Olivenöl-Wandern auf Mallorca: Das geht runter

Von Martin Cyris

Die Mallorquiner haben die Liebe zu ihren Olivenbäumen wiederentdeckt. Seitdem wird ihr Olivenöl mit jeder Ernte besser. Genießer kosten das "Gold der Insel" gleich an Ort und Stelle und lassen sich auf Themenwanderwegen zu den schönsten der knorrigen Naturschönheiten führen.

Olivenöl-Wandern: Knorrige Kunstwerke der Natur Fotos
Martin Cyris

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Mallorca ist nicht gerade bekannt für seine Kamele. Eher vermutet man hier Partylöwen und Schnapsdrosseln. Dennoch, es gibt ein Kamel, das auf der Baleareninsel heimisch ist, und das sogar schon seit einigen hundert Jahren. Man muss es nicht umständlich suchen. Denn der Weg zu ihm ist in Wanderkarten eingezeichnet. Es ist auch nicht scheu. Es steht fest verwurzelt da und trotzt seit Generationen Wind und Wetter.

"Ist es nicht wunderschön?" Josep Oliver tätschelt einen Höcker des Kamels. Zumindest das, was mit ein bisschen Phantasie ein Höcker sein könnte. "Es Camell" (das Kamel) ist ein uralter, schrulliger Olivenbaum. Der Stamm ausladend, die knorrigen Äste kunstvoll verschlungen, verdreht, verwachsen. Ein Kunstwerk der Natur. Eine umwerfende Naturschönheit. Wie nicht wenige Ölbäume auf Mallorca.

Da glaubt man, das meiste über die Lieblingsinsel der Deutschen schon zu wissen. Das Wichtigste irgendwann mal gehört oder gesehen zu haben. Doch den vielen charaktervollen Olivenbäumen schenkte der moderne Tourismus bislang wenig Beachtung - obwohl oder gerade weil sie einfach so in der Natur herumstehen. Wie selbstverständlich. Ohne Aufhebens und ohne Eventplan.

Doch es lohnt sich, genauer hinzuschauen. In Sichtweite alter Pfade gibt es unzählige Exemplare, die mehr als einen hastigen Blick wert sind. Jahrhunderte alte, individuelle Gewächse, nicht selten auf höchst bizarre, Phantasie anregende Art gewachsen. Es gibt sie etwa links und rechts von einem der Themenwanderwege, die seit kurzem von der Interessensgemeinschaft "Oli de Mallorca" beworben werden.

Jahrhundertealte Naturkunstwerke

Einer dieser Routen führt durch den Westen der Insel: Der Camí de Muleta beginnt in der Nähe von Deià, an der Landstraße nach Sóller. Schon wenige Meter abseits des Asphalts beginnt die Ruhe. Nur noch der Wind ist zu hören sowie das Zirpen der Grillen. Hin und wieder durchbrechen die Laute eines Esels die Stille. Und die fast jungenhafte Begeisterung von Josep Oliver für die traditionellen Olivenhaine.

"90 Prozent der Olivenbäume auf unserer Insel sind im Durchschnitt 500 Jahre alt", erklärt Josep Oliver. Mit Gesten, die so ausladend sind wie manch Ölbaumstamm. "Ein paar sollen sogar 1000 Jahre oder älter sein", ergänzt er. Die Spektakulärsten und Schönsten unter ihnen haben von ihren Besitzern Namen bekommen und es zu lokaler Bekanntheit geschafft. Etwa "Madona" (bedeutet auf Deutsch nicht etwa Madonna sondern Matrone) oder "Na Flamarades" ("Die in Flammen stehende"). "Auf Mallorca kennt sie fast jedes Kind", sagt Josep Oliver.

Schon seit einigen hundert Metern begleiten uns menschenleere Gärten mit Olivenbäumen. Auch ohne botanisches Wissen ist zu erkennen, dass viele von ihnen einige Jährchen auf dem nicht selten krummen Buckel haben. Beziehungsweise unter der Rinde.

Josep Oliver ist Präsident von Oli de Mallorca. Die Gesellschaft kümmert sich erst seit sieben Jahren um die Vermarktung und Zertifizierung des mallorquinischen Olivenöls. Zuvor verkam das Öl zusehends zu einem vernachlässigten Nebenprodukt. Die Tourismusindustrie magnetisierte die Arbeitskräfte von der Insel wie eine Goldader, so dass kaum noch jemand ein ernsthaftes Interesse an der eher beschwerlichen Landwirtschaft hatte.

Doch die jüngere Generation der Plantagenbesitzer steuert dieser Entwicklung entgegen. Mit Erfolg. Olivenöl aus Mallorca hat seinen ehemals ausgezeichneten Ruf fast wieder hergestellt. "Es ist zwar noch nicht wieder das Gold von Mallorca, wie es früher mal genannt wurde", sagt Josep Oliver, "aber wir arbeiten daran."

Karthager brachten die Kunst des Ölbaumanbaus mit

Einst war Mallorca einer der Hauptlieferanten des Öls. Zu Zeiten, als in Italien oder Südfrankreich noch mit dem Anbau experimentiert wurde. Mallorquinisches Olivenöl wurde deshalb in den gesamten Mittelmeerraum verschifft. Etwa vom Port de Sóller aus, dem Zielpunkt der Wanderung.

Zum Wiederaufblühen der mallorquinischen Ölkultur trägt auch die Symbiose der Landwirte mit den ambitionierten Köchen der Insel bei. Einer von ihnen ist Guillermo Méndez, Chefkoch im Restaurant El Olivo in Deià. "Der Geschmack des Olivenöls erinnert uns an die Einfachheit und gleichzeitig die Wunder des Lebens", erklärt er beinahe poetisch, "ich liebe es, damit zu arbeiten". Das El Olivo (Der Olivenbaum) gehört zum Hotel La Residencia und ist stilgerecht in einer ehemaligen Olivenölmühle aus dem 16. Jahrhundert untergebracht.

Die Karthager weihten die Bewohner der Insel im 5. Jahrhundert vor Christus in die Kunst des Ölbaumanbaus ein. Vieles war damals bekannt über die vielfältige Wirkung des Olivenöls als Mittel für Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden. Zu noch früheren Zeiten wurde es in Ägypten sogar bei Bauarbeiten eingesetzt. Etwa als Gleitmittel beim Transport von Obelisken und Steinblöcken.

Auch ohne Olivenöl flutscht die Wanderung auf dem Camí de Muleta. Die bezaubernde Landschaft beschwingt Seele und Sohlen. An vielen Stellen bieten sich herrliche Ausblicke auf die Gipfel und Höhenzüge der Serra de Tramuntana.

Nach einem kurzen Bergaufmarsch und knapp drei Kilometern Wegstrecke ist Es Camell erreicht. Von dort sind es nur noch wenige hundert Meter zu einem historischen Landsitz, dem Muleta de Ca S'Hereu. Im Erdgeschoss des Steinhauses steht eine wuchtige und bestens erhalten Olivenmühle samt Mühlstein. Und auf der Terrasse stehen frisch gedeckte Tische. Nach wenigen Minuten kommt die Inselspezialität auf die Teller: pa amb oli (Brot mit Öl). Natürlich mit hauseigenem Olivenöl. Das Anbaugebiet vor Augen und dessen mediterrane Gerüche in der Nase schmeckt das Öl einfach köstlich. Dazu werden eingelegte Oliven verzehrt, Schinken, Salami und Käse.

Gatter aus Sperrmüll

Die Abendsonne hüllt die Landschaft in ein weiches Licht - man könnte es stundenlang auf der Terrasse aushalten. Doch es wartet noch ein kleiner Fußmarsch zum Ziel in Port de Sóller. Und es warten erneut endlose Haine mit beeindruckenden Ölbäumen. Alles Unikate, die jahrhundertelang wachsen durften, wie sie wollten und sich schon gar nicht um Normen oder Einheitsgrößen scheren mussten. "Wir ernten sowieso von Hand, da ist es egal, wie krumm die Bäume sind", sagt Josep Oliver. Maschinen kommen nicht zum Einsatz.

Es geht vorbei an mannshohen Gräsern und üppigen Rosmarinbüschen, die vor meterlangen Natursteinmauern bestens gedeihen. "Wir nennen sie trancas", erklärt Josep Oliver. Der Bau dieser auf Mallorca allgegenwärtigen Umrandungen ist wahre Handwerkskunst. Sie wird neuerdings wieder in einer eigenen Berufsschule gelehrt - seit es Geld von der Europäischen Union für den Erhalt der Mauern gibt. Die Lehrlinge erfahren, wie man ohne Mörtel Mauern aufschichtet, die viele Jahrhunderte überdauern werden.

Im Gegensatz zu den wackligen Gattern, die der Wanderer auf dem Camí de Muleta hin und wieder öffnen muss. Diese Gatter, offensichtlich aus allerlei Sperrmüll zusammengepfriemelt, sollen Schafe oder Esels am Ausbüxen hindern. Sie fassen sich ausnahmslos alle an, als ob sie augenblicklich in alle Einzelteile zerfallen würden. Josep Oliver lächelt etwas verlegen: "Das mit den Bäumen haben wir besser im Griff." Sie stehen da, fest verwurzelt, wie selbstverständlich. Und bleiben Naturschönheiten - bei Wind und Wetter.

Information
Olivenölwandern
Die im Text beschriebene Tour beginnt an der Landstraße Deià-Sóller bei Kilometer 56,950. Diese und drei weitere Touren sind beschrieben in der Broschüre "Olivenöltourismus Mallorca". Sie ist zu beziehen über das Spanische Fremdenverkehrsamt, www.spain.info/de oder die Fomento del Turismo de Mallorca, www.newsmallorca.com. Ausführliche Informationen zum Thema liefert auch die Internetseite www.illesbalearsqualitat.cat
Olivenölwellness
Son Brull: Auf dem Grundstück des Hotels steht der im Text erwähnte Olivenbaum Na Flamarades. Der moderne Spa-Bereich in dem ehemaligen Konvent ist auf Anwendungen mit Olivenöl spezialisiert. Bevor es auf die Massagebank geht, erhalten Gäste einen bittersüßen Drink aus gepressten Olivenölblättern – dieser regt die Entgiftung des Körpers an. Carretera Palma, Pollença, Tel. 0034/971535353
Übernachten mit Olivenölkultur

Ca N’Verdera: Designhotel im historischen Ortskern von Fornalutx. Ab Ende Oktober, zur Olivenernte, werden Olivenölarrangements angeboten. Sie beinhalten einen Ausflug in einen Olivenhain, das Pflücken von Oliven sowie das anschließende Pressen in einer Mühle. Am Abend kann die eigene Flasche Olivenöl mitgenommen werden. Calle Toros 1, Fornalutx, Tel. 00 34 / 9 71 / 63 82 03

Monnaber Nou: Ruhiger, abgelegener Gutshof mit eigenem Olivenhain und hauseigenem Olivenöl aus biologisch-dynamischen Anbau. Der junge Hotelbesitzer begleitet auf Wunsch interessierte Gäste auf einen Spaziergang zu den schönsten Bäumen auf seinem Grundstück. Possessió Monnaber Nou 1, Campanet, Tel. 00 34 / 9 71 / 87 71 76

La Residencia: Beliebtes Hotel für Prominente aus Film und Sport. Im eigenen kleinen Ölbaum-garten stehen einige kolossale Exemplare. Das Haus eignet sich als Ausgangsbasis für die im Text beschriebene Tour. Spezialität im dazu gehörenden Restaurant El Olivo: natürlich paamboli (Brot mit Öl). Son Canals 1, Deià, Tel. 00 34 / 9 71 / 63 90 11

Alle Unterkünfte sind im Internet zu buchen unter www.reisdemallorca.com

Anreise
Tuifly fliegt derzeit mehrmals wöchentlich ab Stuttgart und Memmingen nach Palma de Mallorca. Außerdem an den Wochenenden ab Karlsruhe. Buchen unter www.tuifly.com

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Willkommen, mcmurdo
mcmurdo 15.03.2010
Zitat von sysopDie Mallorquiner haben die Liebe zu ihren Olivenbäumen wiederentdeckt. Seitdem wird ihr Olivenöl mit jeder Ernte besser. Genießer kosten das "Gold der Insel" gleich an Ort und Stelle und lassen sich auf Themenwanderwegen zu den schönsten der knorrigen Naturschönheiten führen. http://www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,682534,00.html
Die Mallorquiner sollten sich bei Ausübung derartiger events dessen bewusst sein, dass der Olivenhain an sich *spontan notabgesetzte touristische Geniesserkacke, vulgo "Dünnflitsch" genannt*, nur sehr begrenzt aufnehmen kann...der Olivenbaum veralgt unmässig in Folge der Überdüngung. Ansonsten, ergänzend zum makrobiotischen Pädagogentöpfern mit echten Einheimischen, für DEN Preis eine nette Abwechslung... Oder?
2. 90 Prozent falsch
Bala Clava 15.03.2010
Zitat von sysopDie Mallorquiner haben die Liebe zu ihren Olivenbäumen wiederentdeckt. Seitdem wird ihr Olivenöl mit jeder Ernte besser. Genießer kosten das "Gold der Insel" gleich an Ort und Stelle und lassen sich auf Themenwanderwegen zu den schönsten der knorrigen Naturschönheiten führen. http://www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,682534,00.html
Da müssen Sie etwas falsch verstanden haben. Olivenbäume - als Schößlinge - vermehren sich wie Unkraut. Ein Feld fünf Jahre lang unbeackert lassen, und Sie haben einen Dschungel (ich habe so einen, da hilft nur Rodung, gibt aber hervorragendes Brennholz). Und deren Früchte sind kaum größer als Erbsen und bestehen hauptsächlich aus Kern mit einer dünnen Schicht nicht nutzbaren Fruchtfleischs. 90 Prozent der Olivenbäume auf Mallorca sind keine zehn Jahre alt. Sie und vielleicht auch Oliver meinen möglicherweise 90 Prozent der sorgsam kultivierten und beernteten Olivenbäume. Aber so uneingeschränkt ist das Zitat Unsinn.
3. schon wiiiieeeeder
carsonlau 15.03.2010
Selbsternannte saldbadernde Gourmet- und Gesundheits - Priester als Hilfsidioten von geschickten Marketing- und Überproduktionsvermarktungs - Kampagnen. Hört das denn nie auf?
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Reiseziel Mallorca
Einreiseinfos und Zeitzonen
Mallorca liegt in der mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ). Es gibt somit keinen Zeitunterschied zu Deutschland.
Beste Reisezeit
Mit seinen knapp 300 Sonnentagen im Jahr bietet Mallorca eine lange Reisesaison. Wer einsame Strände und Wildblumen erleben möchte, sollte Mallorca im März und April besuchen. Angenehm warm ist das Wasser allerdings erst ab Mitte Mai. Die angenehmste Reisezeit ist wohl der Juni: Das Wetter ist schön, und das Meer lädt zum Baden.

Im Juli und August ist es mit durchschnittlich 29 Grad Celsius sehr heiß auf Mallorca, außerdem sind die Strände und Cafés überfüllt. Im September kühlt es ab, es besteht aber auch die Gefahr von Regenschauern und Stürmen.

Für Wanderer und Radfahrer empfiehlt sich neben dem Frühjahr besonders der Herbst als Reisezeit. Im Oktober ist die Luft mild, und das Wasser hat noch bis in den November hinein Badetemperatur. Individualisten sollten Mallorca im Dezember besuchen, um noch ein paar schöne Sonnentage ohne Vorweihnachtsstress zu genießen.
Highlights
Nicht nur für Party-Touristen lohnt sich ein Abstecher nach Palma, der größten Stadt Mallorcas. Neben einem lebendigen Nachtleben bietet die Stadt viele Sehenswürdigkeiten wie etwa die "Kathedrale des Lichts" - eines der imposantesten Bauwerke Spaniens.

Eine sehr hübsches Stadtchen ist Valldemossa, berühmt für sein ehemaliges Kloster, indem schon Frédéric Chopin mit seiner Geliebten George Sand wohnte.

Im Südwesten zeigt die Insel ihre stille Seite. Ausgehend vom Badeort Sant Elm können Wanderer hier entlang der Küste mit Blick auf die Dracheninsel bis zur Klosteranlage Sa Trapa aufsteigen.

Individualreisende lieben das ländliche Inselinnere. Wer den 543 Meter hohen Tafelberg Puig de Randa erklimmt, wird belohnt: mit einem weiten Ausblick und mit dem Licor Randa, einen Kräuterlikör, den es nur dort oben gibt.

Den Sonnenaufgang beobachtet man am besten in den frühen Morgenstunden am Cap de Formentor, einer ganz im Norden gelegenen felsigen Landzunge.
Festivals und Veranstaltungen
Das wichtigste Fest der Insel ist Ostern. Die Karwoche - "Semana Santa" - wird in praktisch allen Gemeinden mit farbenfrohen Prozessionen gefeiert.

Wer es blutrünstig mag, sollte das Kostümfest der Bewohner von Sóller besuchen. Jedes Jahr im Mai spielen sie ihren Sieg gegen die maurischen und türkischen Piraten 1561 mit Säbeln und viel Kampfgeschrei nach.

Ein besonderer Tipp ist auch das "Torrent de Pareis", ein mallorquinisches Konzert, das immer im Juli an der Mündung der Wildwasserschlucht Torrent de Pareis stattfindet, wenn diese von der Hitze ausgetrocknet ist.
Reiseinfos
Viele Informationen rund um Gastronomie, Sport und Einkaufen bietet die Internetseite des Tourismusportals der Balearen www.illesbalears.es. Schön übersichtlich ist auch die kommerzielle Internetseite www.mallorca.de. Für Kulturliebhaber empfiehlt sich die offizielle Kulturseite der Balearen www.balearsculturaltour.es.
Anreise und Transport
Mallorca ist so ein beliebtes Reiseziel, dass es von den meisten Fluggesellschaften angeboten wird. Der Flug bis zum internationalen Flughafen Son Sant Joan dauert circa zwei bis drei Stunden, je nach Abflugort. Alternativ ist aber auch die nicht ganz billige Anreise mit dem Schiff möglich. Von Barcelona dauert die Überfahrt nach Palma je nach Fähre vier oder acht Stunden. Für Urlauber ohne eigenes Auto ist immer ein Platz auf der Fähre der Gesellschaft Trasmediterránea www.trasmediterranea.es frei. Wer mit dem Auto übersetzt, sollte jedoch vorab buchen.

Mallorca
DDP
Der Name Mallorca geht auf die lateinische Bezeichnung "insula maior" (die größere Insel) zurück und bezieht sich auf den Vergleich mit der Nachbarinsel Menorca.
Mallorca ist die größte Ferieninsel der spanischen Balearen. Das beliebte Reiseziel im Mittelmeer erstreckt sich über rund 3600 Quadratkilometer und ist damit etwa viermal so groß wie die Ostseeinsel Rügen. Verwaltungszentrum, wichtigste Hafenstadt sowie Hauptstadt der autonomen Region Balearen ist Palma de Mallorca.
Mallorca hat rund 750.000 Einwohner. Etwa 15 Prozent davon sind Ausländer, darunter viele Deutsche. Neben dem Tourismus ist die Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftszweig.
Bundesbürger machen den Löwenanteil der Touristen aus. Jährlich kommen rund 3,5 Millionen Deutsche auf die Insel.
Neben Ballermann-Fans und Golf-Urlaubern zieht es vor allem Naturfreunde auf die Insel. Das türkisblaue Meer und das mediterrane Klima sind besonders bei Strandurlaubern beliebt. Wanderfreunde und Radfahrer genießen im Norden die Natur und das Farbenspiel von Mandelblüten, Orangenbäumen und Olivenhainen.
Forum
Getty Images
Mallorca für alle: Abseits von Ballermann und Co. zeigt die Baleareninsel erst ihre wahre Schönheit. Sind auch Sie ein Insel-Fan? Welche Tipps haben Sie?