Unwetterschäden an der Partnachklamm Hier kein Durchgang zur Zugspitze

Wer zur Zugspitze wandern möchte, wählt häufig den Weg über die Partnachklamm. Nun ist die Schlucht erstmals seit einem Vierteljahrhundert gesperrt - ausgerechnet zum Start der Feriensaison.

DPA

Drei besonders berühmte Wanderziele gibt es in der Gegend um Garmisch-Partenkirchen: die Zugspitze, den Eibsee und die Partnachklamm. Die spektakuläre Schlucht ist derzeit jedoch nicht begehbar - erstmals seit 27 Jahren, ausgerechnet zum Start der Feriensaison.

Grund dafür sind schwere Schäden, die zuletzt bei heftigen Unwettern entstanden waren. Anfang August, so hofft Martin Bader von der Hauptverwaltung des Marktes Garmisch-Partenkirchen, können Besucher wieder durch die Schlucht mit den bis zu 80 Meter hohen Wänden steigen.

"Wir versuchen, so schnell wie möglich wieder zu öffnen", sagte er. "Es kann auch länger dauern. Man wird bei der Arbeit sehen, wie aufwendig es wird." Auf eine "nicht unerhebliche sechsstellige Summe" schätzen Kenner die Kosten für die Beseitigung der Schäden. Die Klamm zieht jährlich mehr als 400.000 Besucher an. Drei Viertel der Gäste kommen zwischen April und Oktober - derzeit wäre also Hauptsaison.

Fotostrecke

6  Bilder
Schlucht an der Zugspitze: Bagger in der Partnach

Wassermassen hatten Mitte Juni nach heftigem Regen Wurzelwerk und Bäume mitgerissen, die sich zwischen Felsen verkeilten. Geländer und Wege wurden zerstört, das Kassenhaus unterspült. Bei den Unwettern war auch ein Mann unterhalb der Klamm in der Partnach ums Leben gekommen. Er war auf einer überfluteten Straße aus dem Auto gestiegen und mitgerissen worden.

Testen Sie Ihr Wissen!

Die Partnachklamm ist eine enge Felsschlucht, durch die 1912 ein gesicherter Steig gebaut wurde. Ein faszinierender Weg mit einigen Tunnels, der immer knapp über dem schäumenden Wasser der Partnach verläuft. Am Ende der Klamm weitet sich das Tal, und der anstrengende Teil der Wanderung gen Zugspitze beginnt.

Zuletzt war die Klamm 1991 für längere Zeit gesperrt: Nach einem Felssturz war sie damals für sieben Monate nicht begehbar.

mxw/dpa



insgesamt 10 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
klartext2 01.07.2018
1. Oh, die armen Bayern.
Die können einem ja so richtig Leid tun. Ihre einzige, kleine touristische Einnahmequelle versiegt für so lange Zeit. Wie soll das Bayern nur überleben? Dabei gehen gerade sie doch so schonend mit ihrer Natur um. Wie sollen sie das nur verkraften? Wir brauchen ein Spendenkonto!
Ehrmantraut 01.07.2018
2. "Kassenhäuschen"?
Es kostet Geld eine Schlucht zu laufen??
flytogether 01.07.2018
3. Das Kassenhaus
muss jetzt aber nicht gleich als erstes renoviert werden.
didi2212 01.07.2018
4. Ja, die Begehung kostet 5 Euro,
was aber, wie dieser Fall belegt, mehr als berechtigt ist.
Paul Panda 01.07.2018
5. Ja was denn sonst!
Zitat von EhrmantrautEs kostet Geld eine Schlucht zu laufen??
Sie scheinen wohl noch nie in einer Touristenhochburg gewesen zu sein! In solchen Gebieten kostet das Besichtigen und Begehen schöner Orte in der Natur sowie das Parken in der Nähe dieser Orte oftmals sehr viel Geld, ob an der Zgspitze, in der schwäbischen Alb, am Titisee oder in der Provence. Der Tourismus ist dort oft die einzige Lebensgrundlage der Einheimischen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.