Expo-Ende Party vor dem Laster

Volksfest-Stimmung unter den Augen der Möbelpacker: Während die letzten Besucher die Weltausstellung verabschiedeten, verschwanden bereits die ersten Exponate in den Kartons.


Hannover - Mit einem großen Feuerwerk ist in Hannover die Weltausstellung zu Ende gegangen.

Mit einem Konfettiregen endete die offizielle Expo-2000-Abschlussfeier
DPA

Mit einem Konfettiregen endete die offizielle Expo-2000-Abschlussfeier

Auf der zentralen Expo-Plaza verfolgten am Dienstagabend mehrere zehntausend Besucher die farbenprächtige Darbietung. Zuvor war der Abschluss der Weltausstellung mit Partys in der Expo-Arena und in zahlreichen Pavillons gefeiert worden.

Nach dem Feuerwerk waren mehrere tausend Besucher im Gedränge auf der Expo Plaza eingeschlossen und konnten das Gedränge nicht verlassen. Erst nach etwa einer Stunde entspannte sich nach Berichten von Augenzeugen die Situation.

In vielen Bereichen der Ausstellung begannen bereits am späten Abend die Abbauarbeiten. Die ersten Lkw zum Abtransport von Ausstellungsstücken und Inventar rollten bereits vor Mitternacht auf das Expo-Areal. Die Weltausstellungsgesellschaft muss das Messegelände bis zum 15. November gänzlich geräumt haben. Am 21. November wird dort bereits wieder die erste Messe stattfinden.

Die nächste Expo findet 2005 im japanischen Aichi statt
AP

Die nächste Expo findet 2005 im japanischen Aichi statt

Mit der Abschiedsshow "Fremde werden Freunde" haben Millionen von Menschen das Ende der Expo auch am Bildschirm verfolgt. ZDF-Moderator Johannes B. Kerner sagte: "Während der Expo haben wir fünf Monate lang ein tolerantes und offenes Deutschland gezeigt." Expo-Generalkommissarin Birgit Breuel und der Sprecher der Nationen, Ole Philipson, betonten das völkerverbindende Element der Weltausstellung. "Wir haben ein freundliches, gemütliches Deutschland erlebt", sagte Philipson.

Pop- und Rockstars setzten bei der vom ZDF bereits am vergangenen Donnerstag aufgezeichneten Veranstaltung ein Zeichen gegen Rechtsradikalismus. "Wir haben eine Vision von einer bunten Republik Deutschland", sagte Rocksänger Udo Lindenberg, der die Idee zu dem Konzert hatte. Dabei waren Musiker wie die Popgruppe Pur, die Rapper Söhne Mannheims, Popsänger Reamonn und Altrocker Peter Maffay.

Der Erlös von 250.000 Mark geht an die Berliner Initiative "Gesicht zeigen" und das Neonazi-Aussteigerprojekt "exit".

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