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Top-Ziele in den Alpen: Viermal Hochgefühl für Skitourengeher

Vier Skitouren in den Alpen: Von Piz Palü bis Ötztaler Alpen Fotos
Stefan Herbke/ srt

Im Frühjahr beginnt für Skitourengeher die Hochsaison. Hier sind vier außergewöhnlich schneesichere und lohnende Touren - von Piz Palü bis zu den Gurgler Dreitausendern.

Selbst wenn im Flachland längst das erste frische Grün sprießt, wenn Krokusse und Schneeglöckchen für Farbe im Garten sorgen, sind die Berge noch tief verschneit. Für Skitourengeher beginnt jetzt die schönste Jahreszeit: Im Frühjahr reizen sie die hohen Gipfel mit Pulverschnee auf schattigen Nordhängen und samtig weichem Firn auf der Südseite.

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Stefan Herbke/ srt

Für Gipfelsammler: Piz Buin in der Silvretta

Die Bielerhöhe im österreichischen Vorarlberg ist das Einfallstor in die Silvretta mit ihren 64 Dreitausendern. Von hier aus verteilen sich die Tourengeher in die Täler, wobei die meisten ein Ziel favorisieren: den Piz Buin. Als höchster Berg des Bundeslands steht der auf der Gipfelwunschliste ganz weit oben. Streng genommen ist der Piz Buin allerdings alles andere als ein Skiberg. Ab dem Skidepot wartet ein durchaus anspruchsvoller Gipfelanstieg zu Fuß über fast 300 Höhenmeter.

Ansonsten ist die Tour typisch für die Silvretta: Häufig führen die Zustiege über fast schon flaches, eher einfaches Skigelände, doch die Gipfel selbst erfordern leichte Kletterei. "Die Silvretta ist wie eine Einstiegsdroge fürs Hochtourengehen. Noch nicht zu extrem, aber dennoch mit Gletscher, Fels und Graten - wer hier war und schöne Tage erlebt hat, der möchte mehr", sagt Hanno Dönz, der Obmann der Montafoner Bergführer.

Stellvertretend dafür steht der Anstieg auf den Piz Buin. Eine wilde Eislandschaft erwartet einen beim Anstieg über den Ochsentaler Gletscher auf Vorarlberger Seite, der mit seinen Eistürmen und Spalten überaus imposant ist. Oberhalb davon wechselt man in ein großes Schneebecken, das sanft in die Buinlücke zieht. Beim Schlussanstieg bildet eine exponierten Felsrinne die Schlüsselstelle. Zur Belohnung wartet am Gipfel ein grandioses 360-Grad-Panorama - und zum Abschluss eine lange Gletscherabfahrt.

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Stefan Herbke/ srt

Für Könner: Piz Palü im Oberengadin

Der 3905 Meter hohe Piz Palü im Schweizer Oberengadin zählt zu den schönsten Gipfeln der Alpen und ist ein überaus schneesicheres Ziel. Selbst im Mai werden Tourengeher hier noch mit einer Abfahrt über 2000 Höhenmeter belohnt. Und das bei minimalem Aufwand, da die Seilbahn vom Berninapass auf die Diavolezza den Anstieg deutlich verkürzt.

Ein Vorteil, der sich natürlich längst herumgesprochen hat. Und so kann es vorkommen, dass an einem schönen Sonntag im Mai über 300 Tourengeher wie in einer Karawane gen Gipfel ziehen und die Abfahrt fast pistenartig eingefahren ist. 300 Höhenmeter unterhalb des Gipfels muss man die Ski im Skidepot zurücklassen und den Gipfelsturm zu Fuß bewältigen.

Die Tour ist nicht allzu schwer, unterschätzen darf man sie aber nicht. Schon auf der morgens oft hartgefrorenen Abfahrt von der Diavolezza hinunter auf den Vadret Pers heißt es aufpassen. Und der anschließende Aufstieg über den spaltenreichen Gletscher erfordert entsprechende Erfahrung und Ausrüstung - oder die Begleitung eines Bergführers.

Einmalig ist der Blick auf die Eisbrüche und den Piz Palü mit seinen drei markanten Felspfeilern; atemberaubend der Schlussanstieg über den schmalen Schneegrat; attraktiv der gegenüberliegende Piz Bernina, der östlichste Viertausender der Alpen, und groß die Vorfreude auf die schier endlose Abfahrt über Pers- und Morteratschgletscher, die erst bei der Bahnstation Morteratsch endet.

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Stefan Herbke/ srt

Für Genießer: Vom Jungfraujoch ins Lötschental

Die Jungfraubahn ist der Schlüssel, das Jungfraujoch die Eintrittspforte in die Berner Alpen. Ein hochalpines Schweizer Bergrevier, das sich ab März für mehrere Wochen in ein überaus anspruchsvolles Skitourenparadies verwandelt. Die Tagesskitour vom 3454 Meter hohen Jungfraujoch führt über den Konkordiaplatz zur Lötschenlücke (3170 Meter) mit Abfahrt über den Langgletscher ins Lötschental. Auch gute Pistenskifahrer können in Begleitung eines Bergführers und mit geliehener Skitourenausrüstung die großartige Gletscherlandschaft erleben.

Die bei guten Verhältnissen eher einfache Skitour punktet mit einem Maximum an Landschaftserlebnissen inmitten einer fast arktisch anmutenden Gegend und belohnt die 400 Aufstiegsmeter mit einer insgesamt 20 Kilometer langen Abfahrt über 2300 Höhenmeter.

"Vor rund 30 Jahren sind an Spitzentagen bis zu tausend Tourengeher über die Lötschenlücke gegangen", erinnert sich der Grindelwalder Bergführer Rinaldo Borra. "Heute sind es mit 100 bis 200 deutlich weniger." Dennoch darf man diesen Klassiker ohne Übertreibung als "Schweizer Nationalskitour" bezeichnen.

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Stefan Herbke/ srt

Für Unermüdliche: Dreitausender rund um Gurgl

Bis Anfang Mai dauert in Ober- und Hochgurgl in Österreich die Skisaison auf den Pisten, Schnee gibt es auch dann noch mehr als genug. Und den nutzen die Skitourengeher, auf die rund um Gurgl viele Dreitausender mit traumhaften Abfahrtsmöglichkeiten warten. Etwa der Hintere Seelenkogel (3440 Meter) mit den XXL-Hängen am Wasserfallferner, der sicherlich zu den schönsten Skitourenzielen über dem Gurgler Tal zählt.

Ein aussichtsreicher Gipfel mit großzügigen Gletscherhängen, luftigem Finale und imposantem Tiefblick nach Pfelders in Südtirol, der anderswo komplett überlaufen wäre. Doch hier ist er nur einer unter vielen, sodass die Chancen auf unberührte und damit genussreiche Abfahrtshänge sehr hoch sind. Der Seelenkogel kann problemlos von Obergurgl aus angegangen werden. Oder von der Langtalereckhütte im Talschluss, die geradezu ideal für Gipfelsammler ist.

Zu den Top-Zielen des komfortablen Stützpunkts zählt der 3500 Meter hohe Schalfkogel, dessen großartige vergletscherte Ostflanke im Talschluss von Gurgl so verführerisch leuchtet.

Stefan Herbke/srt/abl

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Die schönsten Reiseziele: Nah und Fern
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insgesamt 2 Beiträge
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1. Oh ja :)
Becks0815 09.03.2016
Darf man auch noch eigene Vorschläge einreichen? ich würde gerne noch ein paar "Honeypots" nachreichen in der Hoffnung, dass sich dann dort die Massen gegenseitig auf die Hufe treten und dafür an anderer Stelle es endlich wieder ruhiger wird und man vielleicht noch einen unzerfahrenen Hang finden kann. Skitouren sind ja schon gar kein Trend mehr sondern ein Massenphänomän und an der Routen an denen früher sich eventuell einmal 10-20 Leute am Tag einfanden sind mittlerweile doppelt bis dreimal so viele Personen unterwegs.
2. Traumreise ...
cosima_wagner 10.03.2016
... oder Reisetraum mit 'A'? Sind die Pisten überfüllt, 'versüsst' man sich den 'Urlaub' alternativ mit dem Studieren der natürlichen Umgebung, z.B. der Erschliessung neuer Lebensräume durch Biber.
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