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Nordlichter in Großbritannien: "So schön, dass es weh tut"

ESA/IPEV/ENEAA/A. Kumar & E. Bondoux

Über England hat der Himmel geflackert. Polarlichter zeigten sich so weit südlich wie selten. Das Phänomen begeisterte auch britische Twitterer.

Flackernde Lichter tanzen am nächtlichen Himmel. Sie färben Wolken kunterbunt - und hinterlassen staunende Menschen, wenn sie wieder verschwinden. Einmal Polarlichter sehen! Für viele ist das ein Traum. Sie reisen dafür nach Island, Finnland oder nach Spitzbergen. Doch am Montag zeigte sich das Phänomen in südlicher gelegenen Gefilden: in England.

Die Briten waren begeistert, die Tageszeitungen sind voll mit Bildern von den Polarlichtern. Auch Twitter wurde mit Fotos geflutet, die die sogenannte Aurora borealis zeigten. User des Kurznachrichtendienstes schrieben, dass die Polarlichter "erstaunlich gut zu sehen" gewesen seien - und sie sparen nicht mit Ausrufungszeichen. Eine Twitter-Userin schrieb, es sei "so schön, dass es weh tut".

Grund für die Polarlicht-Sichtungen in England waren besondere Wetterbedingungen. "Ein glückliche Kombination" der Verhältnisse im Weltraum und auf der Erde hätten die seltene Himmelshow möglich gemacht, sagte Amanda Townsend vom britischen meteorologischen Dienst laut einem Bericht von CNN. "Ab und zu sind die Sonnenwinde stärker als normal, die Teilchen bewegen sich schneller, diesmal hat das perfekt mit dem Magnetfeld der Erde zusammengepasst."

Normalerweise funkeln die Polarlichter gerade noch im Norden Schottlands. Doch am Montag war alles anders - auch in England gab es diverse Spots, zum Beispiel in der englischen Grafschaft Northumberland an der Grenze zu Schottland.

Dean Matthews postete dieses Bild aus Seaburn in Sunderland.

Mark McIntyre aus Oxfordshire veröffentlichte dieses Foto.

Die Wettervorhersage der BBC zeigte am Montag auf einer Karte, dass die Chancen auf eine Polarlicht-Sichtung im Norden Schottlands am größten waren, dass aber auch in England Hoffnung darauf bestand.

Die Briten wurden nicht enttäuscht. Nördlich von Liverpool machte der Fotograf Gav Trafford diese eindrucksvollen Bilder am Crosby Beach.

"Zur rechten Zeit am rechten Ort gewesen", schreibt dieser Twitter-User, der in Kielder Water fotografierte, an einem Stausee in Northumberland, England.

"Es passiert wirklich selten, dass ich eine Aurora von der Stadt aus sehe", schreibt David Whinham aus Newcastle.

Auch in Schottland waren die Briten auf Nordlicht-Jagd. Ein spektakuläres Motiv nahm Joe Llama auf. Die Nordlichter flackern über der University of St. Andrews, der drittältesten Universität in der englischsprachigen Welt.

Ardvreck Castle liegt in den Schottischen Highlands - auch hier ist ein traumhaftes Foto entstanden.

Und auch aus Irland kursieren Fotos auf Twitter.

"Leute, es war eine epische Nacht", heißt es beim Twitter-Account von Aurora Alert Ireland. "Hoffentlich habt ihr die Lichter genossen. Oiche Mhaith". Letzteres heißt auf Gälisch: Gute Nacht!

jus

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