Mallorca: Flughafen soll Sicherheitsmängel bei Nebel haben

Ein Gutachten über die Sicherheit auf dem Flughafen von Mallorca sorgt für Wirbel: Laut einem Zeitungsbericht sind Maschinen, die bei Nebel landen, einem erheblichen Risiko ausgesetzt. Die Lotsengewerkschaft fürchtet, dass es einen Zusammenstoß geben könnte.

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Hafen in Palma de Mallorca: "Muss erst ein Unglück wie in Madrid geschehen?"

Palma de Mallorca - Der Flughafen auf der spanischen Ferieninsel Mallorca weist nach einem Pressebericht bei schlechter Sicht erhebliche Sicherheitsmängel auf. Wie die Zeitung "Diario de Mallorca" am Donnerstag unter Berufung auf technische Gutachten berichtete, ist der Flughafen Son Sant Joan für Nebel nur schlecht gerüstet. Vor fünf Jahren seien Systeme installiert worden, die Starts und Landungen bei nebliger Witterung erleichtern sollen. Diese Anlagen seien aber bis heute nicht in Betrieb genommen worden.

Dabei handele es sich um ein Bodenradar und um eine Rollweg-Befeuerung, die verhindern soll, dass Maschinen im Nebel zusammenstoßen. In den vergangenen drei Jahren habe es mehrfach Situationen gegeben, in denen die Sicherheit der Passagiere stark gefährdet gewesen sei, betonte das Blatt. Im Jahr 2008 hätten die Fluglotsen eine Nacht lang die Maschinen bei Nebel so über den Flughafen dirigiert, als wären die Sicherungsanlagen in Betrieb gewesen, obwohl diese in Wirklichkeit ausgeschaltet waren.

Die Flughafenbehörde AENA wies nach diesen Angaben darauf hin, dass das Bodenradar und die Rollweg-Befeuerung im Prinzip einsatzbereit, aber noch nicht offiziell abgenommen worden seien. Die Lotsengewerkschaft USCA stellte daraufhin die Frage: "Worauf wartet man denn noch? Muss erst ein Unglück wie 1983 in Madrid geschehen?"

Damals war auf dem Madrider Flughafen eine Iberia-Maschine im Nebel in ein Flugzeug der Tochtergesellschaft Aviaco gerast. 93 Menschen starben in den Trümmern. Nach Angaben von USCA lagerten damals ein Bodenradar und eine Anlage zur Rollweg-Befeuerung verpackt in den Hallen des Flughafens. Zwei Wochen nach dem Unglück seien die Vorrichtungen installiert gewesen.

fro/dpa

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Einreiseinfos und Zeitzonen
Mallorca liegt in der mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ). Es gibt somit keinen Zeitunterschied zu Deutschland.
Beste Reisezeit
Mit seinen knapp 300 Sonnentagen im Jahr bietet Mallorca eine lange Reisesaison. Wer einsame Strände und Wildblumen erleben möchte, sollte Mallorca im März und April besuchen. Angenehm warm ist das Wasser allerdings erst ab Mitte Mai. Die angenehmste Reisezeit ist wohl der Juni: Das Wetter ist schön, und das Meer lädt zum Baden.

Im Juli und August ist es mit durchschnittlich 29 Grad Celsius sehr heiß auf Mallorca, außerdem sind die Strände und Cafés überfüllt. Im September kühlt es ab, es besteht aber auch die Gefahr von Regenschauern und Stürmen.

Für Wanderer und Radfahrer empfiehlt sich neben dem Frühjahr besonders der Herbst als Reisezeit. Im Oktober ist die Luft mild, und das Wasser hat noch bis in den November hinein Badetemperatur. Individualisten sollten Mallorca im Dezember besuchen, um noch ein paar schöne Sonnentage ohne Vorweihnachtsstress zu genießen.
Highlights
Nicht nur für Party-Touristen lohnt sich ein Abstecher nach Palma, der größten Stadt Mallorcas. Neben einem lebendigen Nachtleben bietet die Stadt viele Sehenswürdigkeiten wie etwa die "Kathedrale des Lichts" - eines der imposantesten Bauwerke Spaniens.

Eine sehr hübsches Stadtchen ist Valldemossa, berühmt für sein ehemaliges Kloster, indem schon Frédéric Chopin mit seiner Geliebten George Sand wohnte.

Im Südwesten zeigt die Insel ihre stille Seite. Ausgehend vom Badeort Sant Elm können Wanderer hier entlang der Küste mit Blick auf die Dracheninsel bis zur Klosteranlage Sa Trapa aufsteigen.

Individualreisende lieben das ländliche Inselinnere. Wer den 543 Meter hohen Tafelberg Puig de Randa erklimmt, wird belohnt: mit einem weiten Ausblick und mit dem Licor Randa, einen Kräuterlikör, den es nur dort oben gibt.

Den Sonnenaufgang beobachtet man am besten in den frühen Morgenstunden am Cap de Formentor, einer ganz im Norden gelegenen felsigen Landzunge.
Festivals und Veranstaltungen
Das wichtigste Fest der Insel ist Ostern. Die Karwoche - "Semana Santa" - wird in praktisch allen Gemeinden mit farbenfrohen Prozessionen gefeiert.

Wer es blutrünstig mag, sollte das Kostümfest der Bewohner von Sóller besuchen. Jedes Jahr im Mai spielen sie ihren Sieg gegen die maurischen und türkischen Piraten 1561 mit Säbeln und viel Kampfgeschrei nach.

Ein besonderer Tipp ist auch das "Torrent de Pareis", ein mallorquinisches Konzert, das immer im Juli an der Mündung der Wildwasserschlucht Torrent de Pareis stattfindet, wenn diese von der Hitze ausgetrocknet ist.
Reiseinfos
Viele Informationen rund um Gastronomie, Sport und Einkaufen bietet die Internetseite des Tourismusportals der Balearen www.illesbalears.es. Schön übersichtlich ist auch die kommerzielle Internetseite www.mallorca.de. Für Kulturliebhaber empfiehlt sich die offizielle Kulturseite der Balearen www.balearsculturaltour.es.
Anreise und Transport
Mallorca ist so ein beliebtes Reiseziel, dass es von den meisten Fluggesellschaften angeboten wird. Der Flug bis zum internationalen Flughafen Son Sant Joan dauert circa zwei bis drei Stunden, je nach Abflugort. Alternativ ist aber auch die nicht ganz billige Anreise mit dem Schiff möglich. Von Barcelona dauert die Überfahrt nach Palma je nach Fähre vier oder acht Stunden. Für Urlauber ohne eigenes Auto ist immer ein Platz auf der Fähre der Gesellschaft Trasmediterránea www.trasmediterranea.es frei. Wer mit dem Auto übersetzt, sollte jedoch vorab buchen.

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