San Fermin in Pamplona Wein, Weib und wilde Stiere

Spanien feiert! Sollte es auch mit dem Fußball-WM-Titel nicht klappen - auf dem Festival San Fermin in Pamplona ist die Stimmung ausgezeichnet. Zehntausende Besucher aus aller Welt zelebrieren Wasserspielchen, Champagner-Duschen und das erste Stier-Mensch-Rennen.

REUTERS

Pamplona - Vuvuzelas sind auf dem San-Fermin-Festival zwar vom Bürgermeister verboten worden, doch die Laune stimmt trotz Bann der WM-Tröte: Zehntausende haben am Dienstag mit Sekt und Feuerwerk den Auftakt des Stierrennens von Pamplona gefeiert, darunter viele junge Besucher aus dem Ausland. Traditionell wird das neun Tage dauernde Volksfest mit dem Ruf "Viva San Fermin!" eröffnet.

Am Mittwochmorgen sind dann mehrere tausend Wagemutige mit sechs Bullen durch die Gassen der Altstadt gerannt. Nach ersten Berichten wurde niemand aufgespießt oder ernsthaft verletzt, wie Mitarbeiter des Roten Kreuzes im spanischen Fernsehen erklärten. Während der Rennen beim Fest zu Ehren des Lokalpatrons San Fermin kommen immer wieder Menschen ums Leben, zuletzt im vergangenen Jahr ein Spanier.

Die kraftstrotzenden Tiere und die Menschen hetzten auf einer 850 Meter langen Strecke durch die engen Gassen zur Stierkampfarena. Auch in diesem Jahr wurden mehrere Teilnehmer von den Bullen und sechs mitlaufenden Ochsen niedergetrampelt. Besonders riskant ist das Rennen, weil viele Wagemutige nach einer durchfeierten und allzu oft auch durchzechten Nacht die Gefahr unterschätzen.

Erst am Samstag ist eine 19-Jähriger in der zentralspanischen Stadt Fuentesaúco bei einem Stierrennen ums Leben gekommen. Wie das spanische Innenministerium mitteilte, spießte ein Stier den jungen Mann mit seinen Hörnern auf. Er sei unmittelbar seinen Verletzungen erlegen, hieß es.

International bekannt wurde das Treiben zum Fest des heiligen San Fermin durch den Roman "Fiesta" von Ernest Hemingway aus dem Jahr 1926. Tierschützer protestieren alljährlich gegen die Veranstaltung. Sie fordern die Abschaffung von Stierrennen und Stierkämpfen.

abl/apn/AFP



insgesamt 7 Beiträge
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Peter Sonntag 07.07.2010
1. Wir sind natürlich dagegen !
Jeder gute, tierliebende Mensch wendet sich mit Abscheu und Entsetzen gegen dieses Spektakel, wobei gegen Wein und Weib eigentlich nichts einzuwenden wäre. Die Tausende, welche an dem entsetzlichen Geschehen teilhaben und jemals teilnahmen, können nur böse, sensationsgierige oder geschäftemachende Individuen sein. Einschließlich Hemingway.
saul7 07.07.2010
2. ++
Zitat von sysopSpanien feiert! Sollte es auch mit dem Fußball-WM-Titel nicht klappen - auf dem Festival San Fermin in Pamplona ist die Stimmung ausgezeichnet. Zehntausende Besucher aus aller Welt zelebrieren Wasserspielchen, Champagner-Duschen und das erste Stier-Mensch-Rennen. http://www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,705148,00.html
Es ist wieder so weit. Das sinnlose Hetzen von unschuldigen Tieren zur Volksbelustigung kann beginnen. Anschließend können sensationslüsterne Einheimische und noch mehr Touristen Zeuge eines grausamen Schauspiels werden, das sich Stierkampf nennt....
Rainer Helmbrecht 07.07.2010
3. Für einen titelfreies SpOn-Forum.
Zitat von sysopSpanien feiert! Sollte es auch mit dem Fußball-WM-Titel nicht klappen - auf dem Festival San Fermin in Pamplona ist die Stimmung ausgezeichnet. Zehntausende Besucher aus aller Welt zelebrieren Wasserspielchen, Champagner-Duschen und das erste Stier-Mensch-Rennen. http://www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,705148,00.html
Kultur und Steinzeit vereint. http://www.file-upload.net/download-2655648/PAMPELUNE2009.pps.html MfG. Rainer
mm01 07.07.2010
4. ....
ich wünsche den Stieren viel Erfolg bei der Hatz auf die Tierquäler. Leider geht das für den Stier nie gut aus.
Gertrud Stamm-Holz 07.07.2010
5.
Zitat von mm01ich wünsche den Stieren viel Erfolg bei der Hatz auf die Tierquäler. Leider geht das für den Stier nie gut aus.
Oh, irgendwann wird es einen Toten geben. Einen der Idioten auf zwei Beinen. Vertrauen Sie den Tieren. Die werden das schon berwerkstelligen.
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