Neujahrsschwimmen in Europa: Mit Hut in die Flut

Eisiges Vergnügen am Neujahrstag: In ganz Europa wagten sich Unerschrockene am 1. Januar ins kalte Wasser. Einigen Mut bewiesen sie auch bei der Wahl ihres Outfits - und hübschten sich mit Plastik-Pobacken oder Blumen-BHs auf.

Neujahrsschwimmen in Europa: Mit Hut in die Flut Fotos
Getty Images

Hannover/Damp/Berlin - Sie starten das neue Jahr mit einem Sprung ins eiskalte Nass: Mehrere hundert Neujahrsbader haben sich an verschiedenen Orten in Deutschland am Sonntag wieder in die Fluten gestürzt. Auf der Insel Borkum (Niedersachsen) wagten sich rund 150 mutige Schwimmer in das sechs Grad kalte Wasser der Nordsee. In Butjadingen im Landkreis Wesermarsch schauten rund tausend Menschen etwa 30 Schwimmern beim Anbaden zu.

Das Spektakel hat an vielen Küstenorten seit Jahrzehnten Tradition - so frühlingshaft wie diesmal mit bis zu zwölf Grad Lufttemperatur war es jedoch eher selten. 2011 musste auf Norderney sogar ein Bagger die großen Eisschollen vom Strand räumen.

81 Mutige wagten in Damp (Schleswig-Holstein) bei Nieselregen ein Bad in der drei Grad kalten Ostsee. Ein Rekord - im vergangenen Jahr seien nur 28 Neujahrsbadende gezählt worden, hieß es von der Damp Touristik GmbH.

In Berlin sprangen 30 Winterschwimmer des Vereins "Berliner Seehunde" zum traditionellen Neujahrsanbaden in den vier Grad kalten Orankesee im Stadtteil Weißensee. Ausgerüstet mit Regenschirm, Hüten, Badehose oder -anzug ging es los. Die ältesten "Seehunde" sind bereits um die 80 Jahre alt.

Auch in anderen Ländern Europas gönnten sich die Menschen eine Erfrischung im winterlich-kalten Wasser (siehe Fotostrecke). Im Badeort Scheveningen in den Niederlanden zum Beispiel, wo Dutzende in die kalte Nordsee sprangen. Seit 1951 lockt das größte Seebad der Niederlande Unerschrockene am ersten Tag des Jahres zum Neujahrsschwimmen. Mit elf Grad Celsius waren die Temperaturen am Sonntag auch hier vergleichsweise mild.

sto/dpa/dapd

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