Höhlen auf Mallorca: Zum Mittelpunkt der Erde

Von Anja Leue

Mallorcas Untergrund steckt voller Überraschungen. Düstere Labyrinthe sind gefüllt mit mächtigen Säulen, zarten Stalaktiten und Formen, die fast magisch wirken. Die Tropfsteinhöhlen sollen sogar Jules Verne zu einem Abenteuerroman inspiriert haben.

Mallorcas Höhlen: Kunstwerke aus Kalkstein Fotos
Coves de Campanet

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In die Hölle geht es 40 Meter tief hinab. Mächtige Steinsäulen und erstarrte Fratzen umrahmen das dunkle Loch. Von der Decke hängen spitze Dolche, und es liegt ein modriger, leicht rostiger Geruch in der Luft. Wer in die Tiefe der Höhlen von Artà an der Ostküste Mallorcas blickt, kann sich der düsteren Atmosphäre kaum entziehen.

Genau hier stand vor langer Zeit Jules Verne - angeblich. Der berühmte französische Schriftsteller liebte es, sich solch magische Unterwelten auszumalen und seine Leser in diese zu entführen. In seinem Roman "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" schickt er Professor Otto Lidenbrock und seine zwei Begleiter in eine unterirdische Welt voller Gefahren und Abenteuer.

In der düsteren Tiefe des Erdreichs tasten sie sich durch ein Höhlenlabyrinth, das an die Tropfsteinhöhlen Mallorcas erinnert. Immer wieder werden die Coves d'Artà daher als Jules Vernes Inspiration für seinen Weltbestseller genannt.

"Es stimmt! Jules Verne war hier", behauptet Miquel Ginard, der Betreiber der Höhle, und verweist auf ein altes Gästebuch, in das sich Jules Verne am 17. September 1877 mit seinen Schriftstellerkollegen Victor Hugo, Alexandre Dumas dem Jüngeren sowie der Schauspielerin Sarah Bernhardt eingetragen haben soll - allerdings 13 Jahre nach der ersten Veröffentlichung seines Romans.

"Das ist nur ein Touristenscherz", meint dagegen der Jules-Verne-Experte Volker Dehs, der im Jahr 2005 eine umfangreiche Verne-Biografie herausbrachte und Vorstandsmitglied der Société Jules Verne in Paris ist. "Jules Verne hat Mallorca nie besucht", da ist er sich sicher.

Dorfdisco in der Höhle

Rund 130 Jahre später kümmert es die Besucher der Höhle wenig, ob der berühmte Schriftsteller schon vor ihnen die geheimnisvollen Säle besucht hat. Die Urlauber, die dem Strand den Rücken kehren und in die 17 Grad kühle Höhle hinabsteigen, erwartet heutzutage eine "Hölle", die mit einer Lichtshow und dröhnenden Klängen aus der Carmina Burana von Carl Orff in Szene gesetzt wird. Die bunten Lichter erinnern ein wenig an das Beleuchtungskonzept einer Dorfdisco.

Das schummrige Dämmerlicht der übrigen Höhlenräume lässt jedoch die anderen Gesteinsformationen dezenter zur Geltung kommen, wie etwa die "Königin". Dem mit 22 Metern größten Stalagmiten Europas fehlen nur noch 50 Zentimeter, bis er die Höhlendecke erreicht. Bei einem durchschnittlichen Wachstum von einem Zentimeter pro Jahrhundert können allerdings erst die Besucher in 5000 Jahren dieses Ergebnis bestaunen.

Nur wenige Meter weiter hängt ein steinernes Schaf rücklings von der Decke. Mit Phantasie lassen sich auch andere Tiere wie Quallen, Aale oder gar ein Elefant erblicken. Am Ende des rund 40-minütigen Rundgangs führt eine lange Treppe unter einem steinernen Torbogen zurück ans Tageslicht. Die Besucher blinzeln in die Sonne und blicken über eine Klippe direkt auf das Meer. Eine frische Brise Seeluft, durchmischt mit Kiefernduft, empfängt sie dort.

Von den circa 3500 Höhlen der Insel sind zurzeit fünf zu besichtigen. Neben den Höhlen von Artà liegen mit den Coves del Drac und Coves dels Hams bei Portocristo zwei weitere an der Ostküste. Letztere bietet den Besuchern einen Kurzfilm über Jules Verne, obwohl die Höhle erst in seinem Todesjahr 1905 entdeckt wurde.

Europas längster dünner Stalaktit

Während die Coves de Genova in der Nähe Palmas nur auf Voranmeldung zu besichtigen sind, stellen die Coves de Campanet ein beliebtes Ausflugsziel dar. Im Inselinneren, etwa zehn Kilometer nordöstlich von Inca gelegen, ist ihre Terrasse so einladend, dass sie zunächst manchen Urlauber davon abhalten könnte, in die dunkle Höhlenwelt zu steigen.

Verschwitzte Radfahrer in ihren bunten Trikots finden ebenso wie Familien mit Kindern Schatten unter der mit rosafarbenen Blüten berankten Pergola und genießen den Ausblick auf eine weitläufige grüne Ebene. Die Hauskatzen liegen seelenruhig dazwischen und lassen sich beim Dösen auch nicht durch das Glockengebimmel der Schafherde stören, die ganz in der Nähe grast.

Ein Hirte war es, der die Höhle 1945 durch Zufall entdeckte. Beim Reparieren einer Steinmauer auf dem Hügel Puig de Sant Miquel fiel dem 16 Jahre alten Tomeo ein tiefes Loch auf, das in ein - wie sich herausstellte - circa 3200 Quadratmeter großes Höhlensystem führte. Schon drei Jahre später wurde die Tropfsteinhöhle öffentlich zugänglich.

370 Stufen nehmen die Besucher auf dem Weg hinab in eine verzweigte Unterwelt mit bizarren Steinformationen. Die tiefste Stelle liegt unter einer 45 Meter dicken Schicht aus Kalkstein. Zu tief, um von Sickerwasser erreicht zu werden. Somit können die Säulen an dieser Stelle nicht weiter wachsen. In einem höher gelegenen Höhlenteil gelingt ihnen das dafür umso besser. Hier befindet sich Europas längster dünner Stalaktit. Mit einem Durchmesser von nur vier Millimetern hängt er vier Meter lang von der Decke herab. Oftmals brechen diese besonders dünnen Gebilde schon bei einer Länge von zwei Metern ab.

Spaghetti über den Köpfen

Carla Da Rocha, die seit sechs Jahren Gäste durch die Höhlengänge führt, vergleicht ihn und die benachbarten Stalaktiten mit Spaghetti. "Überhaupt, wer gerne isst, kann hier viel 'Essbares' entdecken", meint sie und weist auf steinerne Brokkoli und Champignonköpfe hin. Manch anderer fühlt sich beim Anblick der "Spaghetti" vielmehr an den heimischen Werkzeugkasten erinnert und wandelt unter einer Decke voller Nägel und Schrauben.

Der eigenen Vorstellungskraft freien Lauf zu lassen macht den Reiz der Höhlenbesuche aus. Die Erwachsenen freuen sich ebenso wie die Kinder über jede Gesteinsformation, in der sie ein Bild entdecken: Kerzenständer, riesige Orgelpfeifen oder geheimnisvolle Gnome. "Das ist wie in einer Zauberwelt", flüstert ein deutscher Urlauber in kurzer Hose seiner Frau zu.

Jules Verne formuliert es eine Nummer größer und lässt in seinem Roman seine Abenteurer feststellen: "Wer sich in die Abgründe des Erdballs hinabwagt, für den reichen die Worte der menschlichen Sprache nicht mehr aus."


Information zu Höhlen auf Mallorca

Coves de Campanet: ganzjährig geöffnet, 10 bis 18 Uhr, Eintritt: Erwachsene 12,50 Euro, Kinder 7 Euro.

Coves d'Artà: ganzjährig geöffnet, ab 10 Uhr, Eintritt: Erwachsene 13 Euro, Kinder 6 Euro, info@cuevasdearta.com

Coves dels Hams, Porto Cristo: geöffnet von 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr, Eintritt: Erwachsene 9,50 Euro.

Coves del Drach, Porto Cristo: ganzjährig geöffnet, ab 10 Uhr (Sommer), bzw. 10.45 Uhr (Winter), Eintritt: 13,50 Euro pro Person.

Weitere Infos: Fomento del Turismo de Mallorca, Calle Constitució 1 in E-07001 Palma, Tel. 0034/971/715310, www.fomentmallorca.org (auf Spanisch) bzw. auf Deutsch unter www.spain.info.

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insgesamt 4 Beiträge
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1.
gorgias.2 19.12.2012
Carmina ist Neutrum P l u r a l
2.
genosse_leser 19.12.2012
Im vergangenen Jahr besuchte ich die Coves del Drach bei Porto Cristo an und war enttäuscht. Diese "Tropfsteinhöhle" ist schon lange keine mehr. Die Berichterstattung darüber gehört in die Reiserubrik "Touristennepp". Man nimmt sich eine Stunde Zeit und erlebt eine unterirdische "Lightshow" mit "Konzert", der Begriff "unterirdisch" ist hier wörtlich zu nehmen. Es hat im besuchbaren Teil der "Tropfsteinhöhle" Coves del Drach weder Stalagtiten noch Stalagmiten, die wurden sämtlich über die vergangenen Jahrzehnte herausgebrochen und entfernt, nur die Stümpfe und Reste hängen oder stehen noch da. Ersatzweise liefert man dem Besucher etwas buntes Licht, setzt ihn in der Erde auf ein paar schmale Bänke und rudert vier Musiker mit in feuchtwarmer Luft dauerverstimmten Instrumenten dudelnd über den unterirdischen See heran und fertig ist die "Touristenattraktion". Jetzt lese ich im Spiegel vom "Reiz der Höhlenbesuche". Dieser Artikel ist symptomatisch für die Spiegelgruppe geworden. Nach Jahrzehnten habe ich mein Abonnement gekündigt und wenn ich diese "Reiseempfehlung" lese, fühle ich mich bestätigt. Berichterstattung und eigenes Erleben liegen so meilenweit auseinander, dass ich der Autorin unterstelle, ihre Recherche anhand von Prospekten und der Lektüre von TripAdvisor-Bewertungen betrieben zu haben. Das Printprodukt lese ich nicht mehr und auf Spiegel online hinterlasse ich zunehmend weniger Page Impressions. Das hat einen Grund Herr Mascolo. Im vergangenen Jahr besuchte ich die Coves del Drach bei Porto Cristo an und war enttäuscht. Diese "Tropfsteinhöhle" ist schon lange keine mehr. Die Berichterstattung darüber gehört in die Reiserubrik "Touristennepp". Man nimmt sich eine Stunde Zeit und erlebt ein unterirdische "Lightshow" mit "Konzert", der Begriff "unterirdisch" ist hier wörtlich zu nehmen. Da es in der "Tropfsteinhöhle" Coves del Drach schon lange weder Stalagtiten noch Stalagmiten hat, die wurden sämtlich schon lange herausgebrochen liefert man dem Besucher etwas buntes Licht, setzt in in der Erde auf ein paar schmale Bänke und rudert vier Musiker mit verstimmten Instrumenten über den unterirdischen See heran und fertig ist
3. Na dann bleiben
nandolino 19.12.2012
Sie doch lieber daheim Genosse. Vielleicht haben Sie einfach nur die falsche Veranstaltung gebucht...all inclusive?
4. Nicht alle Höhlen sind gleich
K.Reschke 28.03.2013
Zitat von genosse_leserIm vergangenen Jahr besuchte ich die Coves del Drach bei Porto Cristo an und war enttäuscht. Diese "Tropfsteinhöhle" ist schon lange keine mehr. Die Berichterstattung darüber gehört in die Reiserubrik "Touristennepp". Man nimmt sich eine Stunde Zeit und erlebt eine unterirdische "Lightshow" mit "Konzert", der Begriff "unterirdisch" ist hier wörtlich zu nehmen. Es hat im besuchbaren Teil der "Tropfsteinhöhle" Coves del Drach weder Stalagtiten noch Stalagmiten, die wurden sämtlich über die vergangenen Jahrzehnte herausgebrochen und entfernt, nur die Stümpfe und Reste hängen oder stehen noch da. Ersatzweise liefert man dem Besucher etwas buntes Licht, setzt ihn in der Erde auf ein paar schmale Bänke und rudert vier Musiker mit in feuchtwarmer Luft dauerverstimmten Instrumenten dudelnd über den unterirdischen See heran und fertig ist die "Touristenattraktion". Jetzt lese ich im Spiegel vom "Reiz der Höhlenbesuche". Dieser Artikel ist symptomatisch für die Spiegelgruppe geworden. Nach Jahrzehnten habe ich mein Abonnement gekündigt und wenn ich diese "Reiseempfehlung" lese, fühle ich mich bestätigt. Berichterstattung und eigenes Erleben liegen so meilenweit auseinander, dass ich der Autorin unterstelle, ihre Recherche anhand von Prospekten und der Lektüre von TripAdvisor-Bewertungen betrieben zu haben. Das Printprodukt lese ich nicht mehr und auf Spiegel online hinterlasse ich zunehmend weniger Page Impressions. Das hat einen Grund Herr Mascolo. Im vergangenen Jahr besuchte ich die Coves del Drach bei Porto Cristo an und war enttäuscht. Diese "Tropfsteinhöhle" ist schon lange keine mehr. Die Berichterstattung darüber gehört in die Reiserubrik "Touristennepp". Man nimmt sich eine Stunde Zeit und erlebt ein unterirdische "Lightshow" mit "Konzert", der Begriff "unterirdisch" ist hier wörtlich zu nehmen. Da es in der "Tropfsteinhöhle" Coves del Drach schon lange weder Stalagtiten noch Stalagmiten hat, die wurden sämtlich schon lange herausgebrochen liefert man dem Besucher etwas buntes Licht, setzt in in der Erde auf ein paar schmale Bänke und rudert vier Musiker mit verstimmten Instrumenten über den unterirdischen See heran und fertig ist
Ich muss zu geben, dass ich das auch ziehmlich kitschig fand. Wesentlich empfehlenswerter und interessanter sind die Cuevas d’Arta (siehe hier (http://www.mallorca-experte.net/mallorcas-hoehlenwelt/)). Falls es im Mallorca-Urlaub mal regnen sollte ist so ein Höhlen-Besuch optimal, um etwas zu unternehmen ohne dabei dem schlechten Wetter ausgesetzt zu sein.
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Bevölkerung: 46,196 Mio.

Fläche: 505.988 km²

Hauptstadt: Madrid

Staatsoberhaupt:
König Felipe VI.

Regierungschef: Mariano Rajoy

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Reiseziel Mallorca
Einreiseinfos und Zeitzonen
Mallorca liegt in der mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ). Es gibt somit keinen Zeitunterschied zu Deutschland.
Beste Reisezeit
Mit seinen knapp 300 Sonnentagen im Jahr bietet Mallorca eine lange Reisesaison. Wer einsame Strände und Wildblumen erleben möchte, sollte Mallorca im März und April besuchen. Angenehm warm ist das Wasser allerdings erst ab Mitte Mai. Die angenehmste Reisezeit ist wohl der Juni: Das Wetter ist schön, und das Meer lädt zum Baden.

Im Juli und August ist es mit durchschnittlich 29 Grad Celsius sehr heiß auf Mallorca, außerdem sind die Strände und Cafés überfüllt. Im September kühlt es ab, es besteht aber auch die Gefahr von Regenschauern und Stürmen.

Für Wanderer und Radfahrer empfiehlt sich neben dem Frühjahr besonders der Herbst als Reisezeit. Im Oktober ist die Luft mild, und das Wasser hat noch bis in den November hinein Badetemperatur. Individualisten sollten Mallorca im Dezember besuchen, um noch ein paar schöne Sonnentage ohne Vorweihnachtsstress zu genießen.
Highlights
Nicht nur für Party-Touristen lohnt sich ein Abstecher nach Palma, der größten Stadt Mallorcas. Neben einem lebendigen Nachtleben bietet die Stadt viele Sehenswürdigkeiten wie etwa die "Kathedrale des Lichts" - eines der imposantesten Bauwerke Spaniens.

Eine sehr hübsches Stadtchen ist Valldemossa, berühmt für sein ehemaliges Kloster, indem schon Frédéric Chopin mit seiner Geliebten George Sand wohnte.

Im Südwesten zeigt die Insel ihre stille Seite. Ausgehend vom Badeort Sant Elm können Wanderer hier entlang der Küste mit Blick auf die Dracheninsel bis zur Klosteranlage Sa Trapa aufsteigen.

Individualreisende lieben das ländliche Inselinnere. Wer den 543 Meter hohen Tafelberg Puig de Randa erklimmt, wird belohnt: mit einem weiten Ausblick und mit dem Licor Randa, einen Kräuterlikör, den es nur dort oben gibt.

Den Sonnenaufgang beobachtet man am besten in den frühen Morgenstunden am Cap de Formentor, einer ganz im Norden gelegenen felsigen Landzunge.
Festivals und Veranstaltungen
Das wichtigste Fest der Insel ist Ostern. Die Karwoche - "Semana Santa" - wird in praktisch allen Gemeinden mit farbenfrohen Prozessionen gefeiert.

Wer es blutrünstig mag, sollte das Kostümfest der Bewohner von Sóller besuchen. Jedes Jahr im Mai spielen sie ihren Sieg gegen die maurischen und türkischen Piraten 1561 mit Säbeln und viel Kampfgeschrei nach.

Ein besonderer Tipp ist auch das "Torrent de Pareis", ein mallorquinisches Konzert, das immer im Juli an der Mündung der Wildwasserschlucht Torrent de Pareis stattfindet, wenn diese von der Hitze ausgetrocknet ist.
Reiseinfos
Viele Informationen rund um Gastronomie, Sport und Einkaufen bietet die Internetseite des Tourismusportals der Balearen www.illesbalears.es. Schön übersichtlich ist auch die kommerzielle Internetseite www.mallorca.de. Für Kulturliebhaber empfiehlt sich die offizielle Kulturseite der Balearen www.balearsculturaltour.es.
Anreise und Transport
Mallorca ist so ein beliebtes Reiseziel, dass es von den meisten Fluggesellschaften angeboten wird. Der Flug bis zum internationalen Flughafen Son Sant Joan dauert circa zwei bis drei Stunden, je nach Abflugort. Alternativ ist aber auch die nicht ganz billige Anreise mit dem Schiff möglich. Von Barcelona dauert die Überfahrt nach Palma je nach Fähre vier oder acht Stunden. Für Urlauber ohne eigenes Auto ist immer ein Platz auf der Fähre der Gesellschaft Trasmediterránea www.trasmediterranea.es frei. Wer mit dem Auto übersetzt, sollte jedoch vorab buchen.
Mallorca

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Mallorca für alle: Abseits von Ballermann und Co. zeigt die Baleareninsel erst ihre wahre Schönheit. Sind auch Sie ein Insel-Fan? Welche Tipps haben Sie?