Dresden - Vor knapp einem Jahr kam die ersehnte Nachricht: Der Unesco-Welterbe-Ausschuss gab die Entscheidung bekannt, dass das Dresdner Elbtal in den erlauchten Kreis der wichtigsten Kultur- und Naturstätten der Welt aufgenommen wird. Die fast 20 Kilometer lagen Elbstrecke erhielt einen Platz auf der Liste der Weltkulturerbestätten. Doch erst heute wird die Ernennung offiziell, wenn der Direktor des Unesco-Welterbezentrums in Paris, Francesco Bandarin, die Urkunde bei einem Festakt im Schloss Albrechtsberg an den Oberbürgermeister der Stadt, Ingolf Roßberg, übergibt.
Der Dresdner Stadtrat hatte im Dezember 2002 seine Bewerbung um den Titel beschlossen, offiziell wurde dann der Antrag vom Auswärtigen Amt an die Uno weitergetragen. Direkte finanzielle Zuwendungen sind mit der Auszeichnung nicht verbunden, die Stadt erhofft sich aber neue Impulse für Kultur und Tourismus. Mit der Übergabe der Urkunde darf Dresden endlich mit dem Welterbe-Logo werben. Geplant ist, zur Koordination ein Kuratorium, einen Arbeitskreis und ein Welterbe- und Promotionbüro zu installieren.
Gleichzeitig mit dem Elbtal waren auch Bremen und der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau mit der Aufnahme auf die Welterbe-Liste geehrt worden. Das Landschaftskunstwerk des Fürsten Pückler in Ostsachsen erhielt bereits im Mai seine Urkunde, so dass der Freistaat jetzt über zwei Welterbestätten verfügt. Die 1972 eingeführte Liste umfasst rund 780 besonders wertvolle Stätten in 125 Ländern der Welt. Aus Deutschland sind insgesamt 30 Denkmäler, Orte und Regionen notiert.
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