Palma de Mallorca Gemeinderat verabschiedet Strafen für Saufgelage

Öffentliches Urinieren, Saufen und Spucken - derartiges Verhalten hat der Gemeinderat von Palma am Montagabend gegen den Widerstand der linken Opposition unter Strafe gestellt. Vorgesehen sind Bußgelder von bis zu 400 Euro.

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Palma de Mallorca - Ein Jahr lang wurde über schärfere Benimmregeln gestritten. Nun sind sie verabschiedet worden. Mallorca-Touristen müssen sich in Zukunft beim Feiern stark zügeln. Der Gemeinderat von Palma verabschiedete am Montagabend die umstrittene "Verordnung für zivilisiertes Zusammenleben", die für mehr Ordnung und Sauberkeit am "Ballermann" sorgen soll.

Die Verordnung sieht unter anderem Strafen für Saufgelage unter freiem Himmel, öffentliches Urinieren und Spucken sowie Lärm vor. Auch das Tragen von Badekleidung in der Innenstadt sowie "aggressives Betteln" werden unter Strafe gestellt. Zur Eindämmung der Straßenprostitution sollen ebenfalls Freier zur Kasse gebeten werden. Vorgesehen sind Bußgelder von bis zu 400 Euro.

Die Verordnung wurde im Rathaus der Hauptstadt der spanischen Ferieninsel mit den Stimmen der kommunalen Regierung der konservativen Volkspartei (PP) angenommen. Die linke Opposition votierte geschlossen dagegen.

Die neuen, strengen Benimmregeln sollen nach einer Informationskampagne ab Juni im erweiterten Strandbereich und ab September im gesamten Stadtgebiet gelten.

Vertreter linksgerichteter Parteien klagen, dass die Kommunalregierung mit den neuen Benimmregeln nicht nur das unzivilisierte Verhalten vieler Touristen reduzieren möchte, sondern auch und vor allem "die Schwachen der Gesellschaft" wie etwa Prostituierte, Obdachlose und auch Straßenkünstler ins Visier nimmt.

kha/dpa

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insgesamt 30 Beiträge
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mjanitzky 13.05.2014
1. Lediglich Nachhilfeunterricht . . .
. . . für Gäste, die sich nicht mehr wie solche zu benehmen wissen - ich denke, dafür war es wohl Zeit, wenn auch recht peinlich für die Angesprochenen :-)
maleku 13.05.2014
2. Typisch
Kaum geht es um mehr Zivilisation, schon sind die Linken dagegen. Die „Freiheit“ der oeffentlichen Sauforgien sind halt wichtiger, als Anstand und das Recht der Zivilbevoelkerung auf Ruhe. Es werden sich immer, bei allen Entscheidungen, irgendwelche Unterdrueckte, Benachteiligte, Diskriminierte finden, wegen denen alles im Caos versinken soll.
capitain_future 13.05.2014
3. Mallorca-für Reiche
Zitat von sysopDPAÖffentliches Urinieren, Saufen und Spucken - derartiges Verhalten hat der Gemeinderat von Palma am Montagabend gegen den Widerstand der linken Opposition unter Strafe gestellt. Vorgesehen sind Bußgelder von bis zu 400 Euro. http://www.spiegel.de/reise/europa/palma-de-mallorca-gemeinderat-verabschiedet-benimmregeln-a-969040.html
Naja,wir sollten uns für sowas eigentlich entschuldigen,aber Was da Mallorca da sieht ,sind eben die reichen Deutschen,die besoffen die Sau rauslassen,eben die saubere Mittelstufe und Studieren Snops,die ihre Arbeitsgeilheit eben vergessen möchten. Es sind nicht die armen Deutschen Standart Bürger,,die sich bei 8,50 € Brutto garantiert kein Mallorca leisten können. Vielleicht wäre es besser die Insel Alkoholsteuer auf Bier auf das Level von Norwegen anzupassen ? Bei Bier 3 Euro wird es schwer das Komasaufen etc.
bmvjr 13.05.2014
4. Notwehr
Hier verteidigt sch eine Region gegen den Einfall von Touristenmassen, die sich herausnehmen sich ruecksichtslos, unkultiviert, asozial zu verhalten und dieses "ein Mal jaehrlich die Sau rauslassen" auf Kosten eines ganzen Landstriches als Urlaub und Erholung missverstehen. Reine Notwehr und bestens nachvollziehbar.
diegorivera 13.05.2014
5. Straßenkünstler
Sind damit die Hütchenspieler an jeder Ecke gemeint? Da sind harte Strafen angebracht, weil das eine Mafia fest in der Hand hat. Ansonsten sind die Strafen populistisch und viel zu übertrieben.
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