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02. August 2018, 18:55 Uhr

Preikestolen in Norwegen

Mission: Possible über dem Fjord

So wie Tom Cruise will wohl niemand über einem norwegischen Fjord hängen: festgeklammert an einem Felsen, Hunderte Meter über dem Wasser. Szenen des neuen "Mission: Impossible"-Films wurden am Preikestolen gedreht

Wieder mal wird Tom Cruise alias Ethan Hunt gejagt und jagt selbst, springt über Dächer, hängt an Helikoptern und rast gegen Lastwagen. In seinem neuen Actionfilm "Mission: Impossible - Fallout", der am 2. August in Deutschland startet, hat er sich einen besonders spektakulären Abgrund ausgesucht: den über dem Lysefjord.

Genau 604 Meter geht es vom Preikestolen in der Senkrechten hinunter zum Fjord an der norwegischen Küste. Der Felsen ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Nähe des Ortes Forsand, die waagerechte, 25 Meter mal 25 Meter große Fläche bricht abrupt ab - nichts für Menschen mit Höhenangst. Cruise scheint - natürlich - bei seinem Stunt davon nicht geplagt zu sein.

Das Filmteam verbrachte im vergangenen Herbst neun Tage an dem Felsen, um eine der Schlussszenen des sechsten Fortsetzungsfilms hier zu drehen. Geplant war eigentlich ein Dreh im September, aber Cruise brach sich bei einem Stunt auf einem Dach in London seinen Knöchel. Die Dreharbeiten in Norwegen mussten um fünf Wochen verschoben werden, der Preikestolen war an drei Novembertagen für Wanderer gesperrt.

Dafür aber gab es am Mittwochabend eine Preview hoch über dem Lysefjord - zwei Tage bevor der Film in Norwegen startet. Die 1500 Tickets waren in 20 Minuten ausverkauft. Hier sind die Fotos von der Veranstaltung:

"Wir hoffen, dass es einen netten Werbeeffekt für den Preikestolen sowie für die Umgebung haben wird", sagte Audun Rake, CEO der Stifung Preikestolen, im vergangenen Herbst über die Co-Starrolle des Felsens. Dafür erhält die Produktion vom Norwegischen Filminstitut eine Unterstützung von etwa 6,3 Millionen Kronen (umgerechnet etwa 660.000 Euro). Verdoppeln werde sich die Zahl der Wanderer aber nicht, sagt Rake, "das wäre sowieso nicht wünschenswert".

Denn schon jetzt ist der Andrang im Sommer groß - die Wanderung hinauf eine der bekanntesten Norwegens: Etwa 300.000 Menschen werden den Preikestolen voraussichtlich in diesem Jahr besuchen und ihre Selfies machen. Auch mit Touristenbussen werden sie von Stavanger aus zum Ausgangspunkt gebracht.

Wer dort oben seine Ruhe haben will, so die Empfehlung, sollte schon am frühen Morgen aufbrechen und den Sonnenaufgang mit Blick über den Fjord genießen. Die Acht-Kilometer-Wanderung zum Aussichtspunkt und zurück dauert etwa vier Stunden und wird als mittelschwer eingestuft.

abl

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