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09.01.2007
 

Deutsche Mittelgebirge

Weniger Schnee als im Frühsommer

Die Lage ist trostlos. Feldberg und Harz zeigen braune Hänge, in Österreich regnet es bis in Höhen von 2000 Metern, internationale Wettkämpfe müssen verschoben werden. Das Wintersportvergnügen in pulvrigem Schnee lässt auf sich warten.

Hamburg – Die Aussichten sind trüb – und doch hoffen die meisten Deutschen, dass sich das Wetter noch auf seine Jahreszeit besinnt: 72 Prozent der Bundesbürger sind überzeugt, dass der richtige Winter mit Schnee und Eis noch kommt, zitierte die "Bild am Sonntag" eine Forsa-Umfrage. Derweil blühen die Kirschen, die Kraniche sind gar nicht erst in ihr Winterquartier gezogen, und die Zoo-Elefanten genießen die Wärme von deutlich über zehn Grad Celsius.

In den deutschen Mittelgebirgen macht sich leise Verzweiflung breit: Zurzeit liegt dort auf den Gipfeln weniger Schnee als im Mai und Juni vergangenen Jahres. Noch am 1. Juni 2006 wurden auf dem Feldberg im Schwarzwald 25 Zentimeter der weißen Pracht gemessen, teilte der Wetterdienst MC Wetter heute mit. In diesen Tagen gebe es dort nur Schneeflecken - ähnlich wie im Harz.

Während Anfang Juni auf dem Brocken den Meteorologen zufolge noch zwei Zentimeter Schnee registriert wurden, sind jetzt hier und da lediglich ein paar weiße Flecken zu entdecken. "Es ist eine Katastrophe", sagt der Betriebsleiter der Braunlager Seilbahn. "Denn wir leben vor allem vom Winterhalbjahr." Und noch bleibt es regnerisch. Auch in Bayern bleibt es bei bis zu 13 Grad unwinterlich warm, die Schneefallgrenze bleibt mit 1300 Meter hoch, auch hier ist Regen angekündigt.

Pyrenäen: Arbeitsplätze gefährdet

In den Alpen mangelt es ebenfalls vielerorts an der nötigen Unterlage für den Skisport. In Österreich liegt in St. Anton in Tirol mit mageren 1,05 Meter nach Angaben von wetteronline.de der meiste Schnee im Land. Doch anhaltender Regen unterhalb etwa 2000 Meter macht den wenigen Schnee in den österreichischen Gebieten feucht und matschig. In der Schweiz glänzt Saas-Fee im Wallis unter den Skiorten mit lediglich 1,77 Meter Schnee und gutem Pistenzustand, in Italien Breuil-Cervinia im Piemont mit 1,30 Meter Schnee.

In Frankreich bietet Chamonix in den Haute-Savoie die dickste Schneedecke von 1,90 Metern. Dennoch bleiben wegen des Schneemangels in den französischen Skigebieten viele Lifte leer. Darunter leiden vor allem die Liftbetreiber und Skiausleiher in den Alpen wie in den Pyrenäen, berichtete der nationale Seilbahnverband in Grenoble. "Wenn es in den kommenden Wochen nicht schneit, werden einige Stationen ihr Liftpersonal entlassen müssen", sagte David Carlier vom Tourismusverband der Pyrenäen.

In Val-Thorens (Savoyen) konnten während der Weihnachtsferien nur drei Viertel aller Pisten befahren werden, in Saint-Pierre de Chartreuse (Val d'Isère) sogar nur die Hälfte. In den Pyrenäen blieb der Skibetrieb fast ganz aus. Viele Touristen stiegen auf andere Sportarten um. Nur im Schneeloch Vogesen waren die Betreiber mit der Auslastung zufrieden.

Wintersport-Wettkämpfe: Verschoben und umgelegt

Die auch weiterhin nass-trüben Aussichten machen so einigen Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Die deutschen Skilanglauf-Meisterschaften vom 18. bis 21. Januar müssen sich eine Alternative zum geplanten Austragungsort Girkhausen suchen. Die Freestyle-WM musste sogar gleich ganz verschoben werden: Statt vom 22. bis 27. Januar soll die Weltmeisterschaft nun vom 5. bis 11. März in Madonna di Campiglio/Italien stattfinden, wie der internationale Ski-Verband (FIS) gestern mitteilte. Selbst Kunstschnee blieb bei den milden Temperaturen nicht liegen.

Derweil bangt der Deutsche Schlittenhundesportverband noch um seine Wettkämpfe. Mehrere Rennen seien bereits wegen Schneemangels abgesagt worden, sagte Christa Grimminger vom Verband. Dass es bereits Anfang Januar Probleme mit Terminen gebe, weil der Schnee ausbleibe, sei ungewöhnlich.

Skisaison im Libanon gestartet

Währenddessen haben andere Regionen der Welt mit Winterstürmen zu kämpfen. In Japan behinderte heftiger Schneefall den Bahn- und Flugverkehr im Norden des Landes. Mehr als 30 Flüge nach und von der nördlichsten Hauptinsel Hokkaido wurden Medienberichten zufolge gestrichen. Wagen eines Güterzuges entgleisten auf Hokkaido. Gleichzeitig erschütterte ein starkes Erdbeben Teil der nordwestjapanischen Provinz Niigata.

Immerhin im Libanon hat gestern die Skisaison bei ausreichend Schnee und strahlenden Sonnenschein begonnen. Im Faraya-Resort im Libanon-Gebirge saßen die Skifahrer in Cafés und beobachteten das Treiben auf der Piste. Wer sich erinnern will, wie traumhafte Skiverhältnisse aussehen können, sollte mit der Webcam in den Vorderen Orien blicken.

abl/dpa/rtr/AP/ddp

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14.12.2010 von liliou:

Gibt es bestimmte Pisten, auf denen ich als Snowboard (http://www.sport2.de/snowboard.html) Anfänger üben sollte, oder ist das primär erst mal egal? mehr...

01.03.2009 von wudi:

Oft spielt fuer Leute die Piste nur eine sekundaere Rolle. Die Afterski-Partys am Abend sind wichtger. mehr...

25.02.2009 von wudi:

Ich habe den Vorteil ausserhalb des Skitourismus zu leben. Nicht ganz so spektakulaere Loipen und Abfahrten, dafuer Leute die mit Skifahren/laufen grossgeworden sind. Auch sind die Preise wesentlich niedriger. mehr...

25.02.2009 von deftone23:

das klingt sehr gut,vor allem das jeder weiss wie er zu fahren hat.ist mittlerweile ja eine seltenheit geworden.leider... mehr...

18.02.2009 von jasyd:

Wie ich das Wort hasse. Da standen die Zuschauer an den Abhängen und pisten. mehr...

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