Trampen in Deutschland Daumen hoch und weg

Regen in der Heimat? Grund genug, dem Wetter davonzulaufen. Oder, viel spannender, ihm davonzutrampen. Linn Sophie Tramm (Text) und Moritz Peters (Fotos) haben sich auf die Reise gemacht. Unterwegs mit Straßenbekanntschaften.

Aufbruch in Richtung Allgäu
Moritz Peters / Walden

Aufbruch in Richtung Allgäu


Unterwegs mit Rucksack und ausgestrecktem Daumen. Schlendernd an einer Landstraße, auf dem Beifahrersitz eines Sattelschleppers sitzend. Die Sonne im Blick, die Straße vor sich. Man hört immer wieder diese Geschichten von der guten alten Tramperzeit. Sie erzählen von Freiheit und einer Zeit ohne Frühbuchertarife. Und ohne mahnende Stimmen, die raten, nie zu Fremden ins Auto zu steigen.

Wie gut lässt sich heute noch trampen? Mein Freund Moritz und ich wollen Deutschland von Nord nach Süd per Anhalter durchqueren, jeden Morgen in einem anderen Bundesland aufwachen. Es ist bereits November, aber wir haben keine Angst vor schlechtem Wetter, im Gegenteil: Wir wollen ihm entfliehen und hoffen auf das Mitleid der Autofahrer. Für unser Experiment nehmen wir uns eine Woche Zeit und machen uns mit Rucksack, Zelt und Straßenatlas auf den Weg. Vielmehr: auf die Straße.

Tag 1: Von der Ostsee in die Lüneburger Heide

Unseren Startpunkt haben wir mit dem Mauszeiger bei Google Maps ausgewählt. Noer, ein Dorf an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste mit viel Sand drumherum, sieht einladend aus. Um das Zeltverbot in den Dünen kümmert sich dort niemand, schon gar nicht im November. Hier soll unser Experiment starten.

Nach einer rauen Nacht, in der der Wind an den Zeltplanen reißt, gehen wir an brachen Feldern und vergessenen Strandkörben vorbei ins Dorf. Ein Geräusch, vielleicht das Zuschlagen einer Autotür? Hinter der Kurve kramt ein älterer Herr im Kofferraum seines Autos. Statt "Guten Tag" sagt er: "Wer hat euch denn verloren?" Er heißt Schmidt.

Wenige Sätze später tuckern wir mit Schmidt am Ortsausgangsschild vorbei. Er ist unser erster Lift, wie Tramper sagen. Schmidt redet viel und schnell. Vor einigen Jahren sei er selbst als Anhalter unterwegs gewesen, erzählt er. Damals, zu DDR-Zeiten. Mit 16, 17 Jahren gelangte er auf diese Weise zur Schule.

Es ist der Tramper-Smalltalk, der sich in den kommenden Tagen oft wiederholen wird. Eigene Tramperfahrungen? Schon mal jemanden mitgenommen? Woher kommt ihr? Und wohin geht's weiter? Als Anhalter darf man nicht maulfaul sein. Moritz und ich sind ein gutes Team, wechseln uns ab auf dem Beifahrersitz. Wer vorn sitzt, quatscht. Auf der Rückbank kann man schlafen.

Schmidt möchte ich noch länger zuhören, mehr über ihn erfahren. Seine Augenfalten haben sich entspannt. Früher sei das Trampen ungefährlich gewesen, sagt er. Ein bedeutungsvoller Blick in den Spiegel. Heute könne man den Menschen nicht mehr vertrauen. Ein Wende-Enttäuschter? Das Auto quert den Nord-Ostsee-Kanal, Endstation Kiel, wir steigen aus, über Schmidts Vorlieben erfahren wir nichts.

Wir stellen unsere Rucksäcke an einem Straßenschild ab, zwischen Ikea und Autobahn ist es leicht zu übersehen. Lediglich ein blau gerahmter Daumen weist auf die erste offizielle Tramphaltestelle Deutschlands hin, eine Studenteninitiative; im Jahr 2015 wurde die Haltestelle eingeweiht.

Offensichtlich funktioniert die Idee, denn zwei Ikea-Hotdogs und einen Lift später stehen wir an einer Tankstelle am Rand von Hamburg. Dort nähern wir uns einem Seniorenehepaar. So viel haben wir schon gelernt: Daumen raus und einfach warten, endet oft in Frust. Mehr Erfolg haben wir, wenn wir Fahrer während einer Rast ansprechen. So können sich beide Seiten besser einschätzen. Das funktioniert auch bei diesen beiden: französisches Gemurmel, ein anerkennender Blick auf Moritz' Polaroidkamera. Das Eis ist gebrochen.

Im Auto riecht es nach Petersilie, wir kommen uns vor wie auf einem Ausflug mit den Großeltern. Aus den Boxen plätschern südamerikanische Melodien. Es wäre leicht, einfach in diesem Auto sitzen zu bleiben. Doch es ist später Nachmittag, und keiner von uns beiden hat Lust auf eine Nacht neben der Autobahn. Wir verabschieden uns an der nächsten Abfahrt und wandern feldeinwärts in Richtung Lüneburger Heide.

Tag 2: Von Niedersachsen in die Pfalz

Die Heide macht es uns nicht leicht. In der Nacht schickte sie eisige Luft, zuerst in das Zelt und dann in die Schlafsäcke. Vielleicht war es doch keine gute Idee, im November zu zelten? Um sechs Uhr in der Früh geben wir frierend auf.

Wir öffnen das Zelt, und der Ausblick entschädigt uns für die unruhige Nacht. Die Heide ruht noch, ihre glühenden Farben sind vom Raureif bedeckt. Als wir uns auf den Weg machen, knackt das gefrorene Gras unter unseren Schuhen, wir können zusehen, wie die Landschaft in der Wärme des Morgens auftaut. Schon um acht Uhr stehen wir am Straßenrand.

Wir kommen gut voran, finden immer jemanden, der uns ein paar Kilometer Richtung Süden bringt. An einer Raststätte treffen wir schließlich Chanjid. Wir hatten kurz gezögert, ob wir ihn ansprechen sollen. Chanjid trägt einen Turban und Endlosbart. Er wirkt so fremd auf uns, vielleicht müssen wir uns deshalb erst überwinden. Chanjid zögert dagegen keine Sekunde. "Natürlich kommt ihr mit." Schon sitzen wir dicht aneinandergedrängt auf der Fahrerbank, Chanjid fährt einen Transporter nach Frankfurt am Main.

Gefunden in

Eines passiert uns bei dieser Reise als Anhalter immer wieder: Wir müssen oft schnell entscheiden, ob wir jemanden sympathisch finden oder nicht, vertrauen oder nicht. Und natürlich entscheiden unsere Vorurteile mit, bewusst und unbewusst. Bei Chanjid und auch bei anderen ist es gut, dass wir diese Vorurteile überwinden. Das enge Beisammensein im Auto schafft eine Intimität, die anders vermutlich nicht entstanden wäre.

Chanjid erzählt von Indien, seiner Großfamilie und seiner Arbeit als Lieferant. Wenn er lacht, zittert erst sein Oberlippenbart im Takt der Punjabi-Musik aus dem Radio, dann wippt der ganze Bart mit. Und Chanjid lacht viel. Wir verabreden uns zu einem Essen beim Inder in Hamburg nach unserer Rückkehr. Dann setzt Chanjid uns an einem Rasthof kurz vor Frankfurt ab und fährt weiter.

Euphorisch von der Fahrt, sind wir guter Dinge und haben keinen Zweifel, schnell die nächste Mitfahrgelegenheit zu finden. Vielleicht der VW-Bus dort drüben? Schon voll. Die sympathische Frau im blauen Mantel? Würde nur mich, aber keinen Mann mitnehmen. Und das Pärchen im silbernen Ford empfängt uns schon von Weitem mit einem Kopfschütteln.

Wir ergattern dann zwar einige Lifts, doch am Abend hängen wir fest, dieses Mal in der Pfalz. Die Umgebung ist in der Dunkelheit nur noch schemenhaft zu erkennen. Ich erinnere mich an das beunruhigende Gespräch mit Schmidt: Die Abenddämmerung ist das Verhängnis jedes Trampers. Zwei ansonsten harmlos aussehende, junge Anhalter wie wir werfen auf einmal gefährlich wirkende Schatten.

Ich merke, wie ich langsam den Elan verliere. Trampen ist manchmal sehr frustrierend. Ich spiele mit dem Gedanken, das Zelt an der Autobahnraststätte aufzuschlagen, als Moritz mir plötzlich Kerstin vorstellt. Sie ist auf dem Heimweg von einem Firmenevent und sagt genau das, was ich hören will.

Ich grinse Moritz an, der offensichtlich erfolgreich seinen Charme hat spielen lassen. Kerstin hat nämlich noch nie Anhalter mitgenommen, sie ist noch nie selbst getrampt. Der Motor rüttelt sanft, und aus den Lautsprechern wiegen mich Max Herre und Joy Denalane in den Schlaf.

Gelächter von den vorderen Sitzen weckt mich später auf. Das Auto hält vor einem Wirtshaus, in der Gaststube brennt noch Licht. Glücklich stolpern wir hinein und bestellen Esskastanien und Wein. An diesem Abend bleibt das Zelt im Rucksack.

Tag 3: Von der Pfalz an den Bodensee

Wir wachen zwischen pfälzischen Weinbergen auf. Erst jetzt erkennen wir, wo wir gelandet sind: an einem Hang unterhalb des Hambacher Schlosses. Wir sehen orangerote Reben, die Weinlese muss erst ein paar Wochen vorüber sein. Uns beschleicht das Gefühl, den letzten Herbsttag zu erleben: In einem Moment wärmt uns die Sonne, im nächsten trifft uns ein frischer Windstoß.

Satt und erholt vom langen Schlaf, wandern wir los, immer die Weinstraße entlang. Nach einigen kürzeren Lifts treffen wir Heinz. Als Berufskraftfahrer darf er eigentlich keine Tramper mitnehmen. Aber sein Kopfnicken signalisiert: Anhalter sind in seinem Lkw willkommen.

Der erste Lkw unserer Tour: Mit Heinz geht es weiter in Richtung Bodensee
Moritz Peters / Walden

Der erste Lkw unserer Tour: Mit Heinz geht es weiter in Richtung Bodensee

Schnell stellt sich raus: Heinz war selbst oft als Rucksacktourist unterwegs, zuletzt in Peru. Ein Weitgereister, etwa 40 Jahre alt, in Stuttgart geboren. Überschwänglich doziert er über den Konflikt zwischen Schwaben und Badenern, vom Ursprung im 18. Jahrhundert bis zum letzten Fußballspiel zwischen Karlsruhe und Stuttgart. "3:1 für Stuttgart, 1500 Polizisten." Wir erzählen vom Trampen, von der Tramphaltestelle bei Kiel und Trampwettrennen, bei denen die Anhalter miteinander wetteifern, wer am schnellsten von einem Ort zum anderen gelangt.

Vielleicht erlebt das Trampen in Deutschland gerade eine Renaissance? Schön wäre es. Wir leben in einer Zeit, in der die Angst vor dem Fremden wächst. "Trampen und Reisen sind einfache Gegenmittel", sagt Heinz. Man verbringt ein paar Stunden mit zufällig ausgewählten Menschen. Und oft entstehen dabei Gespräche wie mit Schmidt, dem Inder Chanjid oder eben dem Lastwagenfahrer Heinz: offen, ehrlich, unterhaltsam. Wir fühlen uns inzwischen gut aufgehoben auf Deutschlands Straßen und sind unserem Ziel schon sehr nahe.

Am Abend steigen wir am Bodensee aus einem Auto, stolpern durch die Dunkelheit, erkennen nur ein paar Apfelbäume. Auf einem einigermaßen ebenen Platz schlagen wir unser Zelt auf. Am Morgen prasseln Regen tropfen aufs Dach. Immerhin: Wir stehen direkt unterhalb der barocken Wallfahrtskirche Birnau.

Tag 4 Vom Bodensee ins Allgäu Wir laufen die Birnauer Landstraße entlang, dieses Mal mit einem "Allgäu"-Schild in der Hand. Wir hatten für diese Tour mehrere Schilder mit Zielangaben vorbereitet, bislang jedoch kaum eines davon benutzt.

Neben uns hält ein schwarzer Sportwagen. Ich sehe mokkafarbene Lederausstattung, Goldkette, höre arabische Musik. Moritz registriert meinen skeptischen Blick. Doch dann nicke ich. Ein Sportwagen, warum nicht? Munib heißt der Fahrer, ein Iraker, seit 17 Jahren in Deutschland. Er ist gerade auf dem Weg zum Flughafen, um seine Freundin abzuholen.

Kaum sitzen wir im Auto, beginnt er zu singen. Erst zaghaft, dann lauter. Er übersetzt die einzelnen Strophen für uns. Alle erzählen von schmerzlicher Liebe und Leid. Etwas später summen auch wir, Munib telefoniert alle paar Minuten mit seiner Freundin und erzählt uns, dass er bei einem Bestattungsunternehmen arbeitet. Dort ist er zuständig für den Transport, die Blumendekoration, Steinmetzarbeiten - ein Mann für alles. Wir verstehen uns prima. Irgendwann führen wir zu dritt einen ausgelassenen Sitztanz auf.

Nach dem Abschied von Munib geht alles schnell: Ein Ehepaar bringt uns bis Ravensburg; wir haben den Rucksack kaum abgesetzt, da fahren wir schon weiter, bergauf nach Oberstdorf.

Endlich in den Bergen! Wir laufen eine schmale Straße hinauf, als wir hinter uns ein Knattern hören. Die holprige Fahrt mit Wolfgang wird unser letzter Lift. Er arbeitet im Sommer auf einer Alm, im Winter als Skilehrer. Mit Almhut und Allradantrieb kurvt er mit uns weiter bergauf bis zur Sölleralpe.

Dort empfängt uns eine überwältigende Bergkulisse, eine bessere Zieleinfahrt könnte es nicht geben. Rund 1600 Meter unter uns atemberaubende Natur. Keine Menschen, kein Auto mehr. Erschöpft bauen wir unser Zelt auf und kriechen, gut 1100 Kilometer nach unserem Start im Norden, ein letztes Mal in unsere Schlafsäcke.

Überraschung am Morgen: 65 Zentimeter Neuschnee im Allgäu
Moritz Peters / Walden

Überraschung am Morgen: 65 Zentimeter Neuschnee im Allgäu

Als ich am nächsten Morgen aufwache, ist es seltsam dunkel im Zelt. Und ungewöhnlich still. Draußen schneit es! Unser Zelt ist bereits von einer 40 Zentimeter dicken Schneeschicht bedeckt. Ich kuschele mich in den Schlafsack. Es ist, als wollten die Alpen uns bedeuten: Von hier kommt ihr nicht weg. Macht nix. Wir wollen auch gar nicht mehr weiter.

Aus dem Heft "Walden" 4/2017



insgesamt 45 Beiträge
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Seite 1
ttvtt 21.10.2017
1. Früher war auch nicht alles besser
Nette Reportage. Heute wird leider eher blabla car genutzt als das man noch trampt. Aber es ist nicht so, dass früher Trampen ungefährlich war. Es wurde zu jeder Zeit vor dem Trampen gewarnt besonders für alleinreisende Frauen.
ManRai 21.10.2017
2. vor sehr vielen Jahren von Berlin nach Schottland
und fast zurück, von London aus musste ich einen Zug nehmen. Auch in den Niederlanden, Sonntag morgens waren die Strassen einfach nur leer. Das ganze im Februar, nach und vor heftigem Schneefall in Schottland. Zum Übernachten eingeladen worden, bekam Essen, Geschichten, Schottenrock - wirklich, sehr billig, 2nd Hand - habe Nessie gehen (ok nach einem Drink). Träume immer noch davon, besonders den Weg durch die Highlands, alleine und kein Auto fuer Stunden, bis der Fahrer wiederkam der mich in das abgelegene Nest gebracht hat. Habe bei seiner Familie übernachten dürfen. Rueckfahr nach London den Sitz im Kleintransporter mit dem Hund geteilt, wir haben uns gut verstanden. Das war noch zu Zeiten der DDR und der Grenzkontrollen, ein Polizist im Dienstwagen hatte mich zur Holländischen Grenze gebracht, die Grenzer schauten etwas erstaunt, dahinter hat mich ein angesehener Biochemie Professor aufgesammelt den ich Jahre später auf einer Konferenz traf, die Welt ist klein
eunegin 21.10.2017
3. Anhalter? Schon lange nicht mehr gesehen.
In den 80'ern und Anfang der 90'er war ich noch oft so unterwegs und machte fast nur positive Erfahrungen und interessante Bekanntschaften. Mit einer VW-Bully-Truppe war ich in den Semesterferien gar mal 1 Woche unterwegs statt nur für den geplanten Kurztrip. Bei geschätzt 100 Fahrten war mal ein Raser dabei, bei dem ich mich unsicher fühlte und wieder ausgestiegen bin. Am Besten war, sich die Fahrer und Autos auf Autobahnparkplätzen selbst rauszusuchen und freundlich zu fragen. Mit dem Schild war es zuweilen mühsamer. Jetzt würde ich selbst jemanden mitnehmen, nur steht da niemand mehr...
jujo 21.10.2017
4. ....
Zitat von ttvttNette Reportage. Heute wird leider eher blabla car genutzt als das man noch trampt. Aber es ist nicht so, dass früher Trampen ungefährlich war. Es wurde zu jeder Zeit vor dem Trampen gewarnt besonders für alleinreisende Frauen.
Schon mein Vater hat mich 1972, als ich mein erstes Auto hatte und von HH an den Wochenden in die Eifel gependelt bin davor gewarnt eine einzelne Frau oder gar zwei mitzunehmen. Er hatte schlechte Erfahrungen gemacht, angeblicher verbaler oder körperlicher Übergriff wurde ihm vorgeworfen. Eine gute Methode ist aber die Leute anzusprechen, wir haben als Paar (!) noch nie jemanden abgewiesen.
Japhyryder, 21.10.2017
5. Ich bin froh getrampt zu sein
Nachdem ich einmal kurz hinter Paris in einem Wagen übefallen wurde und mich mit einem Spung aus dem fahrenden 4-Türer (Gott sei Dank!) in Sicherheit bringen konnte, habe ich die Tramperei aufgegeben. Später habe ich es noch einmal probiert und bin an einen psychotischen Raser geraten. Hab mich absetzen lassen und per Bahn weiter. Zuvor jahrelang in den Ferien durch Europa getrampt. Highlights: Norwegen, Finnland, Schweden, Wales, Schottland, Schweiz. Viele tolle Leute kennengelernt, die ich sonst nie getroffen hätte. Höhlenforscher in Schottland, einen Generaldirektor von Renault in der Schweiz, Leute mit ungewöhnlichen Lebensläufen und Jobs unterschiedlichsten Alters, die meistens selbst getrampt waren. Manche haben mich eingeladen eine Zeitlang bei ihnen zu campieren, zeigten mir Szeneviertel in Stockholm oder luden mich zum Essen ein. Ich fand die Zeit mit kommunikativen Autofahrern sehr interessant. Ja. Es stimmt, man muss auf seine innere Stimme hören, wenn man zu jemandem ins Auto steigt. Es hat auch etwas mit Vertrauen zu tun. Auf jeden Fall kann man sehr viel lernen, auch über sich selbst.
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