Tag des Welterbes Das sind Deutschlands Unesco-Schätze

42 Unesco-Stätten gibt es in Deutschland - und sie feiern sich am Welterbetag am Sonntag mit zahlreichen kostenlosen Veranstaltungen. Mit dabei: Bergwerke, Schlösser, Museen, aber auch Nationalparks wie das Wattenmeer.

DPA

Bamberg ist schon 25 Jahre dabei, der Aachener Dom 40 Jahre: Die beiden Unesco-Welterbestätten sind nur zwei von 42 hierzulande. Mit dieser hohen Zahl liegt Deutschland auf dem fünften Platz der Länder weltweit mit den meisten Welterbestätten - Italien als Nummer eins hat elf mehr.

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Welterbetag 2018: Schätze vor der Haustür

Am Sonntag, 3. Juni, feiern sich die Kultur- und Naturschätze am alljährlichen deutschen Welterbetag. Ein Anlass, sich die Schätze vor der Haustür bewusst zu machen. Die zentrale Feier richtet dieses Jahr Aachen aus, anlässlich des runden Jubiläums, das Stadt und Domkapitel Ende September noch ausgiebiger begehen werden. Am 8. September 1978 wurde die Kathedrale als erstes Bauwerk in Deutschland in die Unesco-Liste aufgenommen.

Seitdem sind Schlösser wie Schloss Wilhelmshöhe und die Würzburger Residenz, Gebäude wie die Fagus-Werke und des Bauhauses, Kirchen und Klöster wie "Die Wies" und Maulbronn und Stadtbilder wie Wismar, Lübeck oder Bamberg hinzugekommen. Dazu Naturwelterbe wie das Wattenmeer und Buchenwälder. Zu den Neulingen zählen die Hamburger Speicherstadt (2015 aufgenommen), das Werk von Le Corbusier (2016) und die Höhlen und Eiszeitkunst im Schwäbischen Jura (2017).

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Heimatbesuch: Unterwegs im eigenen Land

Jede der Welterbestätten bietet am 3. Juni ein anderes Programm - meist jedoch sind kostenlose Führungen und Besichtigungen dabei. So zum Beispiel der Chorhalle und der Domschatzkammer des Aachener Doms, des Bremer Rathauses und des Bauhauses in Bernau. An anderen Orten findet ein Unesco-Parcours statt: In Trier gibt es ein dichtes zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmtes Führungsprogramm, in Bamberg sind zeitgleich 25 Führungen durch das Welterbegebiet geplant.

Viele Sommerfeste nehmen den Welterbetag zum Anlass, auch Kinder mittels Workshops für Geschichte zu interessieren oder einfach Unterhaltung zu bieten. So an den Grenzen des Römischen Reiches, im Fagus-Werk in Alfeld, auf mehreren Bühnen im Park Babelsberg, auf der Zeche Zollverein. In die Naturschätze wie das Wattenmeer und den Nationalpark Hainich führen Ranger.

Das gesamte Programm des Welterbetages 2018 findet sich hier.

abl



insgesamt 3 Beiträge
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huz6789 01.06.2018
1. Vermarktung
Wir machen regelmäßig einen riesen Bogen um UNESCO prämierte Orte. Diese Auszeichnung sorgt fast überall für massive Vermarktung und entsprechenden riesigen Rummel. Die Ort werden zu Hotspots und damit i.d.R. viel über die Maßen besucht und mithin belastet. Der einzige Vorteil der Auszeichnung ist, dass dort die Masse rumrennt, und wir so ungestörter nach den wirklich schönen Orten schauen können.
dermovi 01.06.2018
2. Der Willy
Es heißt "Wilhelmshöhe", nicht "Wilhelmsburg" (auch wenn dem Hamburger das näherliegend erscheint).
72prozentedelkakao 01.06.2018
3. Wattenmeer
Wenn ich die Gülletanker aus Vechta sehe, die 100 km fahren, um ihre Last über die Wiesen und Weiden Ostfrieslands und die dortigen Siele in das Wattenmeer zu entsorgen, dann frage ich mich schon, wie die es schaffen, den Titel trotzdem zu verteidigen. Oder verdünnt sich der Stoff so stark, daß er im Wattenmeer nicht mehr nachweisbar ist?
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