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02.08.2008
 

4000 Hektar verwüstet

Verheerender Waldbrand an türkischer Riviera

Ein Toter, mehrere evakuierte Dörfer: In der Provinz Antalya an der türkischen Riviera hat ein verheerender Waldbrand etwa 4000 Hektar Land vernichtet. Urlauber sind nach Angaben der Behörden nicht gefährdet.

Istanbul - Bei heftigen Waldbränden in der türkischen Mittelmeerprovinz Antalya ist ein Mensch ums Leben gekommen. Bis zum Samstag verwüsteten die Flammen nach Behördenangaben rund 4000 Hektar Land. Im Ort Karatas seien 60 Häuser niedergebrannt, sagte Umweltminister Veysel Eroglu.

1300 Feuerwehrleute und 15 Löschflugzeuge waren den Angaben zufolge im Einsatz gegen die Flammen, unterstützt von Hubschraubern und Löschflugzeugen. Besonders betroffen ist die Gegend zwischen dem Bezirk Serik und der Küstenstadt Manavgat, in der auch mehrere große Feriendörfer liegen. Die Urlauber seien aber nicht gefährdet, teilten die Behörden mit. Bis Samstagnachmittag war das Feuer weitgehend unter Kontrolle, teilte Eroglu mit.

Die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete am Samstag, Rettungskäfte hätten die verkohlte Leiche eines Mannes gefunden. Dabei soll es sich um einen von zwei seit Freitag vermisste Dorfälteren handeln. Die Waldbrände brachen nach Angaben der Behörden am Freitag aus, als starke Winde vermutlich Stromleitungen niederrissen und das trockene Unterholz sich dadurch entzündete.

Am Freitag hatten die Flammen auch die Ruinen der antiken griechischen Stadt Aspendos bedroht, ein beliebtes Ausflugziel für Türkei-Urlauber. Das gut erhaltene Theater von Aspendos war jedoch nicht akut gefährdet, wie Anadolu unter Berufung auf das Kulturministerium meldete. Sorge bereiteten den Behörden jedoch starke Winde, die das Feuer neu anfachen könnten.

Unterdessen beschwerten sich Bewohner von Karatas über die langsame Reaktion der Regierung auf die Brände. "Niemand hat uns geholfen", sagte eine Frau der Agentur Anadolu. Eroglu sagte den Dorfbewohnern Entschädigungen zu. Der türkische Rote Halbmond und andere Hilfsorganisationen schickten humanitäre Hilfe in die betroffenen Gebiete. Mehrere umliegende Dörfer wurden evakuiert.

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