Reise


Streik in Paris: Louvre-Angestellte haben Angst vor brutalen Diebesbanden

Nicht Kunsträuber, sondern Taschendiebe sind derzeit das größte Problem im Pariser Louvre. Täglich ziehen kriminelle Kinderbanden durch das weltbekannte Museum. Die Belegschaft fordert mehr Sicherheit.

Louvre in Paris: Angestellte demonstrierten für mehr Sicherheit im MuseumZur Großansicht
AP/dpa

Louvre in Paris: Angestellte demonstrierten für mehr Sicherheit im Museum

Paris - Am Mittwoch standen die Touristen plötzlich vor verschlossenen Türen. Der Besuch der Mona Lisa fiel für sie aus. Knapp 200 Angestellte des Pariser Louvre hatten die Arbeit niedergelegt, das Museum musste den Betrieb einstellen. Der Grund für den Streik: Die Beschäftigten wollten auf die steigende Zahl an Taschendieben hinweisen, die immer organisierter und aggressiver den Louvre heimsuchen.

Unter den Kriminellen seien laut Gewerkschaftssprecherin Christelle Guyader immer mehr Kinder, die dank des freien Eintritts in Horden bis zu 30 Personen in das Museum einfallen würden. Verhaftungen durch die Polizei erwiesen sich als sinnlos, da die Ordnungshüter die Minderjährigen nach kurzer Zeit laufen lassen müssten - und diese wenig später wieder im Louvre auftauchten. Guyader sagte, dass sich viele der Museumsangestellten inzwischen fürchten, zur Arbeit zu kommen. Sie würden von den Taschendieben "bespuckt, beschimpft, bedroht und geschlagen".

"Es gab immer Taschendiebe im Louvre und im Pariser Stadtzentrum, aber seit eineinhalb Jahren werden diese immer gewalttätiger", sagte die Museumsangestellte Sophie Aguirre. Nach Angaben des Louvre wurde bereits Ende vergangenen Jahres eine stärkere Polizeipräsenz vor Ort eingefordert. Als Sofortmaßnahme will die Museumsleitung nun bekannten Taschendieben den Eintritt verwehren.

dkr/AFP

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insgesamt 5 Beiträge
bjuv 11.04.2013
das vor Ort erlebt hat, weiss, dass er das, was er dort erlebt hat, hier ohnehin nicht wiedergeben darf. Genau sowenig wie die umfassende Beschreibung ähnlicher Zustände in manchen Ruhrgebietsstadtteilen.
das vor Ort erlebt hat, weiss, dass er das, was er dort erlebt hat, hier ohnehin nicht wiedergeben darf. Genau sowenig wie die umfassende Beschreibung ähnlicher Zustände in manchen Ruhrgebietsstadtteilen.
licorne 11.04.2013
schon auf dem Bahnhofvorplatz geht's los. Taschen festhalten, Augen überall! Während ich an einer Metrostation telefoniere, reißt mir ein Junge mein Handy weg und rennt, Gott sei Dank heftet sich ein junger Mann an seine Fersen [...]
schon auf dem Bahnhofvorplatz geht's los. Taschen festhalten, Augen überall! Während ich an einer Metrostation telefoniere, reißt mir ein Junge mein Handy weg und rennt, Gott sei Dank heftet sich ein junger Mann an seine Fersen und ergattert mein Telefon wieder, hält den Kerl fest, die Polizei kommt mit Handschellen, da sie den Vorfall durch die Videoüberwachung mitbekommen hat. Im Restaurant das Gleiche : ein junges Mädchen schnappt das Handy, das auf meinem Tisch liegt und rennt. Wir haben sie gekriegt, Handy wieder da, Mädchen weg. In Straßburg fährt morgens der Kleinbus mit Kindern, Alten usw in die Stadt, im Gepäck Rollstühle, Krücken, kleine Kinder, junge Hunde. Die Plätze zum Betteln und Anquatschen sind strategisch verteilt. Reiche Chinesen meiden schon Paris, da sie ständig bestohlen werden. Sie sind dafür bekannt, große Summen an Bargeld bei sich zu tragen. Der Ruf von französischen Touristensstätten hat besonders seit einem Jahr gelitten. Die Situation wird unerträglich.
forenaccount 11.04.2013
Es weckt immer Begehrlichkeiten, wenn man wertvolle(re) Gegenstände mit sich führt, das war aber schon immer so. Ob abgerissene Ohrringe, getrickdiebte Armbanduhren ... heute sind es halt überwiegend Handys und gefragt sind [...]
Zitat von licornereißt mir ein Junge mein Handy weg und rennt [...] ein junges Mädchen schnappt das Handy, das auf meinem Tisch liegt und rennt.
Es weckt immer Begehrlichkeiten, wenn man wertvolle(re) Gegenstände mit sich führt, das war aber schon immer so. Ob abgerissene Ohrringe, getrickdiebte Armbanduhren ... heute sind es halt überwiegend Handys und gefragt sind die neuesten Modelle. In ein paar Jahren legt sich das Problem, wenn Günstig-Teile den Funktionsumfang heutiger High-End-Modelle haben und das den meisten Nutzern ausreicht. Versuch zur Abhilfe: Für ein "Steinzeithandy" interessiert sich z.B. niemand...
brux 11.04.2013
Ach ja, das R-Wort. Immerhin hatten diese Leute am 8. April ihren internationalen Tag. Das passt der Steik wenigstens zeitlich ins Bild.
Zitat von bjuvdas vor Ort erlebt hat, weiss, dass er das, was er dort erlebt hat, hier ohnehin nicht wiedergeben darf. Genau sowenig wie die umfassende Beschreibung ähnlicher Zustände in manchen Ruhrgebietsstadtteilen.
Ach ja, das R-Wort. Immerhin hatten diese Leute am 8. April ihren internationalen Tag. Das passt der Steik wenigstens zeitlich ins Bild.
Lustig das mal wieder das Kind nicht beim namen genannt wird, obwohl jeder weiss das hier mal wieder die Reisenden vom indisches Subkontinent am Werk sind. Hoch lebe die Freizügigkeit....
Lustig das mal wieder das Kind nicht beim namen genannt wird, obwohl jeder weiss das hier mal wieder die Reisenden vom indisches Subkontinent am Werk sind. Hoch lebe die Freizügigkeit....
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  • Donnerstag, 11.04.2013 – 10:36 Uhr
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