Das Mausefallen- und Kuriositätenmuseum in Güntersberge ist nichts für Zimperliche. Das 300 Jahre alte Fachwerkhaus im Harz wartet mit Minigalgen und Selbstschussanlagen auf, mit denen Nagern früher der Garaus gemacht wurde. Auf dem Todesturm schlitterten sie über Rutschen in ein Wasserbecken und ertranken dort. Die Wühlmauskanone wurde in die unterirdischen Gänge der Plagegeister geschoben und automatisch ausgelöst, sobald eine Maus sie berührte.
In der "Galerie der stillen Örtchen" präsentiert die Sammlerfamilie außerdem eine stattliche Auswahl alter deutscher Kackstühle. Dazu gehört zum Beispiel ein herrschaftlicher Sessel von 1860, dessen Sitzfläche man bei Bedürfnis zur Seite schieben konnte. Damennachttöpfe, Keuschheitsgürtel, Reiseklosetts, Flohfallen - in Güntersberge mangelt es nicht an Alltäglichem aus einer anderen Zeit.
Klausstraße 138
06507 Güntersberge
Telefon: 039488-430
Öffnungszeiten: Samstags und sonntags 14 bis 18 Uhr, wochentags nach Anmeldung
Eintritt: 1,50 bis 5 Euro
www.mausefallenmuseum.de
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