Giftige Nesseltiere Mallorca hebt Badeverbot auf

Die roten Flaggen auf Mallorca sind eingezogen: Die Badeverbote nach Sichtung der hochgiftigen Portugiesische Galeeren an Stränden von Palma sind aufgehoben.

Portugiesische Galeere (Archiv)
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Portugiesische Galeere (Archiv)


Auf Mallorca darf wieder unbeschwert gebadet werden. Die nach der Sichtung hochgiftiger Quallen verhängten Badeverbote sind aufgehoben worden. Man habe am Donnerstag keine roten Flaggen gehisst, sagte eine Sprecherin der betroffenen Inselhauptstadt Palma. Im Rest der spanischen Urlaubsinsel ist die im Wasser der Bucht von Palma gesichtete, äußerst giftige Portugiesische Galeere (Physalia physalis) bisher kein Problem.

Am Mittwochnachmittag waren die rote Flaggen an Stränden der Palma-Viertel Can Pastilla und Molinar gehisst worden. Kurz zuvor waren dort zwei lebende Exemplare der Nesseltiere gesehen worden. Die betroffenen Strände liegen östlich des Hauptstadtzentrums, in der Nähe des bei Deutschen beliebten "Ballermann"-Strandes. Badegäste wurden von der Stadt gebeten, weitere Sichtungen der giftigen Nesseltiere den zuständigen Behörden zu melden.

Anfang der Woche war bereits ein totes Exemplar der Portugiesischen Galeere am beliebten Strand Ciudad Jardín im Viertel Molinar gesichtet worden - was einigen Wirbel auslöste. Die Regionalzeitung "Última Hora" brachte am Mittwoch auf Seite eins ein großes Bild des Tieres. Die Stadtverwaltung startete mit einem großen Schiff Suchaktionen und bat die Regionalregierung der Balearen um Unterstützung. Der regionale Notdienst bat die Strandgäste um extreme Vorsicht.

Was für Tiere Portugiesische Galeeren sind und wie man sich im Falle eines Kontaktes verhalten sollte, lesen Sie hier:

Erst am Wochenende waren in der Provinz Alicante im Osten Spaniens ebenfalls Portugiesische Galeeren angespült worden. Ein Elfjähriger wurde am Arm gestochen und ins Krankenhaus gebracht. Daraufhin waren dort Strände auf einer Länge von knapp 120 Kilometern gesperrt worden. Im April fanden sich bereits Dutzende lebende Exemplare an den Stränden von Ibiza und Formentera - auch hier wurden Strände gesperrt.

abl/dpa

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weltraumschrott 24.05.2018
1. Ein Badeverbot würde das wirtschaftliche Aus bedeuten...
... deshalb auch die schnelle Aufhebung. Allen Foristen, die in Australien so wundervoll mit den dortigen Bluebottles harmonieren, sei gesagt: Die australische Art ist mit der atlantischen Art nicht zu vergleichen: Sometimes confused with its larger, more venomous Atlantic cousin, the Physalia physalis (or Portuguese Man o' War), the common bluebottle found in Australia is the Physalia utriculus, which is smaller and less venomous, explains research scientist, author and marine invertebrate expert Dr Lisa-ann Gershwin. http://www.australiangeographic.com.au/topics/wildlife/2016/11/australian-bluebottles
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