überbleibsel des Dilophosaurus gefunden worden. "Nicht viel, nur Zahn und Zehenknochen, aber eindeutig bestimmt", sagt Zwank.

Jedes Jahr besuchen rund 150.000 Menschen das Naturparkzentrum Teufelsschlucht. "Wer durch diese wilde Schlucht wandert, hat ohnehin schon Erdgeschichte im Kopf", ergänzt Zwank. Er rechnet damit, dass der angrenzende Dinosaurierpark mindestens 50.000 Besucher mehr pro Jahr anlockt. Die Investitionskosten belaufen sich auf etwa 160.000 Euro.

Birgit Reichert/dpa/beh

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Seite 1
Kein Spass 26.03.2015
1.
Hm ... also ich finde die sehen vor allem nach großen Plastikdinosauriern aus. Da faszinieren mich die Skelette im Senckenbergmuseum (FFM) auf den ersten Blick eher ... ist das doch eher für Kinder gedacht?
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