Regulärer Betrieb gestartet Auch Sie können jetzt durch den Gotthard-Tunnel fahren

Der erste planmäßige Zug ist durch den Gotthard-Tunnel gerollt. Der Weg nach Italien verkürzt sich um eine halbe Stunde.

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Der Gotthard-Basistunnel ist seit 6.09 Uhr am Sonntagmorgen im regulären Betrieb. Nach mehr als sechsmonatiger Probezeit wurde er für den fahrplanmäßigen Bahnverkehr freigegeben. Vom Züricher Hauptbahnhof aus rollte der erste Passagierzug nach Lugano. "Wir haben lange trainiert und freuen uns, dass es jetzt endlich losgeht", sagte der Chef des Schweizerischen Bahnbetreibers SBB, Andreas Meyer. Der Tunnel ist das Herzstück der "Neuen Eisenbahn-Alpentransversale" (NEAT).

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Gotthard-Basistunnel: Jetzt geht's los

Dank des Schweizer Tunnelwunders verkürzt sich die Reisezeit von Nord nach Süd um mehr als 30 Minuten. Täglich sollen rund 50 Personen- und bis zu 260 Güterzüge den Tunnel befahren. Die Personenzüge fahren aus Sicherheitsgründen zunächst mit maximal 200 Kilometern pro Stunde, später dann mit den üblichen 250 km/h. Die Fahrt durch den mit 57 Kilometern längsten Eisenbahntunnel der Welt dauert weniger als 20 Minuten.

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Der Gotthard-Basistunnel war nach 17 Jahren Bauzeit bereits am 1. Juni feierlich eröffnet worden. Hochrangige Gäste reisten zu den Feierlichkeiten, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Ehe der Tunnel für den allgemeinen Bahnverkehr freigegeben werden konnte, standen etliche Probedurchläufe an. Insgesamt 5000 Testfahrten wurden absolviert.

Schon am ersten Tag des Normalbetriebs kam es jedoch zu einer kleinen Panne, als ein Güterzug in dem neuen Tunnel steckenblieb. Dies sorgte rund zwei Stunden lang für Verspätungen. Grund war eine Störung an der Lok des Güterzugs, wie die schweizerische Nachrichtenagentur SDA berichtete.

Im Video: Der längste Eisenbahntunnel der Welt

cvo/apr/dpa



insgesamt 79 Beiträge
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dbrown 11.12.2016
1. Wie bitte?
Eine halbe Stunde??? Und dafür so ein Aufwand? Das schöne Geld, verpulvert für 30 Minuten...
Le Commissaire 11.12.2016
2. vernachlässigbar
Eine halbe Stunde für solch ein gigantisches Bauwerk finde ich irritierend wenig. Das ist ja keine Pendlerstrecke, bei der täglich viele tausend Berufstätige wichtige Lebenszeit sparen. Liegt hier vielleicht ein Missverständnis vor?
guenther2009 11.12.2016
3. Super, die Schweizer
machen uns vor wie es sein soll. Alle güter auf die Schiene und das rollende Lager abschaffen. Die Firmen müssen endlichumdenken.
Hardisch 11.12.2016
4.
Man kann sich tatsächlich fragen, wofür! 30 Minuten- diese Verspätung ist bei der DB häufig! Am Ende kommt es auf's gleiche raus! Immerhin: die Schweizer haben es allen gezeigt!
Thunder79 11.12.2016
5. Eine halbe Stunde ist viel!
Zumal die Strecke hauptsächlich für den Güterverkehr genutzt wird. Die Strecke bedeutet ernorme Kosteneinsparungen, ist ein zuverlässiger Betrieb im Winter und zudem auch Umweltfreundlicher, wobei sich die Strecke natürlich erst in ein paar Jahrzehnten rentiert.
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