Nürnberg - In 170 Jahren deutsche Eisenbahn kommt so einiges an Erinnerungsstücken zusammen, und nicht immer sind es nur Dampflokomotiven und Hightech-ICE, die wahre Bahnfans begeistern können. Auch die Kleinigkeiten des Alltags faszinieren und dokumentieren das Auf und Ab der Bahngeschichte. Für die Ausstellung "Der Spazierstock des Eisenbahndirektors - Objekte der Begierde", die am Freitag eröffnet, hat das Nürnberger DB Museum auf fast 500 Quadratmeter eine wilde Mischung bisher noch nicht ausgestellter Objekte zusammengestellt.
Fotos erzählen von Aprilscherzen der Deutschen Bundesbahn im Jahr 1972: Kanuten trainieren auf wassergefüllten Flachwagen für die Olympischen Spiele, und in einem eigens für die Fans des Nackt-Badestrands "Abessinien" auf Sylt eingerichteten FKK-Abteil kontrolliert ein Schaffner eine Fahrkarte mit besonderer Funktion. Bahnwerbung aus den siebziger Jahren wird ebenso gezeigt wie Atomlokpläne, eine Puffersammlung, ein von Pendlern gebasteltes Skatset oder die älteste Fahrkarte aus dem Jahr 1867. Unter den Exponaten sind auch Knallkapseln, mit denen Lokführer früher vor Gefahren gewarnt wurden.
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