Tower Bridge in London Nur für Schwindelfreie

Die Tower Bridge in London hat eine gläserne Fußgängerbrücke bekommen. Für Menschen mit Höhenangst ist die allerdings nicht geeignet.

Getty Images

London - London hat den Durchblick. Seit Montagmorgen können Passanten nach Modernisierungsarbeiten wieder über die obere Fußgängerverbindung der Tower Bridge spazieren. Das Besondere: Sie hat jetzt einen Boden aus Glas.

Die Tower Bridge verfügt über zwei Fußgängerübergänge, welche in 42 Meter Höhe über die Klappbrücke des bekanntesten Wahrzeichens Londons führen. Der westliche Übergang ist ab sofort passierbar, der Gehweg auf der Ostseite wird voraussichtlich am 1. Dezember eröffnet - auch er wird einen durchsichtigen Boden haben.

Die ersten Besucher trauen sich noch nicht so ganz

Die ersten schwindelfreien Touristen spazierten am Montag über die gläsernen Platten auf der 120 Jahre alten Tower Bridge. Mit freiem Blick in die Tiefe, auf die Autos und Fahrräder, die über den klappbaren Teil der Brücke fahren, und auf die Boote, die über die Themse tuckern.

Betrachtet man die ersten Bilder, fällt auf: Die Besucher trauen der Glaskonstruktion offenbar noch nicht so ganz. Viele laufen nicht darüber, sondern knien daneben und linsen vorsichtig in die Tiefe.

Der Glasboden aber besteht aus 68 Millimeter dicken Platten. Jede von ihnen wiegt 530 Kilogramm. Der gesamte durchsichtige Fußweg ist elf Meter lang und 1,8 Meter breit. Der Spaziergang kostet allerdings Eintritt: 9 Pfund - umgerechnet etwa 11,50 Euro - muss ein Erwachsener zahlen.

Einige Tafeln aus Stahl wurden bei den Umbauarbeiten aus dem Brückengerüst entfernt, um die Sicht nach unten freizumachen. English Heritage, eine Behörde, die sich um die Erhaltung von historisch bedeutsamen Bauten in England kümmert, machte allerdings zur Bedingung, dass diese aufbewahrt werden - und so jederzeit wieder angebracht werden könnten.

Auch am Eiffelturm gibt es neue Aussichten

Christopher Earlie, der Vertriebsleiter der Brücke, nannte den gläsernen Neubau gegenüber der BBC "eine großartige Leistung an Bautechnik an einer Brücke, die für viele die berühmteste der Welt ist". Die Londoner Tower Bridge feiert in diesem Jahr 120. Geburtstag. Eröffnet wurde sie am 30. Juni 1894 vom damaligen Prince of Wales.

Seit Anfang Oktober bieten sich auch Besuchern des Eiffelturms in Paris neue Perspektiven: In den Fußboden der ersten Etage wurden Glasplatten eingelassen. Und auch andere Gebäude und Touristenattraktionen überall auf der Welt wurden in den vergangenen Jahren mit gläsernen Ausbauten und sogenannten Skywalks aufgewertet.

jkö

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insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
der_da1234 10.11.2014
1. Muss unbedingt wieder nach London
Die Sicht von der Brücke ist einfach großartig!! (für Leute die hoch hinaus wollen, wäre auch das London Eye zu empfehlen)
georg.vt@gmx.de 10.11.2014
2.
Selbst einige Fotografen haben Schiss auf den Glasboden zu gehen, wie man sieht.
yoshimi 10.11.2014
3. Naruto
Ist mindestens genauso sehenswert, liegt allerdings auf Shikoku, Nähe Tokushima (Japan). Dort ist man auf 45m über Wasserwirbel zwischen Jap. Meer und dem Pazifik unterwegs. Ich meine, ich habe nur 800 yen neulich (vor 2 Monaten) bezahlt (ca. 5,70euro).
boingdil 10.11.2014
4. 11 Meter für 11,50???
Klar, der gesamte Weg ist etwas länger. Aber bei den Preisen muss London sich nicht wundern dass nur noch Oligarchen, indische Stahltycoons und arabische Scheichs in die Stadt kommen. Bzw. die Light-Version geschmackloser Prol mit zu viel Kohle. Ne danke.
hektor2 11.11.2014
5. Komisch
Es ist doch merkwürdig: Bis jetzt hat sich noch niemand darüber aufgeregt, dass die Brücke für Menschen mit Höhenangst nicht geeignet ist. Es wird doch sonst über jeden dümmlichen Mist das Prädikat "diskriminierend" gehängt. Nun strengt Euch mal an hier ... Luschen! Ansonsten: Super Brücke, die ich ganz sicher noch begehen werde.
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