Von Robert Demmel
Sonntags nie!
Das Sonntagshorn ist eine Voralpen-Skitour wie aus dem Bilderbuch. Allerdings mit einer für voralpine Verhältnisse recht ordentlichen Höhendifferenz - und vor allem einer ganz wunderbaren Abfahrt, besonders in Kombination mit dem benachbarten Peitingköpfl. Dabei eignet sich das Sonntagshorn auch schon bei niedriger Schneelage für die ersten Schritte in den Winter, in Chiemgauer Expertenkreisen geht die Mär, man könne das Sonntagshorn bereits bei Raureif befahren.
Die besten Verhältnisse hält in der Regel der Februar bereit: Dann erwischt man am südseitigen Gipfelhang meist schon den ersten Firn, dass es gerade so spritzt. Und nach einem kurzen Gegenanstieg aufs Peitingköpfl schwebt man durch die nordseitige Kühlkammer im Pulverschnee hinunter zur Hochalm.
Kein Wunder also, dass der Berg bei so vielen Vorzügen überaus regen Besuch erhält, zumal er ja für die Salzburger Tourengeher vor der Haustür liegt. Wer also clever ist, der kommt keinesfalls am Wochenende. Kleiner Tipp: Wir haben neulich auf dem Rückweg aus den Tauern am Montagmorgen einen kleinen Umweg über das Heutal gemacht - und saßen bei schönstem Wetter allein am Gipfel.
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