Plagne statt La Plagne Navi-Irrtum - Busfahrer fährt 1200 Kilometer Umweg

Eigentlich wollte er in die Alpen - und landete in den Pyrenäen: Ein Busfahrer nahm seine Passagiere mit auf eine unfreiwillige Odyssee. Grund war ein Fehler bei der Navi-Programmierung.

Studio Brussel

La Plagne - Immerhin konnte der Mann auch nach etwa 1200 Kilometern Umweg noch lachen: Weil er den falschen Ort in das Navigationsgerät eingab, ist ein Busfahrer etliche Stunden länger als geplant gefahren. Statt den Skiort La Plagne in den französischen Alpen wählte der Belgier einen Ort im Südwesten des Landes am Fuße der Pyrenäen aus - Plagne, etwa 50 Kilometer hinter Toulouse kurz vor der spanischen Grenze und knapp 600 Kilometer vom eigentlichen Zielort entfernt.

"Es gibt drei Einträge für La Plagne in Frankreich. Und ich habe den falschen ausgewählt", sagte der Busfahrer einem Reporter des flämischen Jugendsenders Studio Brussel kurz nach Ankunft in den Alpen. Für etwa 50 Jugendliche hatte der Sender eine Hörerreise von Belgien aus organisiert und im richtigen La Plagne in den französischen Alpen auf die Gruppe gewartet. Doch die kam und kam nicht.

Erst nach etlichen Stunden hatte sich der Irrtum des Busfahrers herausgestellt - bei Toulouse bemerkte er seinen Fehler und kehrte um. Mit 24-stündiger Verspätung traf die Reisegesellschaft schließlich am Sonntagabend in dem Skiort ein.

"Wir haben das Mittelmeer und Carcassonne gesehen", schrieb einer der Passagiere anschließend auf Twitter. Am Ziel wurde die Gruppe mit spanischen Tapas empfangen. Doch verheimlichten etliche der Teilnehmer nicht, dass sie gut auf den Umweg hätten verzichten können.

Karte

Die Irrfahrt: Los ging es in Belgien, Ziel sollte La Plagne in den Alpen sein. Angesteuert hat der Busfahrer Plagne vor den Pyrenäen, umgedreht ist er in Toulouse.

joe/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 64 Beiträge
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Seite 1
ödi 10.03.2015
1. Auch in Deutschland...
...kann das passieren. Ich fuhr einmal per Bus von Stuttgart nach Nürnberg, eigentlich hätte es bei Heilbronn Richtung Osten gehen müssen. Der Fahrer wählte die Route über Würzburg (!!!). Auf Nachfrage meinte er, sein Navi hätte ihn so geleitet. Na ja...
Trainspotter 10.03.2015
2. Navi
Gut, man muss sich nicht jede Route 100% auswendig merken, aber wenigstens bestimmte Punkte, an denen man sich orientieren kann. So sollte man dann doch merken, dass man in eine völlig falsche Richtung unterwegs ist, bevor man fast am falschen Zielort angekommen ist.
dennis3110 10.03.2015
3.
Ich hätte auf das Schnee Gedöns verzichtet und wäre lieber ein paar Tage am Mittelmeer geblieben :-)
vorticity 10.03.2015
4.
Das ist einfach nur unprofessionell und peinlich und der Unterschied zwischen Busfahrern und Piloten: Situational awareness = wo bin ich ? wo will ich hin ? passt das zusammen ? sollte jederzeit durch crosscheck gewaehrleistet sein!
Olaf 10.03.2015
5.
Das ist das Problem, wenn man nur mit Navi fährt. Es geht einem das Gefühl für geografische Zusammenhänge verloren.
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