Griechenland Fährenstreik in der Ägäis beendet

Die griechischen Seeleute in der Ägäis nehmen die Arbeit wieder auf. Seit Montagmorgen war der Fährverkehr zu den Inseln wegen eines Streiks eingestellt. Viele Urlauber blieben dort sitzen.

Fähren in Piräus (Archiv)
DPA

Fähren in Piräus (Archiv)


Noch am Morgen waren in Griechenland wegen eines Streiks der Seeleute die Fähren nicht ausgelaufen. Jetzt, nach gut 24 Stunden, ist der Ausstand beendet. Die Seeleute-Gewerkschaft PNO einigte sich mit dem Reederverband über eine Tariferhöhung. Dies teilte ein PNO-Sprecher im griechischen Rundfunk mit. Am Nachmittag sollten die Schiffe wieder ablegen.

Reeder und Seeleute einigten sich auf eine Zwei-Prozent-Lohnerhöhung und zwar rückwirkend zum 1. Januar 2018, hieß es. Zuvor hatten die Seeleute fünf Prozent gefordert, die ab 1. September gelten sollte. Wegen der schweren Finanzkrise waren ihre Löhne seit acht Jahren eingefroren.

Der Fährverkehr ist seit Montagmorgen weitgehend lahmgelegt. Auch am Dienstagmorgen waren die Inseln, die keinen Flughafen haben, durch den Streik praktisch von der Außenwelt abgeschnitten. Wie die Hafenpolizei mitteilte, pendelten lediglich einige kleinere Schiffe zwischen den Inseln der Ägäis.

Anfang September machen noch viele Touristen Urlaub in Griechenland. Zudem kehren Zehntausende mehrheitlich einheimische Touristen aus ihrem Urlaub auf den Inseln zurück in die Ballungszentren.

Die Reedereien hatten die Reisenden schon in der vergangenen Woche informiert und vorsichtshalber keine Tickets für Montag ausgegeben. Am Sonntag waren zusätzliche Fähren eingesetzt worden, um den Inselbesuchern und Einheimischen vor dem Streik die Reise aufs Festland zu ermöglichen.

Der Branchenverband SEEN erklärte, der Ausstand habe zu "ernsten Problemen" geführt. Touristen säßen auf abgelegenen Inseln fest und hätten keine Möglichkeit, ihre gebuchten Flüge nach Hause anzutreten. Hotels bekamen die Auswirkungen des Streiks durch Stornierungen zu spüren, außerdem gelangten wichtige Lieferungen nicht zu den Inseln.

abl/dpa/AFP



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