Legendäres Luxushotel in Paris Ritz-Mobiliar für 7,3 Millionen Euro versteigert

Barhocker, Betten, Plüschsofas: Die Auktion von Originalmobiliar des legendären Ritz-Hotels in Paris hat deutlich mehr Geld eingebracht als erwartet. Alle angebotenen Stücke wurden versteigert.

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Ein Hocker aus der berühmten Hemingway-Bar, eine Badewanne aus dem 19. Jahrhundert und eine Harfe aus dem Proust-Salon: Das sind nur drei von mehr als 10.000 Möbeln und Objekten, die das Pariser Luxushotel Ritz seit Dienstag versteigern ließ.

Die Auktion an der Prachtstraße Champs-Élysées brachte nach Angaben des Veranstalter Artcurial insgesamt 7,3 Millionen Euro ein. Alle knapp 3500 Auktionsposten wurden demnach verkauft, 95 Prozent davon über ihrem Schätzwert.

Das 1898 gegründete Ritz trennte sich von ihnen, nachdem das berühmte Grandhotel an der Place Vendôme Nummer 15 im Juni 2016 nach vierjährigen Bauarbeiten wiedereröffnet hatte. Das Haus gehört seit 1979 dem ägyptischen Milliardär Mohamed Al-Fayed.

Die Schätzungen für die Stücke reichten von 100 Euro für Deckenlampen oder Raffhalter für Vorhänge bis zu 10.000 Euro für ein Paar monumentaler Nymphen-Skulpturen aus Bronze, welche die Eingangshalle des Ritz schmückten. Das Auktionshaus hatte angepeilt, den geschätzten Gesamtwert der Objekte von rund 1,5 Millionen Euro bei der Versteigerung etwa zu verdreifachen.

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Ritz-Auktion: Baden wie einst Coco Chanel

Im Pariser Ritz stiegen zahlreiche Größen der Zeit ab: Neben Coco Chanel etwa die US-Schriftsteller Francis Scott Fitzgerald und Ernest Hemingway. Während des Zweiten Weltkriegs hielten die Nazis das Ritz besetzt. Der Legende nach soll Hemingway als Soldat am 25. August 1944 mit seiner Waffe in das Nobelhotel eingedrungen sein, um es "persönlich zu befreien". Deshalb wurde die Bar nach ihm benannt.

Auch mehrere Filme wurden im Ritz gedreht, unter anderem "Ariane" von Billy Wilder aus dem Jahr 1957 - mit Gary Cooper, Audrey Hepburn und Maurice Chevalier.

wit/dpa/AFP



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