Moskau - Akute Platznot in der russischen Hauptstadt? In Moskau hat jetzt die erste Kapselherberge eröffnet. Das Sleepbox Hotel ist ganz nach japanischem Vorbild gestaltet. Die Gäste werden in kleinen fensterlosen Kabinen untergebracht, der Service beschränkt sich auf ein Minimum. 50 dieser Kapseln stehen zur Verfügung, eine Übernachtung kostet knapp 40 Euro.
In Moskau werden den genügsamen Kunden nicht nur spartanische Ein-Personen-Boxen angeboten, sondern auch Mehrbettzimmer. Diese erinnern an schick eingerichtete Zugabteile - nur dass man hier auf ein Fenster verzichten muss.
Unabhängig von der Zimmerkategorie verfügen die Schlafkapseln lediglich über Bett, Lampe, Schränkchen und Klapptisch. Duschen und Toiletten finden sich in Gemeinschaftswaschräumen. Ein Prototyp eines Zimmers konnten Reisende bereits vor zwei Jahren auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo in Augenschein nehmen.
Kapselhotels erfreuen sich schon seit geraumer Zeit großer Beliebtheit in japanischen Großstädten. Häufig sind sie dort in direkter Nähe zu großen Bahnhöfen untergebracht, um Pendlern, die ihren letzten Zug nach Hause verpasst haben, ein Bett für die Nacht zu bieten. Auch in Deutschland gibt es bereits eine Unterkunft dieser platzsparenden Bauart: Am Münchner Flughafen stehen Reisenden an zwei Standorten fensterlose Kabinen als temporäre Schlafstelle zur Verfügung.
dkr
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