Radreise im "Pott" Tour de Ruhr

Kann eine Radtour zu Hochöfen und Kettenfabriken Erholung für die Seele sein? Sie kann, wie der Ruhrwanderweg beweist. Denn dort belohnen urige Fachwerkdörfchen und Naturschutzgebiete für Strampel-Strapazen - und skurrile Begegnungen mit Einheimischen.

Von Hans-H. Krüger


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9  Bilder
Ruhrgebiet per Rad: Strampelpfad an der Ruhr
Unspektakulärer kann ein Anfang nicht sein. Aus dem morastigen Waldboden tritt der Wasserlauf hervor, plätschert durch die Rinne eines Rondells und verschwindet im hohen Farn. Ein Gedenkstein verrät: Ruhrquelle. Wir sind auf 666,5 Meter Höhe am Nordhang des Ruhrkopfes im Hochsauerland. Genau hier beginnt jener Fluss, der einer ganzen Region seinen Namen gab.

Früher war er Symbol für Fortschritt, Macht und Kohle, Motor der industriellen Revolution. Heute ist er Trinkwasserspender, Energielieferant und Naherholungsgebiet, plätschernde Geschichte. An seinen Ufern schlängelt sich einer der schönsten Radwege Nordrhein-Westfalens, der Ruhrtalradweg: 238 Kilometer von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein. Eine langsame Reise ins Herz Deutschlands. Eine Fahrt der stillen Bilder, nichts zum Protzen, mehr etwas für die Seele. Strampeln wir los.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 3 Beiträge
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DroDrake 22.03.2010
1. Ruhr
Diese Flusslandschaft ist genauso vielfältig und überraschend, wie eine Region die ihren Namen trägt. Fast unauffällig schmiegt sich der Fluss durch das Ruhrgebiet. Berührt Städte, welche sich Jahrzehnte an ihren Schloten gemessen haben, Natur badei als Qulle des Wohlstandes betrachteten. Fließt vorbei an sich im Wasser spiegelnden Denkmälern einer vergangenen Zeit "Kultur durch Wandel, Wandel durch Kultur" ist mehr als ein Motto. Es spiegelt ein verändertes Verständnis wieder, dass bei einem Blick in die Ruhr - von der Quelle bis zum Rhein - zu erkennen ist.
DroDrake 22.03.2010
2. Ruhr
und wer Essen Hügel in die S Bahn steigt ist in 20 Minuten am neuen Folkwang Museum.
markenware 22.03.2010
3. dümmer gehts nümmer
"Kann eine Radtour zu Hochöfen und Kettenfabriken Erholung für die Seele sein? Sie kann, wie der Ruhrwanderweg beweist." Was sollen wir hier denn diskutieren, wenn die Frage schon vorweg beantwortet wird? Im übrigen ist die Frage falsch formuliert. Die Ruhr-Tour beginnt im Hochsauerland; die vorgestellten - wenigen - Industriestandorte sind Museen. Was haben Sie, verehrte/r Frau/Herr Sysop denn für abseitige Vorstellungen von Erholung? Ein Museum ist, wenn alte Bilder an postmodernen Wänden hängen? Ich vermute eher, dass hier wieder Mal das Klischee voll zugeschlagen hat. Es fällt der Begriff "Ruhr", und schon steht ein Szenario aus Dreck, Krach, Kohle, Stahl und heruntergekommenen Fabriken. Da kann sich ein Autor noch so sehr an Idyllen abarbeiten, ein einzelnes Wort ist stärker.
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