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Stonehenge-Kunstaktion: Erleuchtung am Steinkreis

Stonehenge wirkt derzeit noch spektakulärer als sonst: Französische Künstler veranstalten rund um den prähistorischen Steinkreis in Südengland eine Feueraktion. Besucher können den Kolossen in diesen Nächten so nahe kommen wie nie.

Illuminierte Touristenattraktion: Feuerspektakel in Stonehenge Fotos
Getty Images

London - Niemand weiß mit Sicherheit, welchen Zweck das Bauwerk Stonehenge einst erfüllt hat. Nun wirken die berühmten Steinkolosse in der südenglischen Grafschaft Wiltshire noch mysteriöser als sonst: Zwei Wochen vor Eröffnung der Olympischen Spiele ist das prähistorische Monument in Feuer- und Kerzenlicht getaucht worden.

Pfade und Skulpturen aus Flammen erhellten den sagenumwobenen Steinkreis in der Nacht zum Mittwoch. Zwei weitere solcher Nächte sollen folgen. Anders als sonst können Besucher des Kunstprojektes, das von der französischen Gruppe Compagnie Carabosse im Rahmen einer Kultur-Olympiade für London 2012 entwickelt wurde, nahe an die mächtigen Steine heran und sogar in den Kreis hinein. Normalerweise kann das Monument nur von einer Absperrung aus betrachtet werden.

Wie Stonehenge einst entstand, ist nicht endgültig geklärt. Die bis zu 25 Tonnen schweren Steinkolosse wurden vermutlich etwa 2500 vor Christus aus Wales an den heutigen Ort gebracht. Die Stätte aus der Jungsteinzeit gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

Am Mittwoch begannen die Arbeiten an einer neuen Umgebung für Stonehenge. Um die Sicht auf die Steinkreise möglichst freizuhalten, soll ein Parkplatz entfernt werden. Außerdem wird ein neues Besucherzentrum gebaut und ein Teil einer viel befahrenen Straße verlegt. Der Umbau kostet umgerechnet mehr als 34 Millionen Euro. Er werde Stonehenge "seine Würde" wiedergeben, hieß es von der Denkmalschutzorganisation English Heritage. Die "Eingriffe der modernen Welt" sollten auf ein Minimum reduziert werden.

jus/dpa

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