Es knirscht unter den Kufen, es quietscht in den Kurven: Gemächlich geht es im Rentierschlitten durch die verschneite und einsame Landschaft Lapplands. Rentierzucht hat bei den Samen, wie der einheimische Volksstamm heißt, eine lange Tradition. Vor den Schlitten werden die Paarhufer allerdings fast nur noch für die Touristen gespannt: Rentiersafaris sind bei Urlaubern in Finnland schwer angesagt - vor allem in der Adventszeit. Schließlich stimmt eine Fahrt mit Rudolph und seinen Kollegen formvollendet auf Weihnachten ein.
Rentiere waren lange Zeit die Haupteinnahmequelle der Lappen, die nomadisch mit den Rentierschlitten durch die Wälder zogen. Doch seit den sechziger Jahren, als die Samen immer mehr Gefallen am Snowmobile fanden, verblasste die Nomaden-Romantik.
Erst Urlauber entdeckten den Charme der Schlittenfahrten wieder. Auf Rentierfarmen können sie von Herdenbesitzern mehr über Tiere und Zucht zu erfahren. Manches Mal dürfen die Wiederkäuer auch selbst gefüttert, gestreichelt und gestriegelt werden.
Doch nicht nur ihr hübsches Aussehen und gemächliches Wesen macht Rentiere populär: Für Gourmets zählen sie zu den besten Wildarten dieser Erde. Das Fleisch ist äußerst zart, recht mager und eiweißreich. Die einheimischen Schlittenführer tragen meist getrocknetes Rentierfleisch im Proviantbeutel bei sich und lassen es ihre Gäste probieren.
peg
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