Milliardenprojekt: Mallorca stoppt Strand-Neubau in Palma

Erfolg für die Mallorquiner: Ihre Hauptstadt Palma bekommt vorerst keinen neuen Strandbezirk. Die Planer des Milliardenprojekts begründeten den Schritt mit dem Widerstand in der Bevölkerung - und verärgern damit die Hoteliers.

Geplatztes Milliarden-Projekt: Kein neuer Strand für Palma Fotos
DPA

Palma de Mallorca - Die "Copacabana Europas" muss warten: Die milliardenschwere Rundum-Erneuerung des Strandgebiets von Palma de Mallorca wird größtenteils auf Eis gelegt. Das zuständige Konsortium begründete den Schritt damit, dass es in Teilen der Bevölkerung auf der spanischen Ferieninsel großen Widerstand gegen das Projekt gebe. Auch der politische Konsens sei geschwunden. Gegen das Vorhaben waren 1335 Einwendungen von Anwohnern, Geschäftsleuten und Parteien eingereicht worden.

Einen Zeitplan für die Überarbeitung der Pläne gebe es nicht, sagte die balearische Tourismusministerin und Präsidentin des Konsortiums zur Modernisierung der Playa de Palma, Joana Barceló. Vor den Regionalwahlen im Mai sei kaum mit einer einvernehmlichen Lösung zu rechnen.

Einzelne Sanierungsprojekte, auf die sich alle Seiten hatten einigen können, sollen dennoch umgesetzt werden. Dabei geht es etwa um die Modernisierung von Wohnhäusern sowie von Bürgersteigen oder der Kanalisation.

"Das wirft uns um Jahre zurück"

Der Hotelverband von Palma übte scharfe Kritik an der Aussetzung des Vorhabens. "Dies ist die schlimmste Lösung, denn das wirft uns um Jahre zurück", beklagte dessen Vorsitzender Francisco Marín.

Die Sanierungspläne sehen vor, dem fast sechs Kilometer langen Strand von Palma ein völlig neues Gesicht zu geben. Die Planer sprachen - in Anlehnung an die berühmten Strände von Rio de Janeiro oder Miami - gar von einer "Copacabana Europas" oder einer "Mallorca Beach".

Vor sechs Jahren hatten die spanische Zentralregierung, die Regierung der Balearen, der Inselrat Mallorcas sowie die Gemeinden Palma und Llucmajor für das Projekt ein Konsortium gegründet, das die Federführung übernahm.

Schon vor Monaten war das Vorhaben ins Stocken geraten. Im ehemaligen Fischerdorf Can Pastilla in der Nähe des Flughafens sollten veraltete Gebäude mit 91 Wohnungen abgerissen werden. Nach heftigen Protesten der Bewohner ließ die balearische Regierung den Abriss vorerst stoppen.

fro/dpa

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Reiseziel Mallorca
Einreiseinfos und Zeitzonen
Mallorca liegt in der mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ). Es gibt somit keinen Zeitunterschied zu Deutschland.
Beste Reisezeit
Mit seinen knapp 300 Sonnentagen im Jahr bietet Mallorca eine lange Reisesaison. Wer einsame Strände und Wildblumen erleben möchte, sollte Mallorca im März und April besuchen. Angenehm warm ist das Wasser allerdings erst ab Mitte Mai. Die angenehmste Reisezeit ist wohl der Juni: Das Wetter ist schön, und das Meer lädt zum Baden.

Im Juli und August ist es mit durchschnittlich 29 Grad Celsius sehr heiß auf Mallorca, außerdem sind die Strände und Cafés überfüllt. Im September kühlt es ab, es besteht aber auch die Gefahr von Regenschauern und Stürmen.

Für Wanderer und Radfahrer empfiehlt sich neben dem Frühjahr besonders der Herbst als Reisezeit. Im Oktober ist die Luft mild, und das Wasser hat noch bis in den November hinein Badetemperatur. Individualisten sollten Mallorca im Dezember besuchen, um noch ein paar schöne Sonnentage ohne Vorweihnachtsstress zu genießen.
Highlights
Nicht nur für Party-Touristen lohnt sich ein Abstecher nach Palma, der größten Stadt Mallorcas. Neben einem lebendigen Nachtleben bietet die Stadt viele Sehenswürdigkeiten wie etwa die "Kathedrale des Lichts" - eines der imposantesten Bauwerke Spaniens.

Eine sehr hübsches Stadtchen ist Valldemossa, berühmt für sein ehemaliges Kloster, indem schon Frédéric Chopin mit seiner Geliebten George Sand wohnte.

Im Südwesten zeigt die Insel ihre stille Seite. Ausgehend vom Badeort Sant Elm können Wanderer hier entlang der Küste mit Blick auf die Dracheninsel bis zur Klosteranlage Sa Trapa aufsteigen.

Individualreisende lieben das ländliche Inselinnere. Wer den 543 Meter hohen Tafelberg Puig de Randa erklimmt, wird belohnt: mit einem weiten Ausblick und mit dem Licor Randa, einen Kräuterlikör, den es nur dort oben gibt.

Den Sonnenaufgang beobachtet man am besten in den frühen Morgenstunden am Cap de Formentor, einer ganz im Norden gelegenen felsigen Landzunge.
Festivals und Veranstaltungen
Das wichtigste Fest der Insel ist Ostern. Die Karwoche - "Semana Santa" - wird in praktisch allen Gemeinden mit farbenfrohen Prozessionen gefeiert.

Wer es blutrünstig mag, sollte das Kostümfest der Bewohner von Sóller besuchen. Jedes Jahr im Mai spielen sie ihren Sieg gegen die maurischen und türkischen Piraten 1561 mit Säbeln und viel Kampfgeschrei nach.

Ein besonderer Tipp ist auch das "Torrent de Pareis", ein mallorquinisches Konzert, das immer im Juli an der Mündung der Wildwasserschlucht Torrent de Pareis stattfindet, wenn diese von der Hitze ausgetrocknet ist.
Reiseinfos
Viele Informationen rund um Gastronomie, Sport und Einkaufen bietet die Internetseite des Tourismusportals der Balearen www.illesbalears.es. Schön übersichtlich ist auch die kommerzielle Internetseite www.mallorca.de. Für Kulturliebhaber empfiehlt sich die offizielle Kulturseite der Balearen www.balearsculturaltour.es.
Anreise und Transport
Mallorca ist so ein beliebtes Reiseziel, dass es von den meisten Fluggesellschaften angeboten wird. Der Flug bis zum internationalen Flughafen Son Sant Joan dauert circa zwei bis drei Stunden, je nach Abflugort. Alternativ ist aber auch die nicht ganz billige Anreise mit dem Schiff möglich. Von Barcelona dauert die Überfahrt nach Palma je nach Fähre vier oder acht Stunden. Für Urlauber ohne eigenes Auto ist immer ein Platz auf der Fähre der Gesellschaft Trasmediterránea www.trasmediterranea.es frei. Wer mit dem Auto übersetzt, sollte jedoch vorab buchen.

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Trockensteinroute: Wandern in Mallorcas Westen
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