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Island von oben: Schicker Schotter

Island von oben: Quecksilberflüsse und moosgrünes Blut Fotos

Schillernd wie Quecksilber, grell wie Neonlicht: Islands Natur ist von oben betrachtet kunterbunt. Lukas Gawenda flog mit einer Cessna über die Südküste - und machte Fotos wie aus einer anderen Galaxie.

Nicht von dieser Welt. Das sind die Worte, die sich aufdrängen, wenn man Island aus der Luft betrachtet. Bunt schillernde Sanderflüsse im schwarzen Geröll. Eisige Gletscherwelten. Und Moosstrukturen, die wie giftgrünes Blut durch Lavafelder fließen.

Und dann ist da der See in einer braunpelzigen Kraterlandschaft. Er sieht aus wie die Bestätigung, dass wir auf einem anderen Planeten landen werden, wenn wir jetzt runtergehen. Hier könnte gleich ein Außerirdischer ins Wasser springen.

Der See, der wie ein extraterrestrisches Schwimmbad wirkt, befindet sich in Landmannalaugar, einer kargen Region im Südwesten Islands. Hier hat der Fotograf Lukas Gawenda ein paar Runden in einer kleinen Cessna gedreht - und spektakuläre Landschaftsaufnahmen mitgebracht (hier geht es zur Fotostrecke).

"Island zieht mich magisch an", sagt der 20-Jährige aus Löwenstein in Baden-Württemberg. Nirgendwo sonst könne man schönere Fotos machen, Farben und Formen würden hier zu einem Gesamtkunstwerk zusammenfließen.

Farbspektakel bei bewölktem Himmel

200 bis 300 Meter hat die Flughöhe betragen, als Gawenda bei geöffnetem Fenster die Südküste Islands fotografierte. Er war für die Luftaufnahmen im Spätsommer unterwegs. Zwischen August und September und entweder am späten Vormittag oder am frühen Nachmittag gab es die für ihn perfekten Lichtverhältnisse.

"Die intensiven Farben der Sanderflüsse kommen am besten bei leicht bewölktem Himmel und nicht bei direktem Sonnenschein heraus", sagt Gawenda. Sanderflüsse ziehen sich durch die kargen Schwemmlandebenen wie Skeiðarársandur und Mýrdalssandur im Süden Islands. Diese Landschaften entstanden durch Sedimentablagerungen nach Vulkanausbrüchen.

Gawenda, der zurzeit einen Multimedia-Studiengang in Ansbach absolviert, beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit der Fotografie. Luftaufnahmen mag er besonders deshalb, weil sie die Natur nur schemenhaft darstellen. Das lasse dem Betrachter einen gewissen Interpretationsspielraum und rege zum Nachdenken an.

jus

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