Québec - Das offiziell ernannte Kultur- und Naturerbe der Welt zählt nun 851 Stätten: Die Unesco hat auf ihrer Sitzung in der kanadischen Stadt Québec die Aufnahme von vier weiteren Stätten auf die Liste des Welterbes beschlossen. Dabei handelt es sich um den Berg Le Morne auf Mauritius, ein früheres Versteck entflohener Sklaven, die archäologische Stätte al-Hidschr in Saudi-Arabien, Anlagen aus Erdhäusern in der chinesischen Provinz Fujian sowie befestigte christlich-armenische Klosteranlagen im Nordosten Irans.
Mit al-Hidschr (Madâin Sâlih) wurde am Sonntag erstmals ein Ort in Saudi-Arabien in die Liste des Welterbes aufgenommen. Es ist die größte bewahrte Stätte der Nabatäer-Kultur südlich von Petra in Jordanien. 111 monumentale Gräber stammen aus der Zeit um Christi Geburt.
Die Unesco beschloss außerdem, den Status der peruanischen Inka-Stadt Machu Picchu in der Liste des Weltkulturerbes nicht zu ändern. Die Weltkulturorganisation verzichtete darauf, die Ausgrabungsstätte in den Anden als gefährdetes Weltkulturerbe einzustufen. Die Unesco würdigte am Sonntag, dass sich Peru um die Erhaltung und den Schutz von Machu Picchu bemühe. Die Ruinenstadt wurde bereits 1983 als Weltkulturerbe eingestuft.
Die Entscheidung über eine Aufnahme von sechs Berliner Wohnsiedlungen aus dem frühen 20. Jahrhundert soll dagegen erst Montag oder Dienstag fallen.
abl/AP/dpa-AFX
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