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Balearen-Insel Ibiza: Hier sonnt sich Kate Moss neben Leonardo DiCaprio

Balearen-Insel Ibiza: Der neue Promi-Hotspot Fotos
Corbis

Ibiza galt früher als Insel der Hippies. Heute trifft sich hier der internationale Jetset. Wo Kate Moss, Paris Hilton und Puff Daddy Urlaub machen, werden Restaurants und Hotels immer teurer - und für Normalurlauber unbezahlbar.

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St.Tropez? Von wegen! Die Schönen, Reichen und Berühmten fahren dieses Jahr nicht an die Côte d'Azur, sondern auf die Balearen-Insel Ibiza. Das ehemalige Hippie-Quartier ist zur spanischen Party-Insel mutiert, zum Hauptquartier der Pop- und Hollywoodstars, der Royals, der Spitzensportler und der Top-Unternehmer aufgestiegen. Der Promi-Ansturm begann in den Neunzigern und ist mittlerweile so groß, dass die Zeitung "El País" sich dieser Tage die Frage stellte: "Passt denn so viel Ruhm auf eine einzige Insel?"

Nicht alle Prominenten legen auf "Eivissa", wie das Mittelmeer-Eiland auf Katalanisch heißt, nur die Füße hoch. Glamour-Girl Paris Hilton trat im Club Amnesia auch als DJ auf. Für ihre vier Auftritte bei den "Foam and Diamonds" (Schaum und Diamanten)-Partys jeden Mittwoch im August soll sie nach Medienberichten, die sie nicht dementierte, zwei Millionen Euro bekommen haben.

Paris Hilton ließ sich am Mittelmeer unter anderem mit dem brasilianischen Fußball-Weltstar Neymar ablichten und postete das Foto auf Instagram. Auf einem vom saudischen Unternehmer und Filmproduzenten Mohammed al-Turki veröffentlichten Bild ist sie im Hintergrund zu sehen, wie sie sich auf einer Feier mit einem anderen Selbstvermarktungswunder, Kim Kardashian, unterhält. Daneben sieht man Kims Ehemann Kanye West, Teenie-Idol Zac Efron und - etwas verdeckt - Wests Rapper-Kollegen Puff Daddy.

Models, Fußballer und Hollywood-Schauspieler

Die Liste der Stars und Sternchen, die sich in den vergangenen Wochen auf Ibiza ein Stelldichein gaben, ist lang: Die Musikwelt wurde unter anderem auch von Rihanna und Justin Bieber vertreten, Hollywood durch Leonardo DiCaprio, Will Smith, Orlando Bloom, Kate Hudson, Jared Leto und Lindsay Lohan. Models wie Naomi Campbell und Kate Moss sonnten sich und feierten ebenso wie die Tennisprofis Rafael Nadal und Novak Djokovic oder die Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger, Mario Götze und André Schürrle. Auch die Casiraghis, die Kinder von Monacos Prinzessin Caroline und ihrem 1990 bei einem Bootsunfall getöteten Ehemann Stefano, waren da.

Allein im Juni fertigte der VIP-Bereich des Ibiza-Flughafens nach eigenen Angaben mit 121 Familien oder Gruppen etwa 40 Prozent mehr Gäste ab als im gleichen Monat des Vorjahres. Wieso kommen die Promis plötzlich in Scharen auf die Balearen-Insel, die mit 572 Quadratkilometern deutlich kleiner ist als zum Beispiel die Stadt Hamburg? Warum machen diesmal so viele einen Bogen um einstige Promi-Hochburgen wie Marbella oder Mykonos? Eine Rolle spielte sicher die Einweihung vieler Fünf-Sterne- und Ultra-Luxus-Herbergen.

Ein Zimmer kostet 10.000 Euro, eine Flasche Champagner 600

"Ibiza war bis vor wenigen Jahren Ziel vor allem der Mittelklasse-Touristen. Das Defizit an Luxushotels wurde nun behoben", sagte der Vize-Generaldirektor der Palladium-Gruppe, Jesús Sobrino, der Zeitung "La Vanguardia". Die Gruppe errichtete ihr erstes Etablissement auf Ibiza vor fünf Jahren. Inzwischen betreibt sie zwölf Häuser. Das neueste, das erste Hard-Rock-Hotel Europas, wurde mit Zimmerpreisen zwischen 450 und 10.000 Euro pro Nacht im Juni eröffnet.

Nicht nur bei den Hotels tat sich viel. "Ibiza war kreativ. Man hat nicht nur aufgeholt, sondern ist inzwischen den neuesten internationalen Tendenzen sogar voraus", sagte Marketing-Professor Josep-Francesc Valls und verweist auf neue Angebote in Musik, Freizeit und Gastronomie.

Die Preise auf der in den Sechzigerjahren von Hippies entdeckten Insel, die heute auch in einfach anmutenden Strandbars horrende Dimensionen erreichen, halten zudem vielerorts viele Touristen fern, sodass die Berühmtheiten unter sich bleiben können. "Auf Ibiza verkauft sich eine 600-Euro-Flasche leichter als eine, die 300 kostet", sagte ein Sprecher des Champagner-Herstellers Louis Roederer der Zeitung "El País". Abends wird dann im teuersten Restaurant der Welt diniert - dem Sublimotion: Ein Menü dort kostet schlappe 1.500 Euro. Klar, dass sich das nur Stars und Reiche leisten können.

Der Journalist Juan Suárez, eine Art Chronist der Insel, weiß: "Klar, Promis kommen hierher, um gesehen zu werden. Aber wo sonst kann Naomi Campbell wie hier in der Marina ungestört shoppen oder DiCaprio in einer Strandbar fast wie ein Unbekannter sitzen?"

Emilio Rappold/dpa/jkö

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insgesamt 16 Beiträge
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1. Ibiza zur Neureichen-Insel gewandelt
raber 14.08.2014
Ibiza ist das Neureichen-Ziel und wird einfach gut vermarktet. Die Bewohner der Côte d'Azur sind nicht gerade traurig über diese Entwicklung und werden ruhigere Sommermonate verbringen können; anders ist es mit den Geschäften. Allerdings bietet Ibiza bei weitem nicht so viel Platz für die Yachten. Paris Hilton, Bieber und Daddy möchte ich sowieso nicht neben mir sitzen haben. Sonst aber ist Ibiza sehr schön. Natürlich kommt es daauf an, was man sucht. MIr war nicht bewusst, dass es in Europa noch keine Hard-Rock-Hotels gab. Etwas besonderes ist es auf keinen Fall.
2. Kurve nach unten
paulroberts 14.08.2014
Zitat von sysopDPAIbiza galt früher als Insel der Hippies. Heute trifft sich hier der internationale Jetset. Wo Kate Moss, Paris Hilton und Puff Daddy Urlaub machen, werden Restaurants und Hotels immer teurer - und für Normalurlauber unbezahlbar. http://www.spiegel.de/reise/europa/balearen-insel-ibiza-wo-die-stars-diesen-sommer-urlaub-machen-a-986148.html
wie überall; die Geschichte Sylts ist ähnlich:erst Künstler und Boheme, dann die Reichen, die deren (interessante) Nähe suchen, dann die Neureichen und dann Ballermann.
3. Schade
konbaum 14.08.2014
Eklig, diese Sippe. Und schade, dass die Spanier so abkassieren. An sich spricht ja überhaupt nichts dafür, die Preise zu erhöhen, nur weil Gäste bekannt statt unbekannt sind. Die Raffgier der Menschen ist doch wirklich überall dieselbe, in Brasilien wurde während der WM auch enorm gewuchert ...
4. Hoffentlich gehen sie bald wieder...
anna1 14.08.2014
...das wünsche ich mir sehnlichst. Wir, die wir seit Jahren dort leben, mit Hauptwohnsitz und steuerpflichtig, sehen diese Entwicklung mit Besorgnis. Denn für uns residente "Expats", und Ibicencos steigen die Preise jetzt nicht nur in der Saison sondern ganzjährig, der Zugang zu bestimmten Stränden wird von ekligen Bodybuildern mit Knopf-im-Ohr unmöglich gemacht, wenn man nicht im Hummer oder mit Chauffeur vorfährt ...alles ein Riesen-Bling-Bling, eine Geldmaschine für meist nichtansässige Investoren. Wenn der Mammon wenigstens der Behebung überlebenswichtiger Probleme zufliessen würde! Denn die Gemeinden können sich von Steuergeldern anscheinend keine Feuerschneisen in den durch gesunkene Grundwasserspiegel gefährlich trockenen Pinienwäldern leisten, die Lehrer treten alle paar Wochen wegen unzumutbarer Arbeitsbedingungen in den Ausstand... ich könnte viel erzählen...Dennoch: meine Trauminsel. So verkriechen wir uns im Norden, genießen die herrlichen Sonnenuntergänge und hoffen, dass die Heuschreckenplage von selbst verschwindet!
5. Wirkliche Stars
metafferix 15.08.2014
kommen schon seit fast hundert Jahren auf die Insel und viele von Ihnen haben sich Fincas in der wunderschönen Landschaft zugelegt. Die Plastik-Sternchen von heute sind die Nachhut. Schade, dass sie die Preise kaputt machen. Doch es gab dort schon immer 2 Preise. Einen für Fremde in den Städten und einen für Einheimische auf dem Lande. Und das ist wiederum richtig so. Das einmalige Licht der Insel, die lange, abwexlunxreiche Geschichte und die selbst für Bauhaus-Architekten beispielhafte Architektur werden den Besuch der Glitzerwelt schon überstehen (wenn jetzt nicht aufgrund der Berichterstattung Legionen von Konsumrobotern sich im faden Licht der Plastikwelt sonnen wollen und dorthin pilgern).
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