Superschnellzug Bahn testet neuen TGV in Ostdeutschland

Mehr Passagiere, kürzere Fahrzeiten: Mit dem neuen TGV 2N2 soll die Reise von Frankfurt nach Marseille um 90 Minuten schneller werden. Um die Zulassung für das deutsche Streckennetz zu erlangen, rast der Superschnellzug derzeit durch Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

SNCF / Guillaume Ramon

Ludwigslust/Berlin - Ein französischer Superschnellzug pendelt zu letzten Tests durch Ostdeutschland. Der neue TGV 2N2 stehe kurz vor der Zulassung, sagte ein Bahn-Sprecher in Berlin am Donnerstag. Für die Erprobung fährt der Hochgeschwindigkeitszug noch bis Freitag zwischen Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern und dem brandenburgischen Breddin hin und her, weil diese Strecke laut Bahn nur wenig ausgelastet und baustellenfrei ist.

Vom 23. März an soll der erste grenzüberschreitende doppelstöckige Hochgeschwindigkeitszug der französischen Staatsbahn SNCF zwischen Frankfurt am Main und Marseille sowie Paris eingesetzt werden.

Der Zug erreicht auf einzelnen Streckenabschnitten ein Tempo von 329 km/h und kann bei 200 Metern Länge 500 Passagiere befördern. Ein einstöckiger Zug habe bei gleicher Länge nur 360 Plätze. Züge im grenzüberschreitenden Verkehr müssen stets in beiden Ländern erprobt und zugelassen werden. Getestet würden etwa das Bremsen und Anfahren sowie die Elektronik.

Die Reise im neuen Doppelstock-Hochgeschwindigkeitszug führt auf deutscher Seite von Frankfurt über Mannheim, Karlsruhe und Baden-Baden. In Frankreich liegen unter anderem Straßburg, Belfort und Lyon an der Strecke. In den Zügen werden sowohl Angestellte der Deutschen Bahn als auch der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF in gemischten Teams arbeiten.

Die Reisezeit von der deutschen Bankenmetropole in die französische Hafenstadt soll sich mit dem TGV 2N2 um bis zu 90 Minuten verkürzen. Der Zug fährt laut Plan in Frankfurt um 14.01 Uhr los und erreicht Marseille um 21.46 Uhr. Er wird auch bei einer von fünf täglichen Fahrten auf der Strecke Frankfurt-Saarbrücken-Paris eingesetzt.

dkr/dpa



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Seite 1
der M 16.02.2012
1. Witz der Tages
Zitat von sysopSNCF / Guillaume RamonMehr Passagiere, kürzere Fahrzeiten: Mit dem neuen TGV 2N2 soll die Reise von Frankfurt nach Marseille um 90 Minuten schneller werden. Um die Zulassung für das deutsche Streckennetz zu erlangen, rast der Superschnellzug derzeit durch Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. http://www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,815666,00.html
In Deutschland hält der dann wieder an jeder Milchkanne, weil jeder Hinterwäldlerpolitiker unbedingt den schnellen Zug auch im Ort haben will. Dazu muss man sich nur mal vor Augen führen, welche Dörfer die ICEs in Deutschland so anfahren.
herr_kowalski 16.02.2012
2. Ihr wollt mir doch einen Bären aufbinden ?
Zitat von sysopSNCF / Guillaume RamonMehr Passagiere, kürzere Fahrzeiten: Mit dem neuen TGV 2N2 soll die Reise von Frankfurt nach Marseille um 90 Minuten schneller werden. Um die Zulassung für das deutsche Streckennetz zu erlangen, rast der Superschnellzug derzeit durch Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. http://www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,815666,00.html
Es ist Winter und der soll fahren ? Ungestört ? So schnell? Und dann auch noch so weit ? Das glaub ich nicht.
mr.zoui 16.02.2012
3.
Zitat von sysopSNCF / Guillaume RamonMehr Passagiere, kürzere Fahrzeiten: Mit dem neuen TGV 2N2 soll die Reise von Frankfurt nach Marseille um 90 Minuten schneller werden. Um die Zulassung für das deutsche Streckennetz zu erlangen, rast der Superschnellzug derzeit durch Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. http://www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,815666,00.html
Grandios, daß in der Provinz hochmoderne Strecken für viel Geld gebaut wurden, die jetzt brach liegen und als Teststrecke für den TGV dienen können, während das ehemalige Prestige- *Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr.1* zwischen Hamburg und Stralsund nach 20 Jahren wohl nicht mehr beendet werden wird.
Jominator 16.02.2012
4. Langsam
7 3/4 Stunden für 1000km. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 130 km/h. Was ist daran so besonders?
vostei 16.02.2012
5. Hm
Also doch der TGV-Euro-Duplex, statt dem Euro-Train, wo man die Triebköpfe des ICE verwenden hätte können. Naja, hier geht es ja um eine Cooperation der Bahn und der SNCF, wenn ich den Artikel richtig verstehe, zwecks des Linienverkehrs. Umgekehrt soll ja dann der Velaro als deutscher EuroZug in vier Systemen laufen, der Euro Duplex läuft in drei. Aber er packt mehr Passagiere...
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