Romantisches Rumänien Transsilvanien im Morgennebel

Rumäniens Wirtschaft boomt, in der Hauptstadt ragen Bürotürme auf. Den Fotografen Alex Robciuc hingegen faszinieren die abgelegenen Landschaften - und ihre Magie.

Alex Robciuc

Fernab von großen Straßen und den modernen Städten geht Alex Robciuc auf Motivsuche. Der 32-jährige Fotograf liebt die Natur seines Landes. Geboren wurde er in einer kleinen Stadt in Transsilvanien - im Kreis Maramures im Norden Rumäniens, umgeben von den Karpaten. Schon sein früherer Beruf als Landvermesser führte ihn an die abgelegenen Orte seines Landes, die ihn noch heute faszinieren.

"Ich bin sicher, jeder hat schon von Transsilvanien und den mystischen Orte hier gehört", sagt Robciuc. Mit seinen Fotos will er die ländliche Idylle vor allem seiner Heimatregion einfangen: "Ich habe Jahrhunderte alte verlassene Bergdörfer fotografiert, abgelegene mittelalterliche Bergfestungen, unberührte Wälder, Almwiesen und Dörfer, in denen alles noch mit Ochsenkarren transportiert wird." Die Bilder sollen die Schönheit eines Landes zeigen, "das immer noch die Magie längst vergangener Zeiten besitzt".

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Romantisches Rumänien: Mit der Magie vergangener Zeiten

Rumänien ist heute ein Land mit einem Wirtschaftswachstum, das selbst Experten überrascht: Es "ist womöglich die am schnellsten wachsende Ökonomie der Welt", sagt ein Londoner Analyst. In Bukarest ragen Wolkenkratzer aus Glas und Stahl in den Himmel. Auf dem Land jedoch werden noch Feste nach Traditionen gefeiert, die seit Jahrhunderten unverändert geblieben sind, sagt Robciuc, der heute in Timisoara im Westen des Landes lebt. "Rumänien hat ein lebendiges kulturelles Erbe."

Vor elf Jahren begann Alex Robciuc, als Natur- und Kulturfotograf zu arbeiten. Seitdem habe er Sonnenaufgänge und -untergänge in den vielen Regionen des Landes aufgenommen und dabei das Morgen- und Abendlicht für den dramatischen Effekt genutzt. Seine Fotos zeigen bewaldete Berghänge in Maramures, in denen noch der Morgennebel hängt, Burgruinen am Zarand-Gebirge und einsame Täler im Apuseni-Gebirge. Aber auch die junge Frau auf einem Dorffest und die Alte, die in ihrem Schlafzimmer von ihrem Leben erzählt.

"Ein Foto kann einen Ort zeigen", sagt Robciuc. "Landschaftsfotografie jedoch muss das Gefühl vermitteln, wie es ist, an diesem Ort zu sein."

abl

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