Wattolümpiade 2013: Knietief im Schlamm

Schmutzige Spielchen für einen guten Zweck: 400 Freizeitsportler haben sich am Wochenende bei Fußball, Handball und Schlittenrennen im Watt an der Elbmündung ausgetobt. Bei den Namen ihrer Teams bewiesen sie einige Kreativität.

"Schlammschlacht von Brunsbüttel": Schmutzige Kämpfe Fotos
REUTERS

Brunsbüttel - Petrus meinte es gut mit den Fans der Wattolümpiade. Bei strahlendem Sonnenschein haben sich am Sonntag an der schleswig-holsteinischen Elbmündung 400 Freizeitsportler bei der "Schlammschlacht von Brunsbüttel" im Schlick gesuhlt. Unter dem Motto "Schmutzige Spiele für eine saubere Sache" feuerten Tausende Besucher die insgesamt 38 Teams bei skurrilen Sportarten wie Wattfußball, Watthandball, Wolliball und Schlickschlittenrennen an.

Aus Bayern und Hessen reisten die Sportler an. Auch aus Tschechien kamen Teilnehmer zu dem ungewöhnlichen Turnier, sagte Michael Behrendt, Sprecher der Veranstaltung. Gerne wären wohl mehr Menschen mit an den Start gegangen - aber die Plätze waren heiß begehrt: Innerhalb von drei Minuten nach Freischaltung der Online-Registrierung waren in diesem Jahr alle Plätze vergeben. Die Flut beendet die Schlammschlacht nach vier Stunden, daher gab es nur ein begrenztes Kontingent an Plätzen.

Bei den Teamnamen zeigten die Teilnehmer einige Kreativität. So holten "Die tighten mopsgedackelten Wattenhunde" den ersten Platz im Handball, die Mannschaft "Treibsand" siegte im Fußball, im Wolliball holte der "FC Wattikan" den Siegerpreis und das "Team Rathaus Krummhörn" im Schlickschlittenrennen. Als lustigster Mannschaftsname wurde "Die Schäriffs von Wattingham" auserkoren.

Im frischen Nordseeschlick kämpften die Teams um Siegerpokale. Mit den Einnahmen der Veranstaltung wird seit 2004 die schleswig-holsteinische Krebsgesellschaft unterstützt. Bislang hat der Wattolümpiade-Verein rund 180.000 Euro eingesammelt. Die Macher des Festivals wurden in diesem Jahr für den Deutschen Bürgerpreis 2013 nominiert.

lei/dpa

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