Kanal wird zu Surf-Spot Rotterdam macht 'ne Riesenwelle

Surfen im Stadtzentrum? Das soll in Rotterdam bald möglich sein. Bis Juni 2015 wird dafür eine Gracht in der niederländischen Stadt umgebaut. Auch Paddler und Taucher können sich nach der Fertigstellung in dem neuen Wildwasser-Kanal austoben.

Geplante Welle in Rotterdam: Wildwasser nicht nur zum Surfen und Paddeln
RIF010

Geplante Welle in Rotterdam: Wildwasser nicht nur zum Surfen und Paddeln


Noch geht es in der Steigersgracht in Rotterdam ruhig zu. Doch das Wasser in dem Kanal in der Nähe des Maritimen Museums soll bald wild werden: Die Stadt plant, an dieser Stelle eine künstliche Welle zu errichten.

Wenn alles gut geht, können Schwimmer, Surfer, Paddler, Taucher und andere ihren Sport schon im nächsten Jahr im Zentrum der zweitgrößten Stadt der Niederlande ausüben: Das Projekt mit dem Namen "RiF010" soll bis Juni 2015 realisiert werden. Bis zu 1,50 Meter hoch soll die Welle sein. Zur Errichtung der Anlage mit Steg-Café und Umkleidekabinen sind mehr als dreieinhalb Millionen Euro nötig. Die Bauarbeiten beginnen noch in diesem Monat.

Dabei wird ein Teil des Kanals von Zuflüssen abgeteilt, sodass ein geschlossenes Becken entsteht. Ein Wellengenerator löst darin alle 7,5 Sekunden eine neue Welle aus, die durch besondere Schwellen im Boden ihre "perfekte Form" erhält, heißt es in einem Video der Projekt-Verantwortlichen. Je nach Nutzung des 50-Meter-Beckens könne man diese kleiner oder größer einstellen, sodass nicht nur Surfer auf ihre Kosten kommen, sondern auch andere Wassersportler wie Schwimmer oder sogar Rafter.

Im "RiF010" kann von April bis November gesurft werden

Bürgermeister Ahmed Aboutaleb und die Gemeinde hatten die über Zwölfjährigen unter den mehr als 600.000 Einwohnern der Hafenstadt zuvor aufgefordert, über sechs verschiedene Ideen zur Entwicklung von Rotterdam zu entscheiden. Etwas mehr als 21.000 Bürger beteiligten sich laut Stadt. Knapp 9000 stimmten demnach für die Welle. Sie ist laut Plan nach der Fertigstellung jährlich von April bis November in Betrieb und wird genau wie das damit verbundene Schwimmbecken für alle kostenlos nutzbar sein.

Auch in Berlin ist Surfen in der Stadt bald möglich. Die künstliche Welle, die sich ab 2018 in der Hauptstadt brechen soll, ist nach den Plänen von Architekt Jürgen Mayer H. sogar wetterunabhängig nutzbar, und die passende Bekleidung lässt sich gleich nebenan besorgen. Die Anlage ist nämlich Teil des neuen Einkaufszentrums Volt, das in den kommenden Jahren im Ortsteil Mitte in der Nähe des Alexanderplatzes entstehen soll.

25 Euro wird dann eine halbe Stunde in dem 10 mal 15 Meter großen Becken kosten, schreibt der "Tagesspiegel". In der "Shopping- und Erlebnisimmobilie" oder dem "Future Urban Home of brands, lifestyle, food and leisure", wie der Bauherr TKN Real Estate den Komplex wahlweise nennt, soll auch Skydiving möglich sein. Neben etwa 60 Geschäften ist zudem ein Hotel mit circa 160 Zimmern eingeplant.

Am Flughafen München kann man schon jetzt surfen gehen, allerdings nur noch bis zum 24. August. So lange steht die künstliche stationäre Welle noch, die für die Veranstaltung "Surf and Style" zum 30. Juli zwischen Terminal 1 und 2 errichtet wurde. "The Wave", wie die Konstruktion genannt wird, ist der berühmten Welle im Eisbach in Bayerns Landeshauptstadt nachempfunden.

emt

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insgesamt 4 Beiträge
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Bolligru 15.08.2014
1. Wenn alles gut geht
wird auch in Hannover mitten in der City nahe der Altstadt ein Surfspot entstehen, evtl. sogar mit 3 natürlichen Wellen...
captaintwang 15.08.2014
2. bin dabei...
....wenn die ersten surfspots im ruhrgebiet an den start kommen. da lässt sich bestimmt was bauen richtung wasserfall von halde runter mit stehender welle. gleichzeitig wird noch strom erzeugt. aloha!
georg69 15.08.2014
3.
Solange das Projekt besser gelingt als die unfassbar schlechte Bildmontage ist ja alles gut. :-)
sparrenburger 17.08.2014
4. der kl Unterschied
Berlin: 25 für 30min! Rotterdam den ganzen Tg für 0 Euro Noch Fragen?
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